Lahr, Offenburg, Achern
: Notaufnahmen sollen organisatorisch gebündelt werden

Das Ortenau-Klinikum hat nicht nur mit einem Millionen-Defizit zu kämpfen, sondern auch mit gesetzlichen Vorgaben. Unter anderem mangelt es an speziell qualifizierten Notfallmedizinern – ein „standortübergreifendes Rotationsmodell“ soll Abhilfe schaffen.
Von
Marco Armbruster
Offenburg
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Ortenau-Klinikum

Die Notaufnahmen in Lahr, Offenburg und Achern – unser Foto zeigt das Klinikum am Offenburger Ebertplatz – sollen im neuen Department „Akut- und Notfallmedizin“ gebündelt werden.

Armbruster
  • Ortenau-Klinikum bündelt die Notaufnahmen in Lahr, Offenburg und Achern in einem Department.
  • Hintergrund ist die neue Notfallstufen-Regelung ab Juni 2026 und der Mangel an Fachärzten.
  • Bernhard Gorißen leitet das Department „Akut- und Notfallmedizin“ mit standortübergreifender Verantwortung.
  • Geplant sind Rotationsmodelle: Qualifizierte Oberärzte werden flexibel an allen Standorten eingesetzt.
  • Ziel ist die Sicherung der Notfallversorgung und der Notfallstufen – der Verwaltungsrat stimmte bereits zu.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Mit Inkrafttreten der geänderten Notfallstufen-Regelung des „Gemeinsamen Bundesausschusses“ im Juni 2026 sind die Anforderungen an die personelle Besetzung und ärztliche Leitung der Zentralen Notaufnahmen deutlich gestiegen. Das ist der Vorlage für die Sitzung des Kreistags am Dienstagnachmittag zu entnehmen. Der soll am Dienstag grünes Licht geben für ein, die Standorte Lahr, Offenburg und Achern umfassendes, neues Department „Akut- und Notfallmedizin“ unter der chefärztlichen Leitung von Bernhard Gorißen.

Denn das Klinikum hat Schwierigkeiten, ausreichend speziell ausgebildete Mediziner zu finden. Der Ortenauer Klinikverbund steht laut Vorlage – „wie so viele andere Krankenhäuser auch“ – vor der Herausforderung, dass entsprechend qualifizierte Fachärzte rar sind. „Gleichzeitig haben personelle Veränderungen an den Standorten Achern, Lahr und Offenburg die Situation zusätzlich verschärft. Insbesondere in Achern und Lahr können die neuen gesetzlichen Anforderungen künftig nicht mehr allein mit den vorhandenen personellen Ressourcen erfüllt werden“, so die Sitzungsvorlage.

Verwaltungsrat des Klinikums stimmte bereits dafür

Um die Notfallversorgung an allen drei Standorten dauerhaft sicherzustellen und die jeweiligen Notfallstufen zu erhalten, soll die fachliche Leitung der Zentralen Notaufnahmen gebündelt werden. Dafür ist die Einrichtung des standortübergreifenden Departments „Akut- und Notfallmedizin“ vorgesehen. So sollen die erforderlichen fachlichen, personellen und organisatorischen Strukturen „gebündelt und einheitlich weiterentwickelt werden“.

Bernhard Gorißen, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme in Offenburg, soll künftig zusätzlich auch die Verantwortung für die Zentralen Notaufnahmen in Achern und Lahr übernehmen. Unterstützt wird er laut Vorlage durch entsprechend qualifizierte Oberärzte, „die standortübergreifend eingesetzt werden“.  Dazu wird ein standortübergreifendes Rotationsmodell etabliert, durch das Ärzte mit der Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ bedarfsgerecht an den jeweiligen Standorten eingesetzt werden können sollen.

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Vor dem Hintergrund des bestehenden Fachkräftemangels und der gestiegenen gesetzlichen Anforderungen sei dabei eine Reihe von Möglichkeiten geprüft worden. „Die Einrichtung eines standortübergreifenden Departments stellt dabei die tragfähigste Lösung dar“, so die Kreisverwaltung in der Sitzungsvorlage.

Der Verwaltungsrat des Klinikums hatte bereits in nicht-öffentlicher Sitzung am 6. Oktober für die Einrichtung des standortübergreifenden Departments mit Gorißen an der Spitze gestimmt.