Regionalligist bleibt: Darum müssen die TTSF Hohberg doch nicht absteigen

Die TTSF Hohberg – hier Cosmo Schmitt in Aktion – dürfen unerwartet in der Regionalliga bleiben.
Horst KünstleDie Saison ist für den Tischtennisregionalligist TTSF Hohberg und Oberligist DJK Offenburg seit knapp zwei Monaten mit unterschiedlichem Ausgang beendet. Unsere Redaktion hat sich umgehört, wie die Verantwortlichen auf die abgelaufene Spielzeit zurückblicken und wie die Planungen für die kommende Runde aussehen?
Die Männer der TTSF Hohberg haben sich mit einer Niederlage gegen den TTC Mühlhausen aus der Regionalliga verabschiedet – eigentlich. Doch es folgte die Wende, wie Rainer Rudolf, Vorsitzender der TTSF, im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet. „Uns wurde angeboten in der Regionalliga zu bleiben, weil eine Mannschaft sich zurückgezogen hat. Wir haben direkt zugesagt“, so Rudolf. Alle Spieler waren dafür, daher werde man kommende Saison unverhofft wieder Regionalliga spielen.
Erschwert wird die Mission Klassenerhalt dann durch den Weggang der Nummer eins Marcel Neumaier, den man kompensieren müsse. Dafür soll Lars Maier aus der zweiten Mannschaft nachrücken. Ansonsten gebe es keine personellen Veränderungen. Meldeschluss für Transfers war bereits Ende Mai. Und wie soll die nächste Saison aussehen? „Wir suchen die Herausforderung, aber wir wissen, dass es in der Regionalliga sehr schwierig sein wird“, stellt Rudolf klar.

Axel Lehmann und seine DJK Offenburg schlossen die Oberliga auf dem ersten Platz ab und werden in der kommenden Saison auf die TTSF treffen.
Foto: Horst KünstleIn diesem Zusammenhang kritisiert er deutlich die Ausländerregelung, die in dieser hohen Spielklasse Anwendung findet. „Spieler aus dem Ausland spielen gegen Bezahlung mit. Das ist für uns aus finanzieller Sicht keine Option.“ Daher sei es eine Herausforderung, mit anderen Teams auf diesem Niveau mitzuhalten. Die Damen der TTSF sind ebenfalls abgestiegen und müssen nach dem neunten Platz in der Oberliga in der kommenden Saison in der Verbandsoberliga antreten. „Der Kader bleibt zusammen“, bekräftigt Rudolf. Man gehöre in der Liga zu den Favoriten und „mit der Mannschaft können wir den direkten Wiederaufstieg schaffen“, ist der Vorsitzende überzeugt.
Ganz anders sieht die Gefühlswelt bei den Herren der DJK Offenburg aus: Das Team rund um Mannschaftsführer Axel Lehmann sicherte sich Mitte April die Meisterschaft in der Oberliga und steigt damit in die Regionalliga Südwest auf.
Nummer eins und hinteres Paarkreuz liefern ab
„Tom Eise auf Position eins hat eine sehr gute Saison gespielt und auch das hintere Paarkreuz um Axel Lehmann und Stefan Reifenschweiler hat überzeugt“, blickt die Teamkoordinatorin der Damen, Petra Heuberger, zurück.
Insgesamt habe die Mannschaft, die durch Nicola Mohler und Maxime Boehler ergänzt wird, eine überragende Saison gespielt und sei zurecht aufgestiegen.
Die Saison der Damen stellt hingegen das negative Gegenteil dar. Zwar besiegte das Team rund um die auf Position eins gesetzte Jele Stortz im letzten Pflichtspiel der zweiten Bundesliga den DJK SB Stuttgart mit 6:3, dies verhinderte jedoch nicht den Gang als Tabellenletzter in die dritte Bundesliga. „Wir haben von Anfang an gegen den Abstieg gespielt, das haben wir allerdings auch so erwartet. Mit sieben Punkten waren wir leider komplett chancenlos“, beschreibt Heuberger die Saison der Damen.
Erschwerend kam hinzu, dass Stortz und Theresa Lehmann nicht immer zur Verfügung standen. Die Nummer eins sowie die Nummer drei zu ersetzen, war eine sehr schwierige Aufgabe, die eher selten in der abgelaufenen Saison gelungen sei.
„Der direkte Wiederaufstieg ist für uns nicht zwingend“, betont die Teamkoordinatorin. Man wolle sich zunächst in der dritten Bundesliga stabilisieren. Das Stammpersonal werde zusammenbleiben, kündigt Heuberger an. Zudem wolle man Leni Rothfuß langsam an das erste Team heranführen.
Start der neuen Saison
Die ersten regulären Punktspiele auf Verbands- und Regionalebene – dazu gehören die Oberliga Baden-Württemberg sowie die Regionalliga Südwest – werden am Wochenende des 19. und 20. September ausgetragen.