Albverein Wilflingen: Tierische Begegnungen an der Alpe

Der Natur sehr nah ist eine Wandergruppe aus Wilflingen im Montafon.
LeiboldEine 16-köpfige Wandergruppe unternahm eine zweitägige Tour ins Montafon. Die Teilnehmer, fünf Frauen und elf Männer im Alter zwischen Jahrgang 1955 und 2005, erlebten abwechslungsreiche Tage in den Vorarlberger Alpen, geprägt von wechselhaftem Wetter, eindrucksvollen Naturbeobachtungen und geselligem Miteinander.
Vom Nieselregen zur Abendsonne
Die Anreise erfolgte am frühen Morgen mit dem Bus, der in Wilflingen startete und weitere Mitwanderer in Eriskirch aufnahm. Ausgangspunkt der Wanderung war das Staubecken Latschau. Nach einer kurzen Fahrt mit der Golmer Bergbahn begann die Tour bei unbeständigem Wetter. Über das Golmer Joch und das Kreuzjoch führte der Weg weiter zur Geißspitze auf 2334 Metern Höhe, wo ein gemeinsames Gipfelfoto entstand.
Der Abstieg zur Lindauer Hütte wurde von wechselnden Wetterbedingungen begleitet, doch rechtzeitig zur Ankunft klarte der Himmel auf. So konnte der Tag in geselliger Runde bei Sonnenschein, kühlen Getränken und einem kräftigenden Abendessen ausklingen. Die tagsüber gemachten Beobachtungen von Salamandern und Murmeltieren rundeten das Naturerlebnis ab.
Sonnenschein, Gämse und tierische Begegnungen
Am anderen Morgen zeigte sich die Bergwelt von ihrer schönsten Seite: Bei strahlendem Sonnenschein machte sich die Gruppe auf den Weg. Bereits am Vormittag ließ sich aus nächster Nähe eine Herde Gämse beobachten und beeindruckte durch ihre außergewöhnliche Schnelligkeit und Gewandtheit im steilen Gelände.
Für Heiterkeit sorgten später die Tiere an der Alpilaalpe: Während der Mittagspause versuchte ein Huhn, sich ein Stück Kuchen zu sichern, und eine Ziege bediente sich spontan am Brot eines Wanderers. Die Teilnehmer nahmen diese Ungeniertheit mit Humor.
Herrliche Ausblicke
Nach dem Abstieg durch das Gauertal folgte eine kurze Rast im Hotel Montabella, bevor die Gruppe zum Staubecken Latschau zurückkehrte. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Einkehr im Gasthof Sulzfluh, ehe am Abend die Heimreise angetreten wurde. Gegen 21 Uhr erreichte der Bus wieder Wilflingen.
Fazit: Zwei Tage mit herrlichen Ausblicken, guter Kameradschaft und bleibenden Erinnerungen – das Montafon erwies sich einmal mehr als lohnendes Wanderziel.