Vortrag in Schiltach
: Nachhaltiger Konsum jenseits des Supermarkts

Zum Thema „Direct Trade – Einkaufen (fast) ohne Supermarkt“ referierte Frank Herrmann im Schiltacher Adlersaal.
Von
(red/pm)
Oberndorf
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Der Referent Frank Herrmann stellt mehrere Optionen des Direktbezugs von Gütern da.

Stadt Schiltach

Der Vortrag war eine Kooperation der Fairtrade Stadt Schiltach, VHS Schiltach/Schenkenzell und dem Weltladen Schiltach.

Referent Frank Herrmann zeigte eindrucksvoll, wie nachhaltiger und fairer Konsum heute auch jenseits großer Handelsketten möglich ist.

Im Mittelpunkt stand die Idee des Direkthandels, bei den Konsumenten Produkte direkt von den Erzeugern beziehen – fair, transparent und oft mit persönlichem Bezug. Dabei wurden verschiedene Initiativen und Organisationen vorgestellt, die auf ganz unterschiedliche Weise zeigen sollten, dass sozial gerechter Handel funktioniert.

Direct Trade gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung, vor allem im Norden. Ziel des Ansatzes ist es, Lebensmittel und Produkte möglichst direkt vom Erzeuger zu beziehen, fair und transparent. Foodcoops, das heißt Lebensmitteleinkaufsgemeinschaften und Solidarische Landwirtschaften ermöglichen es Menschen, regionale Produkte gemeinsam einzukaufen oder direkt von Höfen zu beziehen. Hofläden, Hofautomaten und Wochenmärkte bieten frische, saisonale Produkte ohne Umwege über große Handelsketten. Unverpackt-Läden und Urban Gardening-Initiativen fördern zusätzlich einen nachhaltigen Lebensstil, reduzieren Verpackungsmüll und bringen die Gemeinschaft zusammen. So entsteht der Mitteilung nach ein fairer, lokaler Handel, der Umwelt, Produzenten und Konsumenten gleichermaßen zugutekommt. Der Vortrag machte deutlich: Wer bewusst einkauft, kann nicht nur gesünder leben, sondern auch zu mehr sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit beitragen.

Vorstellung von Crowdfarming

Herrmann stellte außerdem Crowdfarming vor. Bei diesem Landwirtschaftsmodell arbeiten Verbraucher mit Landwirten zusammen und „adoptieren“ einen Baum oder ein Tier und erhalten später die Ernte oder Produkte daraus. So werden Zwischenhändler vermieden, Landwirte fair bezahlt und nachhaltige Anbaumethoden gefördert. Zudem stellte Herrmann mehrere ausländische Projekte vor. Er empfahl das Projekt „NoCap“ in Süditalien im Bereich der Tomatenernte, Sos Rosarno für faire Orangen aus Kalabrien, die LeGalline Felici als Solidarische Landwirtschaft aus Sizilien mit Hühnern und das italienische Sozialunternehmen Libera Terra, das konfiszierten Mafiabesitz zu Bio-Bauernhöfen umwandelt.

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