Bahnverkehr stand still: Fahrdienstleiter in Gengenbach mit Kokain im Stellwerk erwischt

Den Fahrdienstleiter fand die Polizei im Stellwerk in Gengenbach.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa- Bahnverkehr in Gengenbach stand still, da ein Fahrdienstleiter nicht erreichbar war.
- Einsatzkräfte fanden ihn schlafend im Stellwerk – Türen waren verriegelt.
- Alkoholtest ergab 0,94 Promille, im Geldbeutel lagen zwei Konsumeinheiten Kokain.
- Es bestand Verdacht auf Gefährdung des Bahnverkehrs und illegalen Drogenbesitz.
- Ein Ersatz traf gegen 10.20 Uhr ein – Betrieb lief ab 10.30 Uhr wieder.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Bundespolizeiinspektion Offenburg wurde am Sonntag um 9:11 Uhr von der Notfallleitstelle alarmiert. Grund dafür war, dass ein Fahrdienstleiter in Gengenbach nicht erreichbar war, wodurch der Bahnverkehr bereits zum Erliegen gekommen war, informiert die Polizei in einer Mitteilung.
Da von einem medizinischen Notfall ausgegangen wurde, wurde zudem der Rettungsdienst alarmiert. Beim Eintreffen der Beamten waren die Türen des Stellwerks verriegelt. Durch die
Fenster konnten sie den Fahrdienstleiter sehen, der augenscheinlich bewusstlos in einem Bett lag.
Alkoholtest ergab 0,94 Promille
Auf Klopfen und die Warnsignale des Zugfunks reagierte der deutsche Staatsangehörige nicht. Deshalb wurde die Feuerwehr Gengenbach zur Türöffnung hinzugerufen. Nach wiederholtem lautem Klopfen öffnete der 29-Jährige die Tür. Er wurde zunächst durch den Rettungsdienst medizinisch erstversorgt.
Aufgrund seines Verhaltens und der aufgefundenen leeren Bierflaschen wurde ein Atemalkoholtest durchgeführt. Dieser ergab einen Wert von 0,94 Promille. In seinem Geldbeutel fanden die Beamten zwei Konsumeinheiten einer weißen Substanz, bei der es sich laut dem 29-Jährigen um Kokain handelte.
Es bestand der Verdacht der Gefährdung des Bahnverkehrs sowie des illegalen Besitzes von
Betäubungsmitteln, heißt es von der Polizei weiter. Die Staatsanwaltschaft Offenburg ordnete eine Blutentnahme an. Gegen 10.20 Uhr traf ein Ersatz für den Fahrdienstleiter ein, sodass der Bahnbetrieb gegen 10.30 Uhr wieder aufgenommen werden konnte.