Shishatabak, Zigaretten, illegales Glücksspiel
: Diese Verstöße stellte der Zoll in der Ortenau fest

In zwölf der 16 Betriebe,  die von den Beamten des Hauptzollamts Lörrach überprüft wurden, fanden sich Verstöße und Unregelmäßigkeiten. Nun wurden einige Verfahren eingeleitet.
Von
red/ld
Ortenau
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Haschisch im Wert von rund 3,2 Millionen Euro sichergestellt: ARCHIV - 09.03.2023, Schleswig-Holstein, Kiel: Zollbeamte bei einer Kontrolle. Die Jahresbilanz 2022 der Hauptzollämter Kiel und Itzehoe birgt große Zahlen. 20 Millionen Zigaretten, 585 Kilogramm Haschisch, 57 Kilogramm Marihuana, 38 Kilogramm Kokain und rund 600 Gramm Heroin beschlagnahmten die Beamten in Schleswig-Holstein, wie der Zoll am Freitag mitteilte. (zu dpa: «Haschisch im Wert von rund 3,2 Millionen Euro sichergestellt») Foto: Axel Heimken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Beamten des Hauptzollamts Lörrach überprüften vor allem Gastronomiebetriebe in der Ortenau.

Axel Heimken/dpa
  • Zoll kontrollierte an drei Abenden mehrere Ortenauer Betriebe – vor allem Gastronomie.
  • In 12 von 16 Betrieben gab es Verstöße, teils ohne Meldung zur Sozialversicherung.
  • Vier Ausländer hielten sich unerlaubt in Deutschland auf; Strafverfahren wurden eingeleitet.
  • Kehler Shishabar: unversteuerter Tabak, ein nicht gemeldeter Mitarbeiter und mehrere Verfahren.
  • Tabakladen: 360 unversteuerte Vapes und 88 Snus-Packungen; Verdacht auf Steuerhinterziehung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Kräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Lörrach prüften Anfang September an drei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils in den Abend- und Nachtstunden mehrere Ortenauer Unternehmen, überwiegend der Gastronomiebranche. Dabei kam es zu einigen Beanstandungen, wie der Zoll mitteilt.

In einem Kehler Eiscafé sowie einem Acherner Gastronomiebetrieb trafen die Zöllner auf insgesamt
vier ausländische Mitarbeiter, welche sich alle unerlaubt in Deutschland aufhielten. Gegen sie wurde deshalb jeweils ein Strafverfahren eingeleitet. Die beiden Geschäftsinhaber müssen sich nun einem Ermittlungsverfahren wegen Beihilfe zum illegalen Aufenthalt, zur illegalen Beschäftigung sowie dem Vorenthalten von Sozialversicherungsabgaben stellen. Der Betreiber des Eiscafés
hatte darüber hinaus zwei weitere Beschäftigte ebenfalls nicht zur
Sozialversicherung gemeldet.

360 unversteuerte Vapes

Für die in einem Offenburger Imbiss sowie in einer Kehler Gaststätte angetroffenen Angestellten konnten ebenfalls keine Meldungen zur Sozialversicherung festgestellt werden. Auch in diesen Fällen wurden gegen die Verantwortlichen Verfahren eingeleitet.

Daneben stoßen die Zöllner in einer Kehler Shishabar auf unversteuerten Wasserpfeifentabak, welcher sichergestellt wurde. Gegen den Besitzer wurden gleich mehrere Verfahren eingeleitet.
Einen angetroffenen Mitarbeiter hatte auch er nicht der Sozialkasse gemeldet.

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In einem Ortenauer Tabakladen ging es weiter: 360 unversteuerte elektronische Zigaretten, sogenannte Vapes, sowie 88 Verpackungen Snus oder Oraltabak, der in Deutschland nicht verkehrsfähig ist, stellten die Zöllner fest. Gegen den Betreiber wurden Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung und wegen des Verstoßes gegen das Tabakerzeugnisgesetz eingeleitet.

unregistrierte Glücksspielautomaten in der Shishabar

Schließlich entdeckten die Zollkräfte in einer Offenburger Shishabar zwei nicht als solche ausgewiesene und unregistrierte Glücksspielautomaten. Der Verantwortliche muss sich wegen des
Verdacht des illegalen Glücksspiels verantworten. Kräfte der Landespolizei stellten die Automaten sicher.

In fünf weiteren Betrieben wurden ebenfalls einzelne Regelwidrigkeiten festgestellt, wie Verstöße gegen die Mitführungspflicht des Ausweises oder gegen die Meldungspflicht an die Sozialkassen.