Weiberfasnet in Beffendorf: Kreuzfahrt statt Haferschleim

Diese Kreuzfahrt konnte ganz ohne schlechtes Gewissen wegen der Folgen für die Umwelt genossen werden.
SternNach strengen Sicherheitsvorkehrungen durften die weiblichen Passagiere mit ihrer Bordkarte endlich auf dem AIDA-Traumschiff einchecken zur All-inclusive-Kreuzfahrt unter dem Motto „Wir reisen um die Welt und bleiben, wo es uns gefällt.“
Der Kapitän begrüßte die Passagiere. Es folgten sofort die Sicherheitsübungen für den Notfall, wobei die Besatzung in Schlauchboote gehievt wurde.
Erster Stopp: Japan
Zum ersten Landgang legte die AIDA in Japan an. Eine Geisha demonstrierte die landesüblichen Gepflogenheiten. Was ihre Handbewegungen bedeuten, musste von den Gästen im Saal erraten werden. Mit Kaffee und Kuchen stärkte man sich bis zur nächsten Anlegestelle in Spanien. Nach einem Flamenco animierte eine Spanierin die Frauen zum Tanzkurs auf das Musikstück „Valencia“.
Männer und Missverständnisse
Zwischen den Programmpunkten wurde immer wieder gesungen und geschunkelt. Emma und Thea unterhielten sich an Deck über ihre Männer und Missverständnisse im Alltag.
So erzählte Thea Emma, dass sie noch vor der Kreuzfahrt beim „Hoffmeyer“ einkaufen war. Sie wollte das kleine Schwarze im Schaufenster probieren. „Sagt die Verkäuferin zu mir: Wir haben auch Kabinen zum Anprobieren.“ Emma war derweil besorgt über die Sicherheit zu Hause. Wie gut, dass ihr Mann alle Kontoauszüge an die Haustüre geklebt habe. Da komme kein Einbrecher auf dumme Ideen.
Thea ärgerte sich mal wieder über ihre vermeintlich bessere Hälfte. Warum die meisten Eheauflösungen im Urlaub stattfänden? Weil da die Koffer schon gepackt seien.
Was du heute kannst entkorken...
Beide Frauen gingen vor Ende der Kreuzfahrt noch an die Bar. Auf die Frage des Barkeepers – „Was darf ich ihnen anbieten? Weißwein, Rotwein, Bier, Aperol oder Whiskey?“ – hieß es: „Ja, bitte genau in dieser Reihenfolge. Denn was du heute kannst entkorken, das verschiebe nicht auf morgen“.
Abends im Casino konnten die Damen am Roulettetisch ihr Glück versuchen. Als Hauptpreis erhielten sie sofort 40-Euro-Scheine ausgehändigt die sich aber als Falschgeld herausstellten.
Wilder Westen
Gespannt warteten die Gäste am anderen Morgen auf den Besuch in den USA. Eine Gruppe aus dem Wilden Westen ließ ihr Lasso kreisen und tanzte zu „Komm, hol das Lasso raus“. Als Überraschungsgast wurde sogar Heino verpflichtet – mit seiner Indianerin „rote Feder, schwarzes Haar“.
Auch eine große Schantlegruppe machte ihre Aufwartung mit lustigen Ortsbegebenheiten – unterstützt durch künstlerische Darstellungen auf der Leinwand.
Wunderkerzen auf den Torten
Anschließend machte eine Finanzexpertin auf dem Schiff folgende Rechnung auf: „Für mich aus finanzieller Sicht, ist eine Kreuzfahrt praktisch Pflicht. Ein gutes Frühstück, feine Speisen, so lässt es sich wunderbar verreisen. Die Reiseziele auszusuchen, kannst Eismeer, Japan, Spanien buchen. Auch steht ein Doktor stets bereit – auf eine wirklich kurze Zeit. Drum merke dir: AIDA oder Altersheim, fünf Gänge oder Haferschleim?“.
Zum Abschluss verabschiedeten sich der Kapitän mit seiner Besatzung mit obligatorischem Dinnermarsch mit Wunderkerzen auf den Torten.