SPD in Sulz: Eigenbeteiligung bei der Pflege deckeln

Um „Pflege“ mit den unterschiedlichen Facetten ging es beim Besuch des SPD-Bundestagskandidaten Mirko Witkowski (links) im Angelika-Wössner-Stift in Sulz. Zusammen mit Klaus Schätzle (zweiter von links) und Karl Mutschler (hinten rechts) vom Ortsverein Sulz kam man mit Geschäftsleiter Raphael Kemmer vom Betreiber „Curage“, Andrea Locher und Edith Graf ins Gespräch.
WitkowskiDas Thema Pflege spielt bei vielen Menschen eine große Rolle. Bei einem Besuch im Angelika-Wössner-Stift in Sulz kam SPD-Bundestagskandidat Mirko Witkowski zusammen mit Klaus Schätzle und Karl Mutschler des SPD-Ortsvereins Sulz, mit Geschäftsführer Raphael Kemmer und Beschäftigten des Stifts ins Gespräch über drängende Themen in der Pflege.
Nahezu ein Rundum-Sorglos-Paket gibt es seit 2023 im Angelika-Wössner-Stift für pflegebedürftige Menschen in Sulz und Umgebung. Das Senioren Wohn- und Pflegezentrum bietet 125 Menschen im Alter ein neues Zuhause, sei es in der stationären Pflege, in der Tagespflege oder im betreuten Wohnen.
Konsequente Digitalisierung
Träger des Stifts ist die in Stuttgart ansässige Firma „Curage“. Diese betreibt das Seniorenzentrum. Geschäftsführer Raphael Kemmer informierte zusammen mit der Einrichtungsleiterin Andrea Locher und der Leitung im Bereich Service Wohnen Edith Graf über die aktuelle Situation im Stift.
Der Fachkräftemangel sei ein großes Thema in allen Pflegeeinrichtungen, so Kemmer. Am Beispiel Sulz zeigte er auf, dass es der Einrichtung durch das durchdachte Konzept, die neuen Räumlichkeiten und durch eine konsequente Digitalisierung noch gut gelingen würde, Fachkräfte zu gewinnen.
Beschleunigte Verfahren
Auch habe die Einrichtung gute Erfahrungen gemacht mit Pflegepersonal aus dem Ausland, im Schwerpunkt von den Philippinen. Das Anerkennungsverfahren sei jedoch eine große Hürde, berichtete Kemmer ausführlich.
SPD-Bundestagskandidat Witkowski war sich schnell einig mit der Geschäftsleitung. „Es kann nicht sein, dass man als Pflegeeinrichtung monatelang darauf warten muss, dass die ausländischen Fachkräfte auch tatsächlich im entsprechenden Pflegeberuf arbeiten dürfen. Hier brauchen wir dringend eine Beschleunigung der Verfahren“, so Witkowski.
KI auch in der Pflege
Auch im Bereich der Dokumentationspflicht sah Witkowski die Notwendigkeit, die Dokumentation auf die wirklich benötigten Informationen zu reduzieren.
Ins Gespräch kam man auch über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Pflege. Nach Aussage von Andrea Locher und Edith Graf könne man die KI zwar in der Auswertung von Daten einsetzen, nicht aber in der eigentlichen Beobachtung der zu Pflegenden.
Grenze bei 1000 Euro pro Monat
Auch sei es sicher möglich, Roboter stärker in pflegerische Tätigkeiten einzubinden. Dennoch sei es für die Menschen in der Einrichtung viel wichtiger, persönliche und direkte Ansprache und ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte zu erfahren.
Zum Abschluss ging es beim Treffen um das Thema Kosten für die Angehörigen. Für Witkowski war klar, dass man den monatlichen Gesamtbetrag für Angehörige auf 1000 Euro deckeln sollte.