Bewaldete Gebiete in der Ortenau: E-Werk kontrolliert drei Wochen lang Schäden an Stromleitungen mit dem Hubschrauber

Das E-Werk lässt mit einem Hubschrauber Schäden an Stromleitungen kontrollieren. (Symbolbild)
Silas Stein/dpa- E-Werke-Netze prüft vom 28. September bis 16. Oktober 20.000-Volt-Freileitungen per Helikopter.
- Geflogen werden vor allem bewaldete und blitz- sowie sturmgefährdete Strecken – aus nächster Nähe.
- Experten erkennen so Risse, morsche Masten und fehlende Vogelschutzabdeckungen und beheben sie.
- Neben Masten werden Leiterseile, Verbindungen und Isolatoren auch thermografisch geprüft.
- Drohnen sind laut Unternehmen keine Alternative, da Reichweite und Sichtkontakt begrenzen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die E-Werke-Netze setzen in der Zeit vom 28. September bis 16. Oktober einen Hubschrauber ein, um im kompletten Versorgungsgebiet die 20.000-Volt-Freileitungen aus nächster Nähe zu überprüfen. Dabei, teilt das Unternehmen mit, fliegt der Helikopter vorwiegend bewaldete Gebiete oder Strecken ab, die verstärkt durch Blitzschlag sowie Sturmschäden gefährdet sind.
Bereits seit Anfang der 1990er-Jahre kontrolliert der Stromversorger seine Leitungsstrecken im Abstand von vier Jahren aus der Luft. Hierzu nähert sich der Hubschrauber dem zu überprüfenden Objekt auf wenige Meter. Von dieser Position aus nehmen Experten mögliche Schäden in Augenschein und dokumentieren sie.
So könne man etwa Risse oder morsche Masten, aber auch fehlende Vogelschutzabdeckungen noch vor Eintritt einer Störung feststellen und unverzüglich beheben, erklärt Bernd Maier von E-Werk-Netze, und ergänzt: „Neben den Masten überprüfen wir Leiterseile, Verbindungsstellen und Isolatoren auf sichtbare oder thermografisch festgestellte Schwachstellen. Die Aufnahmen mit der Thermokamera belegen eindeutig, ob für uns Handlungsbedarf besteht.“
Normalerweise sollten durch den Einsatz des Helikopters keine Unannehmlichkeiten für Anwohner entstehen – wenn doch können sie sich unter Telefon 07821/2 804 41 melden.
„Für uns ist die Leitungsbefliegung mit dem Helikopter trotz Drohneneinsatz eine optimale Ergänzung. Die Flugzeit einer Drohne ist deutlich kürzer als mit dem Helikopter. Zudem muss die Drohne sich im Sichtfeld des Drohnenpiloten befinden, was in unserem weitläufigen, bergigen und bewaldeten Gebiet eine große Herausforderung ist“, führt Matthias Heck, Technischer Geschäftsführer von E-Werk-Netze, aus. Eine Kontrolle des kompletten Versorgungsgebiets per Drohne würde viel zu lange dauern.
