Tour des Schwarzwaldvereins: So mystisch war die Wanderung um Kaltbrunn

An der Burgfelsenkapelle war ein Halt.
Karl-Heinz Koch15 Wanderer folgten bei der Halbtagstour Wanderführer Martin Janetzko auf seiner Heimattour rings um Kaltbrunn.
Von der Friedhofskapelle im Tal mussten laut Mitteilung zunächst einige Höhenmeter bis zur Burgfelsenkapelle zurückgelegt werden, wo der Wanderführer einen historischen Rückblick auf die früheren fürstlichen Eigentümer und den Bergbaubetrieb im 18. und 19. Jahrhundert gab. Weitläufige Blicke auf die gegenüberliegenden Berge, die schönen Täler von Kaltbrunn und Wittichen und die friedlich grasenden Rinder auf den Wiesen an den Berghängen nutzten die Wanderer gerne für eine Rast.
Gut erhaltene Grenzsteine
Nach einem Wechsel auf die andere Talseite führte der Wanderführer die Gruppe bergan auf den Grenzweg. Der schmale dunkle Waldpfad mit vermoosten Bäumen hat einen mystischen Charakter. Die dort noch zahlreichen, gut erhaltenen Grenzsteine sind stumme Zeugen der politischen Auseinandersetzungen des vorvergangenen Jahrhunderts zwischen dem Großherzogtum Baden und dem Königreich Württemberg.
Auf dem Weiterweg gelangte die Gruppe zu einem früher oft genutzten Versammlungspunkt „Frau Datsch“ – einem außergewöhnlichen urigen Baum –, wo eine Wanderin die Gruppe mit einem Eierlikör überraschte. Über eine hoch gelegene Weidefläche kamen die Wanderer dann zur Streuobstwiese „Emle“ mit Hinweistafeln über Flora und Fauna.
Angeregte Unterhaltung
Auf der restlichen Etappe durch ein Waldgebiet mit einem steilen Abstieg erreichten die Wanderer bald wieder den Ausgangspunkt am Martinshof. Eine Einkehr mit einem Vesper und angeregter Unterhaltung gehört schon zum festen Ritual jeder Wanderung des Schwarzwaldvereins.