17 Millionen Euro, Fertigstellung Juli 2028
: Landratsamt feiert Richtfest für die neue Integrierte Leitstelle in Gengenbach

Anderthalb Jahre nach dem Spatenstich hat der Kreis Richtfest für die neue Integrierte Leitstelle gefeiert. Der Gebäudekomplex in Gengenbach ist die künftige zentrale Schaltstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz in der Ortenau.
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red/fx
Gengenbach
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Blick auf die neue Integrierte Leitstelle Ortenau in Gengenbach: Der Rohbau ist weitgehend fertiggestellt. In dem Gebäude werden künftig die Leitstelle sowie das Amt für Brand- und Katastrophenschutz unter einem Dach zusammenarbeiten.

Blick auf die neue Integrierte Leitstelle Ortenau in Gengenbach: Der Rohbau ist weitgehend fertiggestellt. In dem Gebäude werden künftig die Leitstelle sowie das Amt für Brand- und Katastrophenschutz unter einem Dach zusammenarbeiten.

Landratsamt Ortenaukreis
  • Richtfest für neue Integrierte Leitstelle in Gengenbach, Rohbau weitgehend fertiggestellt.
  • Die Leitstelle bündelt Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz unter einem Dach.
  • Investition: 27 Millionen Euro – jährlich etwa 200.000 Notrufe werden dort koordiniert.
  • Bis Ende 2027 zieht das Amt für Brand- und Katastrophenschutz ein, Betrieb ab Ende Juli 2028.
  • Neubau barrierefrei und Effizienzhaus-40-Standard, moderne Arbeits- und Rückzugsräume geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Die Sicherheit der Menschen gehört zu unseren elementaren Aufgaben. Wer in einer Notlage die 112 wählt, muss sich darauf verlassen können, dass Hilfe schnell, verlässlich und gut koordiniert ankommt“, sagte Landrat Thorsten Erny bei seiner Ansprache.

„Mit 27 Millionen Euro investieren wir in eine In­frastruktur, die im Ernstfall funktionieren muss. Die neue Leitstelle wird das Herzstück für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz und schafft die Voraussetzungen dafür, dass wir auch in den kommenden Jahrzehnten handlungsfähig bleiben.“

In der neuen Integrierten Leitstelle (ILS) werden künftig rund um die Uhr jährlich etwa 200.000 Anrufe entgegengenommen und die Einsätze von Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Hilfsorganisationen koordiniert. Der bisherige Standort in Offenburg ist angesichts steigender Einsatzzahlen und wachsender technischer Anforderungen räumlich und technisch an seinen Grenzen.

Neubau mit vier Vollgeschossen und einen Untergeschoss

In Gengenbach werden die Leitstelle und das bisher räumlich getrennte Amt für Brand- und Katastrophenschutz des Ortenaukreises dann unter einem Dach arbeiten. Auch für den Führungsstab des Ortenaukreises entstehen dauerhaft ausgestattete Arbeitsplätze. Bei größeren Schadenslagen, Krisen oder Katastrophen sollen damit die beteiligten Stellen unmittelbar zusammenarbeiten und Entscheidungen schneller abgestimmt werden können.

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Auf dem 2087 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein Neubau mit vier Vollgeschossen und einem Untergeschoss sowie rund 3041 Quadratmetern Bruttogrundfläche. Das Gebäude wird barrierefrei geplant und soll den Effizienzhaus-40-Standard erfüllen. Neben moderner Technik entstehen auch zeitgemäße Arbeits- und Rückzugsräume für die Beschäftigten, die in der Leitstelle rund um die Uhr im Einsatz sind.

Mit dem Richtfest ist der Rohbau weitgehend abgeschlossen. In den kommenden Monaten folgen Arbeiten an Dach, Fassade und Fenstern sowie der Innen- und Technikausbau. Bis Ende 2027 soll das Gebäude so weit fertiggestellt sein, dass das Amt für Brand- und Katastrophenschutz einziehen kann.

Freude beim Richtfest: Landrat Thorsten Erny (Zweiter von rechts) mit Simon Rosenberger (von links), Thomas Wahl und Volker Lüdke von Moser Bau.

Freude beim Richtfest: Landrat Thorsten Erny (Zweiter von rechts) mit Simon Rosenberger (von links), Thomas Wahl und Volker Lüdke von Moser Bau

Landratsamt Ortenaukreis

Anschließend wird die eigentliche Leitstellentechnik eingebaut und in einem umfangreichen Probebetrieb getestet. Nach aktuellem Zeitplan soll die neue Leitstelle Ende Juli 2028 ihren Betrieb aufnehmen. Erny dankte den Handwerkern, Planungsbüros und beteiligten Unternehmen sowie dem Gebäudemanagement des Ortenaukreises.

Sein Dank galt zudem dem langjährigen Kooperationspartner, dem DRK Rettungsdienst Ortenau, den Feuerwehren und den Organisationen des Katastrophenschutzes sowie den politischen Gremien des Ortenaukreises und der Stadt Gengenbach.

Ende Juli 2028 soll Leitstelle ihren Betrieb aufnehmen

„Ein Gebäude allein schafft noch keine Sicherheit“, betonte Erny. „Entscheidend sind die Menschen, die darin auch in schwierigen Situationen ruhig bleiben, die richtigen Entscheidungen treffen und dafür sorgen, dass Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Ihnen schaffen wir mit diesem Neubau die Bedingungen, die ihrer verantwortungsvollen Arbeit gerecht werden.“

Den traditionellen Richtspruch sprachen Mitarbeiter des für den Rohbau verantwortlichen Bauunternehmens Moser aus Freiburg.

So arbeitet eine ILS

Notrufe annehmen: Mitarbeiter (Disponenten) nehmen Anrufe unter der 112 entgegen und fragen Wichtiges ab: Wo ist was passiert

Einsatzkräfte alarmieren: Die Disponenten schicken genau die Fahrzeuge los, die am schnellsten helfen können, etwa einen Rettungswagen, einen Notarzt oder die Feuerwehr.

Telefonische Hilfe leisten: Die ILS-Mitarbeiter geben dem Anrufer am Telefon oft schon erste Anweisungen für lebensrettende Maßnahmen, bis der Rettungsdienst da ist.

Einsätze steuern: Die Disponenten koordinieren die laufenden Einsätze, halten den Kontakt zu den Helfern vor Ort und fordern bei Bedarf weitere Unterstützung an.