Auszeichnung: Ortenau-Klinikum stärkt Versorgung nach einem Herzstillstand

Freuen sich über die Zertifizierung: Departmentmanagerin Barbara Gau (Mitte) mit Zertifikat, Chefarzt Philipp Diehl (Dritter von rechts) und Medizinischer Vorstand Peter Kraemer (Dritter von links) mit weiteren ärztlichen und pflegerischen Fachkräften des Kardiologie-Teams
Ortenau-Klinikum- Ortenau-Klinikum ist als „Cardiac-Arrest-Center“ zertifiziert – Spezialisierung bestätigt.
- Ziel ist eine qualitätsgesicherte Weiterbehandlung nach erfolgreicher Wiederbelebung.
- Behandlung erfordert enge Teamarbeit, Herzkatheterdiagnostik und intensivmedizinische Betreuung.
- Sofortige Herzdruckmassage durch Ersthelfer und Rettungsdienst erhöht Überlebenschancen.
- Rettungshubschrauber startete im April, das Zentrum ergänzt die Notfallversorgung in der Region.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Jährlich erleiden in Deutschland rund 70.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand. In einer solchen Situation zählt jede Minute: Eine sofortige Wiederbelebung kann die Überlebenschancen deutlich verbessern und das Risiko bleibender Hirnschäden verringern.
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommt es zunächst darauf an, dass Ersthelfer unverzüglich mit der Herzdruckmassage beginnen und der Rettungsdienst die Wiederbelebungsmaßnahmen fortsetzt. „Dass Laienhelfer und der Rettungsdienst unmittelbar mit der Herzdruckmassage beginnen, ist ausgesprochen wichtig“, sagt Philipp Diehl, Chefarzt des Departments Kardiologie, Pneumologie, Angiologie, Akutgeriatrie, Intensivmedizin und Thoraxchirurgie am Ortenau-Klinikum.
Viele Menschen seien inzwischen in Wiederbelebungsmaßnahmen geschult. Dennoch sei ein solcher Notfall für Ersthelfer eine Ausnahmesituation. Umso wichtiger sei es, im Ernstfall beherzt zu handeln und mit der Wiederbelebung zu beginnen.
Behandlung erfordert enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche
Nach der Erstversorgung komme es auf eine schnelle und gezielte Behandlung im Krankenhaus an. Dazu gehörten je nach medizinischem Befund unter anderem Untersuchungen und Eingriffe im Herzkatheterlabor sowie die intensivmedizinische Betreuung. „Die Behandlung nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche und eine Versorgung nach aktuellen medizinischen Standards“, so Diehl weiter.
Das Ortenau-Klinikum hat in diesem Jahr erfolgreich die Zertifizierung als „Cardiac-Arrest-Center“ erhalten. Damit wird die Spezialisierung auf die Versorgung von Patienten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand bestätigt, heißt es in der Pressemitteilung. Die Zertifizierung setze die Erfüllung definierter Anforderungen an die Strukturen und Abläufe der Behandlung voraus. Ziel sei es, Patienten nach einer erfolgreichen Wiederbelebung eine möglichst qualitätsgesicherte und auf ihre Situation abgestimmte Weiterbehandlung zu ermöglichen.
„Nachdem im April der Rettungshubschrauber in der Ortenau seinen Betrieb aufgenommen hat, ist das zertifizierte Cardiac-Arrest-Center ein weiterer wichtiger Baustein für die notfall- und intensivmedizinische Versorgung in unserer Region“, sagt Peter Kraemer, Medizinischer Vorstand des Ortenau-Klinikums. Beide Angebote könnten dazu beitragen, die Versorgung von Patienten in zeitkritischen Notfallsituationen weiter zu verbessern.
Über das Ortenau-Klinikum
Das Ortenau-Klinikum ist ein kommunaler Klinikverbund des Ortenaukreises und zählt zu den größten Gesundheitsversorgern in Baden-Württemberg. An mehreren Standorten versorgt es jährlich rund 64.800 Patienten stationär sowie mehr als194.000 ambulant. Mit dem Zukunftsprojekt „Ortenau 2030 – Zukunft Gesundheit” entstehen aktuell Klinikneubauten, Zentren für Gesundheit und neue, sektorenübergreifende Versorgungsstrukturen, die die Gesundheitsversorgung im Ortenaukreis nachhaltig sichern, heißt es.