Schwarzwaldverein Schiltach: Bei einem Ausflug die Kultur und Natur genossen

Die Wandergruppe war aufgrund der schlechten Wetterprognose recht klein.
Karl-Heinz KochEs lag wohl an der Wettervorhersage mit ergiebigem Regen, dass nur wenige Mitglieder des Schwarzwaldvereins Schiltach/Schenkenzell dem Aufruf zum Bundesdeutschen Wandertag folgten.
Auf dem Programm stand die zertifizierte Paradiestour zur Burgruine Albeck in Sulz.
Drohend zogen beim Start zwar einige Gewitterwolken vorbei, die Regenschleusen blieben jedoch geschlossen und so konnten die Regenschirme im Rucksack bleiben.
Museum „Römerkeller“
Nach einem Anstieg hoch über die Stadt Sulz erwartete den Wanderer das sehenswerte Museum „Römerkeller“ mit dem Römerbrunnen.
Bereits sehr früh verfiel das ehemalige Kastell und heute erinnert nur noch eine Infotafel an die Römersiedlung. Schmale Pfade am steil abfallenden Bergrücken führen nordwärts Richtung Weilertal. An einigen abschüssigen Stellen hinunter ins Tal war Vorsicht auf den rutschigen Steinen und Wurzeln angesagt.
Als das Weilertal im Naturschutzgebiet Albeck in seiner Naturbelassenheit mit Urwaldcharakter erreicht war, lösten sich zunehmend die Wolken auf.
Riesige Mammutbäume
Im hinteren Teil des Tales boten die Wiesen und Wacholdersträucher einen angenehmen Kontrast zu den urigen Wäldern und auf breiteren Wegen durch den Stumpenwald war bald eine Gruppe riesiger Mammutbäume erreicht.
Mit einem Alter von 150 Jahren waren sie eher noch im jugendlichen Alter, erreichten aber bereits eine stattliche Höhe von 45 Meter. In ihrem Stammgebiet in Nordamerika erreichen diese mächtigsten Bäume der Welt eine Höhe von 100 Meter und werden mehr als 3000 Jahre alt. Bald erreichte die Gruppe das nächste Highlight der Tour: die beeindruckende Burgruine Albeck. Sie gilt als eine der schönsten Burgruinen des oberen Neckarraums und bietet einen herrlichen Blick über die Stadt und das Neckartal. Die als Stammburg der Grafen von Sulz erbaute Burg gelangte in den folgenden Jahrhunderten an wechselnde Besitzer und wurde 1688 durch französische Truppen zerstört.
Ein angenehmer Serpentinpfad mit zahlreichen Infotafeln über die Burg und ihre Geschichte leitete die Wanderer an den Ausgangspunkt der Tour zurück und wieder in Schiltach angekommen, sollte noch ein Abschluss im hiesigen Restaurant die schöne Tour abrunden.