Oster-Schock für Reisende
: Auf der Rheintalbahn fallen über mehrere Tage Züge aus

Pendler und Reisende müssen sich ab Samstag auf Einschränkungen einstellen. Arbeiten der Bahn unter anderem in Offenburg sorgen bis 10. April für Schienenersatzverkehr
Von
Marco Armbruster
Offenburg
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Aufgrund von Bauarbeiten wird der Offenburger Bahnhof ab Samstag zunächst vom Fernverkehr abgeschnitten und ab Karfreitag komplett vom Netz genommen – Reisende müssen auf Busse ausweichen.

Achnitz

Die Bahn hat sich rund um Ostern auf der Rheintalbahn Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen. Im Fokus stehen die Erneuerung von Oberleitungen, der Austausch von Gleisen und Weichen sowie Arbeiten an den Bahnhöfen Offenburg, Freiburg und Baden-Baden, heißt es in einer Mitteilung.

Ergänzend erfolgen Arbeiten an der Signal- und Sicherungstechnik, Mastgründungen und einzelne Brückenmaßnahmen. Die Arbeiten erfordern Sperrungen von Gleisen respektive Teilstrecken.

So halten Fernzüge bereits ab Samstag, 28. März, 23.30 Uhr nicht mehr in Offenburg. Zwischen Karlsruhe und Basel bestehen dann bis Donnerstag, 2. April, zwar noch mindestens stündliche Fernverkehrsverbindungen. „Aufgrund der reduzierten Gleiskapazität können die Züge nicht mehr in Offenburg halten, so dass dort sämtliche Fernverkehrshalte entfallen“, informiert die Bahn auf ihrer Baustellenübersicht-Webseite.

Alternativ könnten diese mit den nach wie vor stündlich verkehrenden Nahverkehrszügen mit einem Umstieg in Karlsruhe respektive Baden-Baden erreicht werden.

In Offenburg werden Oberleitungen und Weichen erneuert

Von Karfreitag, 3. April, bis Donnerstag, 9. April, kommt es dann besonders dick: Wegen Arbeiten am Bahnhof wird Offenburg quasi komplett vom Schienennetz abgehängt. Dort passt die DB Infrago die Oberleitung an und schaltet im Zuge des Einbaus einer neuen Weichenverbindung diese zeitweise aus. Dadurch bleiben die Gleise 1 bis 4 nicht nutzbar.

Um die neue Signaltechnik im Bahnhof Offenburg einzubauen, verlegt das Unternehmen zudem Kabel, gründet Signalfundamente und baut Kabelquerungen unter den Gleisen. Die Arbeiten laufen teilweise rund um die Uhr. Wieso aber ausgerechnet über Ostern? „Insbesondere in den Ferienzeiten sind weniger Pendler unterwegs und Schülerverkehre sind nicht betroffen“, antwortete die Bahn auf eine Anfrage unserer Redaktion.

Ortenau-S-Bahnen fallen komplett aus, Bahn stellt Ersatzbusse

Reisende müssen wegen der Arbeiten zwischen Baden-Baden und Freiburg sowie zwischen Baden-Baden und Offenburg auf Ersatzbusse ausweichem. Die Fahrzeit zwischen Karlsruhe und Basel verlängert sich laut Bahn um rund 120 Minuten.

Konkret entfallen auf den Strecken zwischen Achern und Herbolzheim sowie Achern und Haslach die Zugverbindungen von DB Regio. Für die betroffenen Abschnitte richtet die Bahn einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Fahrgäste können einen Direktbus zwischen Baden-Baden und Freiburg nutzen oder auf die stündlich verkehrenden Busse zwischen Baden-Baden, Achern, Offenburg und Herbolzheim ausweichen. Weitere Buslinien verbinden Achern mit Herbolzheim und Achern mit Haslach.

Auch die Züge der Ortenau-S-Bahn auf den Linien RS 1 (Offenburg-Freudenstadt), RS 2 (Offenburg-Bad Griesbach) und RS 4 (Offenburg-Straßburg) von Zugausfällen, Schienenersatzverkehr (SEV) und geänderten Fahrzeiten betroffen, teilt die Landesverkehrsgesellschaft SWEG mit. Die Linie RS 1 endet/beginnt in Gengenbach, von wo der SEV-Bus E – mit Halt an allen Unterwegsbahnhöfen – über Offenburg (Bahnhof Ostseite), Appenweier und Oberkirch nach Bad Griesbach fährt.

In den Ersatzbussen können keine Fahrscheine gekauft werden

Der SEV-Bus E fungiert somit gleichzeitig als Ersatz für die komplett ausfallende Linie RS 2. Auf der Strecke Appenweier-Offenburg (Hauptstraße) fährt außerdem der SEV-Bus E1. Zu Tageszeiten mit hohem Fahrgastaufkommen sowie in den Abendstunden fährt der SEV-Bus E1 weiter nach Oberkirch.

Die Linie RS 4 endet/beginnt in Appenweier. Zwischen Appenweier und Kehl beziehungsweise Straßburg fahren die Züge zu anderen Fahrzeiten nach einem Sonderfahrplan. Zwischen Appenweier und Offenburg können Reisende den SEV-Bus C (Halt in Offenburg in der Hauptstraße) nehmen, den SEV-Bus D (Halt in Offenburg an der Ostseite) sowie die bereits erwähnten SEV-Busse E (Halt in Offenburg an der Ostseite) und E1 (Halt in Offenburg in der Hauptstraße).

Die Busse verkehren zu geänderten Uhrzeiten und weisen längere Fahrzeiten als der Zug auf. Vor Fahrtantritt sollten die Fahrgäste unbedingt ihre Reiseverbindungen überprüfen. Die SEV-Fahrgäste werden gebeten, sich vorab die Fahrkarten an den Automaten und den üblichen Verkaufsstellen zu kaufen. In den SEV-Bussen können keine Fahrscheine verkauft und es können keine Fahrräder befördert werden.

Informationen zu den Zugausfällen und dem Schienenersatzverkehr gibt es in der Reiseauskunft auf bahn.de und in der App DB Navigator. Die Reiseverbindungen werden sukzessive in die Fahrplanmedien eingepflegt. Zudem empfiehlt die Bahn ihren Kunden, mehr Zeit für die Fahrten einzuplanen und gegebenenfalls eine frühere Verbindung zu wählen.

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