Waffenhersteller aus Oberndorf: Bundeswehr wechselt Pistole – Auftrag entgeht Heckler & Koch

Die P 8 von Heckler&Koch wird bei der Bundeswehr abgelöst.
Philipp Schulze/picture alliance/dpaEine moderne Striker-Fire-Dienstpistole, eine Variante der CZ „P-10 C OR“ unter der Bezeichnung P 13, soll die P 8 ablösen. Das berichtet das Fachportal hartpunkt.de. Der Zuschlag ging demnach an die POL-TEC GmbH & Co. KG aus Fürth, einen Vertriebspartner des tschechischen Herstellers Česká zbrojovka.
Die P 13 werde für Kaliber 9 x 19 Millimeter gefertigt, sei für die Nutzung optischer Visiere vorbereitet und fasse 15 Schuss, heißt es.
Anfang November 2024 habe der Wettbewerb für einen über sieben Jahre reichenden Rahmenvertrag für die Herstellung und Lieferung der „Pistole querschnittlich“ begonnen, schreibt hartpunkt.de.
Rund 200 000 Pistolen
Gut unterrichteten Kreisen zufolge sei mit POL-TEC eine Rahmenvereinbarung über die Lieferung von bis zu 203 000 Pistolen des Typs P13 im Gesamtvolumen von bis zu 56 Millionen Euro geschlossen worden sein, berichtet hartpunkt.de. In einem ersten Schritt sei jedoch nur die Lieferung von 65 000 Pistolen samt Zubehör sowie weiteren Leistungen im Gegenwert von etwa 19 Millionen Euro beauftragt worden.
Bei der internationalen Ausschreibung war der Oberndorfer Hersteller Heckler&Koch offenbar aufgrund des Preises frühzeitig ausgeschieden.