Waffenhersteller in Oberndorf: Heckler und Koch auf Einkaufstour

Der Oberndorfer Rüstungskonzern Heckler & Koch ist auf Expansionskurs. (Symbolbild)
Murat/dpaHeckler & Koch baut seine industriellen Kapazitäten am Standort Oberndorf weiter aus und übernimmt zum 1. Mai 2026 die Oberndorfer Präzisions-Werk GmbH (OPW). Mit dem Erwerb sichere sich das Unternehmen zusätzliche Fertigungskapazitäten sowie strategisch wichtige Kompetenzen in der Hochpräzisionsfertigung, teilt der Waffenhersteller mit.
Mit der Integration von OPW stärkt Heckler & Koch gezielt seine Lieferkette und erhöht die Resilienz der eigenen Produktion. Gleichzeitig wird die Beschäftigung der rund 40 Mitarbeiter am Standort Oberndorf langfristig gesichert.
Bereits Ende 2024 hatte HK, ebenfalls in Oberndorf, einen Spezialisten für Galvanik und Oberflächenbehandlung übernommen – eine Schlüsselfähigkeit bei der Rohrfertigung.
Der Erwerb der OPW umfasst ein etabliertes Unternehmen mit ausgewiesener Expertise in der präzisen Metallbearbeitung. Diese Fähigkeiten ergänzen die bestehende industrielle Basis von Heckler & Koch und tragen dazu bei, die steigenden Anforderungen an Qualität, Skalierbarkeit und Lieferfähigkeit weiterhin zuverlässig zu erfüllen.
Lieferfähigkeit im Visier
Finanzvorstand Andreas Schnautz erklärt: „Wir investieren gezielt in unsere industrielle Basis und bauen unsere Kapazitäten konsequent weiter aus. Die Integration von OPW stärkt unsere Wertschöpfungstiefe, sichert kritische Fertigungsschritte und macht uns entlang der Lieferkette deutlich resilienter. So stellen wir sicher, dass wir auch bei weiter steigender Nachfrage jederzeit lieferfähig bleiben.“
Vertriebsvorstand Marco Geißinger ergänzt: „Unsere Kunden erwarten höchste Präzision und absolute Verlässlichkeit. Die zusätzlichen Fähigkeiten in der Hochpräzisionsfertigung ermöglichen es uns, diese Anforderungen noch besser zu erfüllen und unsere industrielle Leistungsfähigkeit weiter zu steigern.“
Der Kaufpreis liegt im mittleren einstelligen Millionenbereich. Über weitere Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Mit dem Erwerb setzt Heckler & Koch seine Strategie fort, durch gezielte Investitionen und die Integration spezialisierter Unternehmen die eigene technologische Kompetenz und Lieferfähigkeit nachhaltig auszubauen.