Spendenaktion: 21-jähriger Altoberndorfer kämpft sich nach E-Scooter-Unfall ins Leben zurück

Unverhoffte Hilfe kommt von der Dame, die den Wohnwagen der Familie gekauft hat.
Screenshot Gofundme- 21-jähriger stürzte am 29. April 2026 mit E-Scooter und erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen.
- Er lag 21 Tage im Koma und ist nun in einem Rehazentrum an der Schweizer Grenze.
- Steven ist ansprechbar, kann aber wegen Beatmung nicht sprechen – er lernt Alltägliches neu.
- Familie kämpft mit Alltag und Kosten, tägliche Fahrten und mögliche Umbauten belasten.
- Bekannte startete GoFundMe: über 23.000 Euro von 489 Spendern – große Hilfsbereitschaft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der 29. April 2026 war der Tag, der das Leben der Familie Ernst aus Altoberndorf für immer verändern sollte. Der 21-jährige Steven und seine Schwester waren an jenem Nachmittag mit dem E-Scooter unterwegs. Als sie gegen 17.30 Uhr die gewundene Straße von der Altoberndorfer Kreuzbergkapelle talwärts fuhren, geschah es: Vermutlich aufgrund eines Schlaglochs stürzte Steven auf die Straße und zog sich dabei lebensgefährliche Kopfverletzungen zu.
Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in eine Klinik, wo er notoperiert wurde. Sein Gehirn war infolge des Aufpralls stark angeschwollen, ein Shunt wurde eingesetzt, wie seine Mutter Diana erzählt. Dann begann für die Familie eine Zeit des bangenden Wartens: Steven lag 21 Tage im Koma.
Mittlerweile befindet sich der Altoberndorfer, der wenige Wochen vor dem Unfall einen neuen Job begonnen hatte, in einem spezialisierten Rehazentrum an der Schweizer Grenze. Dort kämpft er sich Tag für Tag ein kleines Stück zurück ins Leben. Steven sei ansprechbar und verstehe alles, erzählt seine Mutter. Sprechen könne er wegen einer Beatmungsvorrichtung derzeit noch nicht. Und vieles, was für die meisten Menschen selbstverständlich ist, muss er nun mühsam wieder erlernen.
Steven absolviert täglich seine Übungen. Mittlerweile könne er schon im Rollstuhl sitzen und Mus zu sich nehmen. In der Rehaklinik werde tolle Arbeit geleistet, sagt Diana Ernst. Die Therapeuten und Ärzte wirkten teilweise selbst überrascht, wie gut Steven manches bereits gelinge. Doch wie weit Stevens Genesung gehen wird, könne derzeit niemand sagen: Ob er alle Funktionen zurückerlangen wird, und wann er die Rehaklinik verlassen kann, steht noch in den Sternen.
Die Zukunft ist ungewiss
Für seine Familie ist diese Ungewissheit schwer. Diana Ernst fährt täglich zu ihrem Sohn ins Rehazentrum. Ihr Mann, Stevens Vater Paul, begleitet sie, wann immer es seine Arbeit zulässt. Noch ist diese tägliche Fahrt irgendwie zu stemmen. Mit Beginn der Schule wird das schwieriger: Steven hat jüngere Geschwister, um die sich die Eltern ebenfalls kümmern müssen.
Gleichzeitig wachsen die finanziellen Sorgen: Allein die Spritkosten reißen ein Loch in die Familienkasse. Und auch mit Blick auf die Zukunft bleiben viele Fragen offen. Je nachdem, wie Steven sich weiter erholt, könnten am Haus umfangreiche Umbaumaßnahmen notwendig werden. Auch Hilfsmittel, die gegebenenfalls nicht vollständig von der Krankenkasse übernommen werden, könnten hinzukommen.
Wohnwagen-Käuferin lässt das Schicksal nicht los
Umso dankbarer sind die Ernsts Martina Adam-Karle, die eine Spendenaktion für die Familie ins Leben gerufen hat. Kennengelernt hatte sie die Altoberndorfer durch einen Zufall – als die Altoberndorfer ihren Wohnwagen verkauften. Im Gespräch erfuhr sie von den traurigen Umständen, die den Verkauf nötig machten, und von dem Schicksalsschlag, der das Leben der Familie innerhalb weniger Sekunden verändert hatte. Seitdem stand die Frau aus Muggensturm im Kreis Rastatt regelmäßig mit den Altoberndorfern in Kontakt.
Und Stevens Schicksal ließ sie nicht mehr los. Deshalb startete sie auf „GoFundMe“ eine Spendenaktion. „Viele Hilfsmittel, die Steven bald benötigen wird, sind nicht durch die Krankenkasse abgedeckt. Die Eltern werden sehr bald in eine Schieflage geraten, wenn sie die vielen anfallenden Kosten selbst tragen müssen“, schreibt sie darin.
Und erklärt ihre Motivation so: „Mich berührt das sehr, meine Gedanken sind oft bei ihnen.“ Wie die Familie diese schlimme Zeit meistere, wie sie zusammenhalte und sich um Steven kümmere, sei unbeschreiblich. „Ich will einfach nicht unversucht lassen, hier über das Portal das Leid dieser liebenswerten Familie etwas zu lindern“, schreibt Adam-Karle. Sie hoffe deshalb, dass die Spenden der Familie durch diese schwere Zeit helfen und zumindest die finanziellen Sorgen ein Stück weit nehmen können.
Große Welle der Hilfsbereitschaft
Wie groß die Hilfsbereitschaft sein würde, hatte sie nicht erwartet. Die bisherige Resonanz auf den Aufruf ist riesig: Am Nachmittag des 2. September waren bereits mehr als 23.000 Euro von 489 Menschen gespendet worden. Martina Adam-Karle ist überwältigt von der Anteilnahme. Sie könne die Tränen der Überwältigung nicht zurückhalten, schreibt sie. Und: Sie warte sehnlichst auf den Tag, an dem sie Steven persönlich von der Hilfsbereitschaft so vieler Menschen erzählen könne.
Auch Diana Ernst kann kaum fassen, wie viele Menschen ihre Familie unterstützen. „Wir sind allen, die sich beteiligt haben, unglaublich dankbar“, sagt sie. Mit einer solchen Hilfe habe die Familie niemals gerechnet. Was Stevens Genesung betrifft, so hält die Familie weiter an der Hoffnung fest, dass der 21-Jährige weiter Fortschritte machen wird. „Wir vertrauen auf Gott“.
Wer für Familie Ernst aus Altoberndorf spenden möchte, der kann das hier tun.

