Bis Ende Oktober
: Das bieten die 26. Oberrheinischen Architekturtage in der Ortenau

Die 26. Oberrheinischen Architekturtage stehen unter dem Motto „Architektur und Landschaft“. Der Name ist dabei Programm – so setzt sich etwa Offenburg mit seinem Verhältnis zur Kinzig auseinander. Noch bis Ende Oktober gibt es Programm in der Region.
Von
Marco Armbruster
Ortenau
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So könnte das Offenburger Kinzigufer laut dem Kölner Planungsbüro künftig aussehen. (Visualisierung)

„Flussraum neu denken – zwischen Erlebnis und Schutz“ ist das Motto einer Podiumsdiskussion in Offenburg. Dabei geht es darum, wie die Kinzig im Zuge der Landesgartenschau 2032 – die Visualisierung zeigt einen Entwurf des Kölner Planungsbüros RMP für den neuen Uferbereich – neu erschlossen werden kann.

RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten
  • Oberrheinische Architekturtage widmen sich „Architektur und Landschaft“ bis Ende Oktober.
  • Programm in rund 50 Städten, fast 180 Veranstaltungen, teils zweisprachig, bis zu 20.000 Besucher.
  • Offenburg: Fokus auf Kinzig – Podium „Flussraum neu denken“ in der Oberrheinhalle am Freitag, 23. Oktober.
  • Führungen und Vorträge in Offenburg, u. a. zu Umbaupotenzialen und neuer Ortsverwaltung in Bühl.
  • Kehl zeigt Urban-Sketchers-Ausstellung, Freiburg präsentiert regionale Zukunftsprojekte im Kornhaus.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Führungen, Filmvorstellungen, Vorträge und Diskussionsrunden – die 2000 ins Leben gerufenen Architekturtage haben sich laut den Veranstaltern zum größten grenzüberschreitenden Architekturfestival Europas entwickelt. Es ist dabei einem breiten Publikum gewidmet. Jedes Jahr im Herbst stellt das Europäische Architekturhaus – ein eingetragener Verein – die Baukultur des Oberrheins in den Mittelpunkt.

„Die Landschaft versteht sich heute nicht mehr von selbst: Als vielschichtiger Begriff überschreitet sie die rein ästhetische Dimension und umfasst politische, soziale, ökologische und kulturelle Aspekte“, heißt es dazu vom Europäischen Architekturhaus. Angesichts des Klimawandels sowie tiefgreifender demografischer und ökologischer Veränderungen werde sie zu einer strategischen Grundlage, um Metropolen und Territorien neu zu denken.

Noch locken viele Programmpunkte

Da das Festival bis zum 25. Oktober läuft, gibt es noch zahlreiche Termine in der Region. In Straßburg stehen insbesondere die Transformation zur grünen Stadt und kurze Mittagsführungen im Fokus, auf der deutschen Rheinseite konzentrieren sich die Programmpunkte auf die Verbindung von Flusslandschaften und Architektur. Infos und Anmeldung gibt es auf www.m-ea.eu.  Unsere Redaktion hat sich das Programm auf der deutschen Rheinseite angesehen.

Am Montag, 12. Oktober, 18 bis 20 Uhr geht es in Offenburg um „Urbane Landschaften im Wandel: Potenziale bestehender Gebäude“. Der Architekt und Stadtplaner Matthias Stippich zeigt laut Ankündigung der Stadt anhand von zwei Projekten Möglichkeiten und Grenzen der Transformation – geleitet von der Frage: Ginge das auch in Offenburg? Im Anschluss findet ein Austausch mit Akteuren der Branche und Vertretern der Stadtverwaltung statt. Treffpunkt ist im „flow1986“, Am Alten Schlachthof 14, die Teilnahme ist frei.

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Den „Flussraum neu denken“ in Offenburg

Am Freitag, 16. Oktober, gibt es eine Führung durch die neue Ortsverwaltung im Ortsteil Bühl, die Architekten und Landschaftsarchitekten werden anwesend sein. Das neue Bürgerhaus integriert die Situation am Kirchplatz und stärkt den historischen Ortskern. Ein öffentlicher Garten ist wichtiger Bestandteil des Neubaus. Über das Untergeschoss mit dem Mehrzwecksaal ist diese Grünfläche barrierefrei zugänglich. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr in der Ortsverwaltung, Bühler Straße 50.

„Flussraum neu denken – zwischen Erlebnis und Schutz“ ist der Titel der Podiumsdiskussion am Freitag, 23. Oktober, von 9 bis 17.30 Uhr in der Oberrheinhalle, Schutterwälder Straße 3. Dank der Landesgartenschau 2032 kann der Flussraum der Kinzig für Offenburg neu erschlossen werden. Gleichzeitig entstehen Spannungsfelder zwischen dem Nutzungsdruck und den ökologischen Belangen. Darüber soll diskutiert werden.

Die „Urban Sketchers“ aus Straßburg haben mit Skizzenbüchern, Stiften, Aquarellfarben und wachem Blick die beiden Rheinufer erforscht. Sie haben die großen Landschaftsräume gezeichnet, wie sie Kehl und Straßburg beiderseits des Flusses gestaltet haben. Bis Ende Oktober werden diese Skizzen und Aquarelle in den öffentlichen Bereichen des Kulturhauses in Kehl für Nutzer und Besucher ausgestellt.

Zukunft des Rheins ist Thema in Freiburg

Auch der Blick über den Ortenauer Tellerrand lohnt sich: Das Centre Culturel Français Freiburg zeigt anlässlich seines 80-jährigen Bestehens eine Ausstellung des Deutsch-Französischen Architektur-Doppelmasters des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der französischen Architekturschule Ensas in Straßburg. Die Schau zeigt die Entwicklung der Region in der Langzeitperspektive. Präsentiert werden studentische Projekte zu den großen Zukunftsfragen der Region: von der Neugestaltung des Rheinuferraums bis hin zum industriellen und städtischen Wandel. Zu sehen ist die Ausstellung im Münsterplatz 11 (Kornhaus) bei freiem Eintritt.

Insgesamt fast 180 Veranstaltungen

Während 25 Tagen im Oktober können Interessierte ein Programm mit fast 180 Veranstaltungen in zwei Sprachen, das in rund 50 Städten im Elsass, in Baden-Württemberg und in den Kantonen Basel stattfindet, entdecken. Die Oberrheinischen Architekturtage locken laut eigenen Angaben bis zu 20.000 Besucher an. Alle Infos gibt es auf www.m-ea.eu.