Der Sommer verabschiedet sich – vorerst: Nochmal bis zu 31 Grad, dann kommt der Temperatursturz

Der Sommer in Baden-Württemberg neigt sich langsam dem Ende entgegen.
Marijan Murat/dpa- Wetterumschwung: Ab Dienstagabend Kaltfront mit Schauern, Gewittern und kühler Luft.
- Am Oberrhein bis Dienstag 28 bis 31 Grad, danach 15 bis 20 Grad, später wieder milder.
- Höhere Lagen kühlen stärker ab – erste Bodenfröste in Mulden ab Ende September möglich.
- Tagsüber teils spätsommerlich, Nächte werden länger und kühler, Wasser kühlt in Bädern ab.
- Keine Dauer-Kälte: Zweite Septemberhälfte eher wechselhaft mit einzelnen milden Tagen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Sommer bekommt in dieser Woche einen Dämpfer: Nach noch einmal bis zu 31 Grad am Oberrhein zieht am Dienstagabend eine Kaltfront auf. Schauer, Gewitter und deutlich kühlere Temperaturen sind die Folge. Doch ist das bereits der Abschied vom Sommer?
Wie sieht es in der Region aus? Dominik Jung, Diplom-Meteorologe von wetter.net, gibt unserer Redaktion Auskunft.
Die Region sei für ihn als Experten wettertechnisch besonders spannend, weil sie vom warmen Oberrhein bis in die Hochlagen des Schwarzwalds und auf die kühle Baar und Alb praktisch drei verschiedene Klimate abdecke. Das schlage sich auch in der Spätsommer-Prognose nieder, so Jung.
Ortenaukreis: Noch einmal bis zu 31 Grad
Die Ortenau gehört zum Wochenstart zu den wärmsten Regionen. Am Montag und Dienstag sind noch einmal 28 bis 31 Grad möglich. Wer noch einen Badetag am See oder im Freibad plant, könnte also Glück haben.
Am Dienstagabend und in der Nacht zum Mittwoch zieht eine Kaltfront von Westen auf. Schauer und einzelne, teils kräftige Gewitter sind möglich. Danach gehen die Temperaturen deutlich zurück. Bis Freitag werden nur noch etwa 15 bis 20 Grad erwartet.
Danach kann es wieder milder werden. Bei Sonnenschein sind in der Ortenau erneut 24 bis 26 Grad möglich. Die großen, stabilen Hitzephasen des Sommers sind allerdings vorbei.
Kreis Lörrach: Oberrhein bleibt warm
Auch der Kreis Lörrach profitiert von der Lage am Oberrhein. In warmen Wetterphasen sind hier weiterhin Temperaturen um oder über 25 Grad möglich.
Der Wetterumschwung am Dienstagabend bringt zunächst Schauer, Gewitter und deutlich kühlere Luft. Doch auch hier ist anschließend wieder eine Erwärmung möglich. Einzelne spätsommerliche Tage sind damit noch nicht vom Tisch.
Allerdings werden die Nächte zunehmend länger und kühler. Das Wasser in Freibädern und Seen verliert langsam an Temperatur.
Kreis Freudenstadt: Spürbar kühler
Im Kreis Freudenstadt zeigt sich der bevorstehende Herbst früher als am Oberrhein. Die höheren Lagen sind deutlich kühler, selbst wenn in tieferen Regionen noch einmal warme Temperaturen erreicht werden.
Nach dem Kaltfrontdurchgang sinken die Temperaturen deutlich. In den Nächten sind bereits einstellige Werte möglich. Auch Nebel am Morgen dürfte in den kommenden Wochen häufiger werden.
Auf den Höhenlagen kann es tagsüber mitunter nur um 15 Grad haben.
Kreis Rottweil: Tagsüber spätsommerlich, nachts leichter Bodenfrost
Im Kreis Rottweil machen sich die ersten Herbstanzeichen vor allem nachts bemerkbar. Tagsüber zeigt sich zunächst noch einmal spätsommerliches Wetter. Morgen werden bei viel Sonne und einigen Wolken Temperaturen um 30 Grad erwartet, am Morgen sind einzelne Schauer möglich.
Am Mittwoch folgt dann der deutliche Wetterumschwung: Bei vielen Wolken und etwas Regen sinken die Temperaturen auf nur noch etwa 16 Grad. In den darauffolgenden Tagen wird es wieder freundlicher, mit viel Sonne und Temperaturen zwischen 19 und 21 Grad.
Bei klaren und windschwachen Nächten kann sich kalte Luft in Mulden und Senken sammeln. Gegen Ende September ist dort deshalb auch der erste leichte Bodenfrost nicht ausgeschlossen.
Kreis Calw: Wechsel zwischen Sommer und Herbst
Im Kreis Calw wird es nach dem Wetterumschwung ebenfalls deutlich kühler. Die höheren Lagen liegen dabei meist einige Grad unter den Temperaturen am Oberrhein.
Trotzdem bedeutet der Kälteeinbruch nicht automatisch den dauerhaften Beginn des Herbstes. Nach einer kühleren Phase kann es wieder trockener und milder werden.
Vor allem nachts wird der Unterschied zwischen Sommer und Herbst aber zunehmend spürbar.
Schwarzwald-Baar-Kreis: Erste Bodenfröste möglich
Im Schwarzwald-Baar-Kreis können die Nächte bereits empfindlich kalt werden. Besonders in klaren und windschwachen Nächten besteht die Gefahr von Kaltluftseen.
In Muldenlagen kann die Temperatur dadurch deutlich stärker absinken als auf den umliegenden Höhen. Gegen Ende September ist deshalb auch leichter Bodenfrost nicht ausgeschlossen.
Tagsüber sind dagegen weiterhin einzelne milde Spätsommertage möglich.
Zollernalbkreis: Herbst kündigt sich an
Auch im Zollernalbkreis wird es vor allem nachts zunehmend kühl. Die Höhenlage sorgt für einen größeren Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht.
Bei klaren Nächten kann sich in tieferen Lagen kalte Luft sammeln. Ein erster leichter Bodenfrost gegen Ende September ist deshalb nicht ausgeschlossen.
Tagsüber bleibt aber noch Platz für sonnige und angenehm warme Stunden. Der Herbst kommt also nicht auf einen Schlag.
Der Sommer verabschiedet sich nur langsam
Der erste deutliche Kälteeinschnitt kommt bereits in dieser Woche. Ein dauerhafter früher Herbsteinbruch zeichnet sich derzeit aber nicht ab. Die Klimamodelle des Deutschen Wetterdiensts (DWD) deuten für die zweite Septemberhälfte eher auf normale bis leicht überdurchschnittliche Temperaturen hin.
Wahrscheinlicher ist deshalb ein wechselhaftes Auf und Ab: Kühlere Phasen wechseln sich mit einzelnen goldenen Spätsommertagen ab.
Während am Oberrhein also durchaus noch der eine oder andere Badetag möglich ist, wird es in den höheren Regionen von Schwarzwald, Baar und Zollernalb zunehmend herbstlich.
Bei längerfristigen Prognosen gilt allerdings: Verlässlich sind Wettervorhersagen vor allem etwa fünf bis sieben Tage im Voraus. Alles darüber hinaus ist eine Tendenz und kann sich noch verändern.