Jahresrückblick 2024: Das waren tierische Einsätze der Ortenauer Polizei

Selfie mit Panzertier: Beamte des Verkehrsdienstes gabelten Ende Juli auf dem Standstreifen der A 5 bei Schutterwald eine Landschildkröte auf und übergaben das Tier an eine Tierherberge.
PolizeiOb Pudel in Not, flugunfähige Greifvögel oder Kühe auf Ausflug – die Polizei blickt in diesem Jahr auf eine ganze Reihe von tierischen Einsätzen mit glücklichem Ausgang zurück.
Greifvogel in misslicher Lage: Gleich zu Beginn des Jahres meldete eine Zeugin der Polizei, dass am Hornberger Bahnhof ein nicht mehr flugfähiger Greifvogel liegen würde. Die Beamten des Polizeireviers Haslach konnten den verletzten Bussard auffinden und verständigten daraufhin den Tierschutzverein in Gutach. Ein Mitglied kam vor Ort, um den Vogel zu retten.
Stubentiger auf der Überholspur: Beamte des Verkehrsdienstes gabelten Mitte Juni ein verirrtes Kätzchen von der A 5 bei Bühl auf. Seine Samtpfoten führten es bereits zuvor auf die Autobahn, wo es auf dem Standstreifen gesichtet später aber nicht mehr gefunden wurde. Tags darauf war der Stubentiger dann auf der Überholspur unterwegs: Nach einer weiteren Meldung gelang es der Polizei die kleine Fellnase an der Betonleitwand einzufangen und auf die Dienststelle zu bringen. Nach einigen Streicheleinheiten wurde der Vierbeiner in die fürsorgliche Obhut der Tierrettung übergeben.

Ein junges Kätzchen hatte sich im Juni auf die Autobahn verirrt und wurde unverletzt von Polizeibeamten von der Fahrbahn gerettet.
Foto: PolizeiGleich zwei Schildkröten an einem Tag gerettet: Eine tierliebe Radfahrerin meldete Ende Juli den Fund einer Schildkröte auf der Fahrbahn der K 5342 zwischen dem Baggersee Nonnenweier und der Brücke über die A 5. Aus Sorge nahm sie das Tier mit und übergab es der Polizei. Die Wasserschildkröte war wohl einem Angler an den Haken gegangen. Die Angelschnur war abgeschnitten worden, das Tier anschließend zurückgelassen. Die Schildkröte wurde an ein Tierheim übergeben. Am Abend des gleichen Tages entdeckte eine Streife auf der A 5 bei Schutterwald eine Schildkröte auf dem Standstreifen. Den gepanzerten Verkehrsteilnehmer nahmen die Beamten in Obhut. Das augenscheinlich unverletzte Reptil wurde zur Dienststelle gebracht und befand sich dort in Betreuung der Polizisten. Nach der Pflege durch schildkrötenerfahrene Beamte wurde das Fundtier in eine Tierherberge gebracht.
Polizisten spielen die Esel-Hirten: Das man als Streifenpolizist vielseitig einsetzbar sein muss, haben Beamte bei einem morgendlichen Einsatz Mitte Oktober in Durbach feststellen dürfen. Ein Zeuge hatte gleich vier Esel auf einer Straße gemeldet, die die hinzugerufenen Polizisten auch nach und nach ausfindig machen konnten. Die Tiere ließen sich dabei von den Ordnungshütern nicht stören und setzten ihre gemächliche Tour durch das Dorf fort. Dabei wurden sie zur Verkehrssicherung – Ordnung muss sein – von der Streife begleitet. Nachdem die Besitzerin der Esel ausfindig gemacht wurde, sammelte diese ihre Tiere wieder ein und brachte sie wohlbehalten zurück zu ihrem Gehege.
Pudel aus geparktem Auto gerettet: Einen Vierbeiner retteten Einsatzkräfte im Juli aus einem geparkten VW-Bus in Rust. Die Besitzerin des Pudel-Welpen hatte das Tier für einen Besuch im Europa-Park im Wagen zurückgelassen. Der Sicherheitsdienst entdeckte den Hund und rief Polizei sowie Betriebsfeuerwehr. Deren Messungen ergaben im Innenraum annähernd 50 Grad – schnelles Handeln war gefragt. Die Wehrleute konnten das ohne Wasser zurückgelassene und bereits ermattete Tier befreien und versorgen. Die Hundehalterin erhielt eine Anzeige.
Vier Kühe auf nächtlichem Ausflug: Mitte November hielten vier ausgewachsene Kühe eine Streife des Polizeireviers Haslach für mehrere Stunden auf Trab. Gegen Mitternacht meldete ein aufmerksamer Zeuge mehrere Tiere auf der B 33 bei Gutach, die er offenbar bis zum Eintreffen der Polizei absichern konnte. Während ein Beamter den Tierhalter ermittelte und dabei etliche umliegende Höfe überprüfte, begleitete sein Streifenpartner die weiterziehenden Tiere über mehrere Kilometer zu Fuß bis zum Waldrand. Nach Ermittlung des Tierhalters wurde die kleine Herde mit vereinten Kräften für die Heimreise verladen.
Kater auf dem Hausdach
Dass auch die Feuerwehr ab und an für Tiere ausrückt, zeigte sich etwa Ende September in Offenburg. Die Wehr war zu einem Kater in Not gerufen worden, der sich in der Innenstadt auf ein Hausdach verirrt hatte und dort festsaß. Mit der Drehleiter retteten die Einsatzkräfte das verängstigte Tier aus seiner misslichen Lage und übergaben den Kater an die besorgte Besitzerin.