Besuch aus Japan an der deutsch-französischen Grenze
: Von Tokyo nach Kehl: Leben ohne Grenzen

Elf Studenten der Toyo Universität in Tokyo haben Kehl besucht und sich mit Oberbürgermeister Wolfram Britz über die Besonderheiten des Lebens in der Grenzregion ausgetauscht. Besonders beeindruckte sie der unkomplizierte Übergang zwischen Deutschland und Frankreich.
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red/hug
Kehl
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Oberbürgermeister Wolfram Britz und Wirtschaftsförderer Christoph Hodapp (hintere Reihe, dritter und vierter von links) empfingen die Studenten der Universität Toyo in Begleitung der Fakultätsdekanin Chieko Nakabasami (rechts) und von Junko Tokue der Agentur J-education (links) im Bürgersaal.

Oberbürgermeister Wolfram Britz und Wirtschaftsförderer Christoph Hodapp (hintere Reihe, dritter und vierter von links) empfingen die Studenten der Universität Toyo in Begleitung der Fakultätsdekanin Chieko Nakabasami (rechts) und von Junko Tokue der Agentur J-education (links) im Bürgersaal.

Stadt Kehl/Gabriele Dasch
  • Studierende aus Tokyo besuchen Kehl und erleben die offene Grenze zu Frankreich.
  • Oberbürgermeister Wolfram Britz erklärt den grenzgeprägten Alltag und den Nutzen für Kehl.
  • Vorteile: Einkauf durch Franzosen, Übernachtungen auch von EU-Abgeordneten während Plenartagungen.
  • Die Tram verbindet Kehl und Straßburg – unter 18-Jährige fahren kostenlos.
  • Garten der zwei Ufer und Naherholung beeindruckten, Britz betont gemeinsame Region am Rhein.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Was für die Menschen in der Region am Oberrhein selbstverständlich ist, ist für Besucher aus Japan eine besondere Erfahrung: Ein Spaziergang über die Passerelle des Deux Rives genügt, um von Deutschland nach Frankreich zu gelangen.

Für elf Studenten des Fachs Internationaler Tourismus der Toyo Universität in Tokyo war dieser unkomplizierte Grenzübertritt eine eindrucksvolle Begegnung mit dem europäischen Gedanken, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Kehler Bürgersaal empfing Oberbürgermeister Wolfram Britz die Gruppe und gab Einblicke in das Leben in einer Stadt, deren Alltag stark von der Nähe zum französischen Nachbarn geprägt ist.

„Von Frankreich nach Deutschland – einfach so“, beschrieb Chieko Nakabasami, Dekanin der Fakultät International Tourism Management, die Erfahrung. Da Japan als Inselstaat keine Landgrenzen hat, sei ein solcher Übergang für die Studenten besonders ungewöhnlich. Zugleich bot der Besuch Gelegenheit, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und ihre Bedeutung für den Tourismus näher kennenzulernen.

Welche Vorteile die Grenzlage für Kehl mit sich bringt, machte Britz anhand verschiedener Beispiele deutlich. Viele Franzosen kämen zum Einkaufen in die deutsche Nachbarstadt. Auch im Übernachtungstourismus profitiere Kehl von seiner Lage unmittelbar gegenüber von Straßburg. Neben klassischen Urlaubsgästen übernachteten dort regelmäßig auch Abgeordnete des Europäischen Parlaments während der Plenartagungen in Straßburg.

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Eine zentrale Rolle für den Austausch spiele die grenzüberschreitende Tram. Jugendliche unter 18 Jahren aus Kehl und Straßburg könnten diese kostenlos nutzen und so unkompliziert die Nachbarstadt kennenlernen.

Besonders angetan waren die Studenten vom Garten der zwei Ufer. Britz betonte die Bedeutung der Grünflächen und verwies zudem auf die Nähe zum Schwarzwald und zu den Vogesen sowie das gut ausgebaute Radwegenetz. Auch als Wohnort sei Kehl beliebt: Rund 3000 Französinnen und Franzosen lebten in der Stadt, dazu zahlreiche deutsch-französische Paare und Familien. Was das Leben in der Grenzstadt besonders mache, sei vor allem die Verbindung zweier Kulturen und Städte, erklärte Britz. Die Bewohner könnten sowohl das französische Flair Straßburgs als auch die Natur und die Angebote der Region genießen. Für die japanischen Studenten wurde damit deutlich, dass die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich im Alltag weit weniger trennt, als sie verbindet.

Zum Abschluss brachte der Oberbürgermeister das besondere Verhältnis der beiden Nachbarstädte auf den Punkt: „Wir leben zwar an einer Landesgrenze, aber in ein und derselben Region – und in der Mitte fließt ein Fluss.“