Spielerische Einblicke
: 80 Kinder entdecken das Ortenau-Klinikum bei Aktionstag

Bei „Türen auf mit der Maus“ durften junge Besucher die OP‑Säle und Abläufe in der Notaufnahme kennenlernen. In kleinen Gruppen probierten sie auch selbst einiges aus.
Von
red/ld
Offenburg
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Eine Operationstechnische Assistentin erklärte den Kindern die Abläufe im OP-Bereich.

Eine Operationstechnische Assistentin erklärte den Kindern die Abläufe im OP-Bereich.

Ortenau-Klinikum
  • Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl öffnete bei „Türen auf mit der Maus“ für rund 80 Kinder.
  • Sechs- bis Siebenjährige erlebten eine „Sprechstunde“ mit Teddys und Puppen in der Kinderklinik.
  • Acht- bis Zehnjährige besichtigten OP-Bereich und Notaufnahme – Hygiene und Geräte im Fokus.
  • Kinder probierten Brutkasten, Wickeldiplom und Tragetuch aus, begleitet vom Klinikpersonal.
  • Klinik zieht positive Bilanz, Eltern reagierten positiv – erneute Teilnahme im kommenden Jahr möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Unter dem Motto „Kleine Wunder“ öffnete das Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl am vergangenen Samstag seine Türen für rund 80 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren und bot Gelegenheit zu einem besonderen Blick hinter die Kulissen. Wie fühlt es sich eigentlich in einem Brutkasten für Babys an? Was passiert bei einer ärztlichen Untersuchung? Und wie sieht es hinter den Türen eines Operationssaals oder einer Notaufnahme aus? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmer laut einer Mitteilung des Klinikums. Der bundesweite Aktionstag wird vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) initiiert. Unternehmen, Institutionen, Vereine und viele weitere Einrichtungen geben dabei Kindern und Familien Einblicke in ihre Arbeitswelt.

Die jungen Besucher machten sich, begleitet von Klinikpersonal, in mehreren Gruppen auf den Weg in die verschiedenen Klinikabteilungen. Insgesamt wurden zwei Durchgänge angeboten, die Gruppen wurden dem Alter der Kinder entsprechend unterteilt.

Teddys und Puppen wurden mit Verbänden versorgt

Für die jüngeren Teilnehmer im Alter von sechs und sieben Jahren stand die „Sprechstunde für Puppen- und Teddyeltern“ in der Kinderklinik des Ortenau-Klinikums auf dem Programm. Ausgestattet mit ihren eigenen Kuscheltieren und Puppen konnten die Kinder spielerisch erleben, wie eine Untersuchung in der Kinderklinik abläuft. Teddy oder Puppe wurden mit dem Stethoskop abgehört, untersucht und bei Bedarf mit einem Verband versorgt. Außerdem konnten die Kinder ein Wickeldiplom erwerben, einen Brutkasten kennenlernen und ausprobieren, wie ein Baby im Tragetuch oder Bonding-Top getragen wird.

„Für Kinder ist ein Krankenhaus zunächst einmal ein ungewohnter und vielleicht auch etwas beängstigender Ort. Wenn sie ihre eigene Puppe oder ihren Teddy untersuchen und versorgen dürfen, können sie viele Dinge auf spielerische Weise kennenlernen“, sagt Kathrin Litterst, Pädiatrische Intensivpflegekraft an der Kinderklinik des Ortenau Klinikums. „Dabei erleben sie, dass hinter medizinischen Geräten und Untersuchungen Menschen stehen, die sich um andere kümmern. Genau diese Neugier und das Vertrauen möchten wir fördern.“

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Die Kinder durften selbst ausprobieren, wie sich ein Brutkasten für Säuglinge anfühlt.

Die Kinder durften selbst ausprobieren, wie sich ein Brutkasten für Säuglinge anfühlt.

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Die acht- bis zehnjährigen Kinder durften dagegen einen Blick hinter die Kulissen des Operationsbereichs und der Notaufnahme werfen. Bei Führungen lernten sie ausgewählte Bereiche kennen, erfuhren, warum im OP besondere Kleidung und Hygienevorschriften wichtig sind, und betrachteten medizinische Geräte aus nächster Nähe. Auch die Arbeit in der Notaufnahme wurde ihnen altersgerecht erklärt. „Die Kinder hatten zahlreiche Fragen, schauten genau hin und waren sehr interessiert“, berichtet Ulrike Grim, Stationsleitung Zentrale Notaufnahme.

Auch von den Eltern gab es positive Reaktionen

Claudia Bauer-Rabe, Vorstandsvorsitzende des Ortenau Klinikums, zieht eine positive Bilanz: „Das war ein sehr gelungener Aktionstag, für den ich unseren Mitarbeitenden in Planung und Umsetzung sehr dankbar bin. Diese haben begeisterte und sehr interessierte Kinder erlebt. Auch von den Eltern kamen nur positive Reaktionen.“  Vielleicht habe das eine oder andere Kind dabei auch ein kleines Wunder entdeckt: dass ein Krankenhaus nicht nur ein Ort für Kranke ist, sondern auch ein Ort, an dem Menschen helfen, lernen, forschen und gemeinsam dafür sorgen, dass andere wieder gesund werden, heißt es abschließend vom Klinikum. „Das Interesse war so groß, dass wir überlegen, auch im kommenden Jahr erneut unsere Türen für die Maus zu öffnen“, so die Vorstandsvorsitzende.

„Türen auf mit der Maus“

In ganz Deutschland öffnen Veranstalter einmal im Jahr ihre Betriebe im Bereich Wissenschaft, Forschung, Natur, Kultur, Gesundheit oder Technik, um Kindern besondere Einblicke zu gewähren. In diesem Jahr waren 950 Angebote dabei. Dazu gehörten Rathäuser, Institute, Vereine, Schulen, Firmen und Privatpersonen. Veranstalter können sich für das kommende Jahr im Internet auf wdrmaus.de bewerben.