Junge Ingenieure im Austausch
: Studenten aus ganz Deutschland lernen in Offenburg über Dampftechnologie

Dampferzeugnis in der Theorie und Praxis waren Thema beim Baelz-Seminar zur Förderung der Ingenieursausbildung in Offenburg. Auch Führungen durch den Kehler Hafen und die Badischen Stadtwerke waren Teil des Programms.
Von
red/ld
Offenburg
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Zahlreiche Vorträge regten die jungen angehenden Ingenierure zum Austausch an

Hochschule Offenburg
  • Baelz-Seminar in Offenburg informierte Studierende über Dampftechnologie in Theorie und Praxis.
  • Rund 40 Studierende und knapp 20 Professoren von 13 HAW nahmen kurz vor Semesterstart teil.
  • Programm umfasste Fachvorträge, Laborführungen sowie Exkursionen in Kehler Hafen und Stahlwerke.
  • Besuche in Freiburg: Rathaus im Stühlinger, Universitätsklinik mit Heizkraftwerk, Vorträge von Sauter und Badenova.
  • Baelz-Stiftung fördert Gebäudetechnik-Ausbildung und vernetzt Studium und Praxis – inklusive Preisvergabe.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Rund 40 ausgesuchte Studenten und knapp 20 Professoren der Berliner Hochschule für Technik, der Fachhochschulen Erfurt und Münster, der Westfälischen Hochschule (Gelsenkirchen), der Ostfalia HAW (Wolfenbüttel), der Technischen Hochschulen Mittelhessen (Gießen), Köln und Mannheim sowie der Hochschulen Bremerhaven, Biberach, Esslingen, München und Offenburg sind kurz vor Semesterstart an die Hochschule Offenburg gekommen, um am diesjährigen Seminar der Baelz-Stiftung teilzunehmen.

Die Hochschule Offenburg war bereits zum dritten Mal Gastgeber für das Angebot zur Förderung der Ingenieursausbildung im Bereich der Gebäudetechnik. Thema war laut einer Mitteilung der Hochschule diesmal die Dampftechnologie. Die Professoren Manuel Lämmle und Elmar Bollin vom Institut für nachhaltige Energiesysteme hatten für die Studenten von Versorgungs- und Energietechnik-Studiengängen sowie die Professor*innen aus dem Arbeitskreis Gebäudeautomation und Energiesysteme ein mehrtägiges Programm organisiert.

Ohne Dampf gäbe es keine knackigen Gürkchen

Zum Auftakt hieß Rektor Stephan Trahasch die Gäste willkommen und stellte ihnen die Hochschule Offenburg, die Wirtschaftsstruktur der Oberrheinregion sowie die trinationale Zusammenarbeit der Hochschule Offenburg und ihrer Partner in Frankreich und der Schweiz vor. Dabei schlug er auch eine Brücke von der hochschuleigenen Dampflok zum Seminar-Thema Dampftechnologie. Anschließend gab INES-Leiter Michael Schmidt einen kurzen Einblick in die Arbeit des Instituts. Andrea Bälz, Geschäftsführerin der Firma Bälz und Sohn, und als Mitglied der Stifterfamilie Beirätin in der Baelz-Stiftung, stellte das Familienunternehmen aus Heilbronn sowie einzelne seiner Produkte aus der Mess-, Regel-, Wärme- und Dampftechnik vor. Ohne Dampf gäbe es beispielsweise keine knackigen Gürkchen im Supermarkt, erklärte sie.

Danach ging es für die Seminarteilnehmer auch im übertragenen Sinn ans „Eingemachte“. Vertriebsmitarbeiter Michael Hasselbach, führte sie in zwei Fachvorträgen in die Grundlagen der Dampftechnologie sowie in die Dampferzeugung und ‑übergabe in der Praxis ein. Nach den verschiedenen Einsatzbereichen von Dampf in der Chemie- und Pharmaindustrie, bei der Herstellung von Papier und Karton, Lebensmitteln, Textilien, Reifen oder Holzprodukten, in Sterilisationsabteilungen und Wäschereien von Krankenhäusern oder bei der Fernwärme ging es unter anderem um konkrete Rohrleitungsgrößen, Regelungstechniken oder Wärmeübertrager.

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Es folgten Führungen durch die Labore sowie Exkursionen in den Kehler Hafen und zu den Badischen Stahlwerken, mit einer beeindruckenden Besichtigung der Stahlproduktion hautnah. Am zweiten Seminartag fanden in Freiburg Besuche des Rathauses im Stühlinger, der Universitätsklinik und deren Heizkraftwerk sowie vertiefende Fachvorträge der Sauter-Cumulus GmbH und der Badenova statt.

„Die Teilnehmer waren begeistert“, schreibt die Hochschule Offenburg abschließend. Die Studenten hätten schon beim Kennenlernabend angegeben, etwas zur Energiewende beitragen zu wollen. Die verschiedenen Programmpunkte lieferten nun viele spannende Impulse zur Energiewende und zeigten Vernetzungspotenziale. Und so wurden die gemeinsamen Essen sowie ein Abschlussabend mit musikalischer Begleitung durch die Professoren-Band „Out of Control“ auch genutzt, um sich weiter über die vielen angeschnittenen Themen auszutauschen und über das Seminar hinaus zu vernetzen.

Die Baelz-Stiftung

Die Baelz-Stiftung fördert die Ingenieursausbildung an Hochschulen im Bereich der Gebäudetechnik. Getragen wird die Stiftung von der Familie Bälz und dem Unternehmen Baelz Automatic, das energiesparende Komponenten und Systeme für Industrie und Gebäude entwickelt. Die Stiftung ist organisatorisch an der Berliner Hochschule für Technik angesiedelt und wird durch einen Beirat geleitet, dessen Vorsitz Peter Ritzenhoff von der Hochschule Bremerhaven innehat. Jährlich lädt sie ausgewählte Studenten von 13 Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland zu diesem besonderen Seminar ein. Ziel ist es, die Studierenden von Versorgungs- und Energietechnik-Studiengängen bei der Entwicklung von innovativen Ansätzen zur nachhaltigen Energieversorgung zu unterstützen und eine Brücke zwischen Theorie im Studium und den Erfahrungen aus der Praxis zu schlagen. Außerdem prämiert sie hervorragende Bachelor- und Master-Abschlussarbeiten mit einem Preisgeld.