Religion in Oberndorf: Was Fronleichnam für die Menschen bedeutet

Auftakt in der Kirche vor dem Blumenteppich mit dem Jahresthema der Seelsorgeeinheit Oberndorf.
Holzer-RohrerUnter dem Jahresthema „Siehe, ich mache alles neu!“ feierten die Gemeinden der Seelsorgeeinheit Oberndorf das Hochfest Fronleichnam.
Das Motiv der Osterkerze im bunten Blumenteppich wurde in Bochingen ergänzt durch ein Brot und eine Rose das Brot, als Symbol der bleibenden Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie und die Rose als Sinnbild dessen, was alles aufblühen kann, wenn man sich auf Gemeinschaft und neue Wege einlässt.

Die Prozession zieht durch den Ort.
Foto: Holzer-RohrerDazu aber müsse man über den eigenen Tellerrand hinausblicken, so wie das Fronleichnamsfest über den Tellerrand des Abendmahls hinausschaue, indem das eucharistische Brot in der Monstranz aus der Kirche hinaus in den Ort hinein und in die Gemeinschaft der Menschen getragen werde, sagte Pfarrer Rudolf Deiß in seiner Ansprache. Zeugnis geben von diesem Brot des Lebens, bedeute, sich auf neue Wege einzulassen, sie auch in schwierigen Zeiten zu gehen.
Wo Brot geteilt werde, da werde Leben in Liebe geteilt – diese Aussage nahm der zweite Blütenteppich auf, der die Liebe als verbindendes Element einer jeden Gemeinschaft in der Darstellung eines Herzens ausdrückte.
Die Welt in ihrer Schönheit, Lebendigkeit und Vielfältigkeit, mit all ihren Schätzen entdecken, dazu rief der dritte, von den Kindern gestaltete Blumenteppich auf. Sie hatten eine Schatzkiste hineingestellt und wollten auffordern, herauszufinden, was für jeden einzelnen wichtig ist, was genau sein persönlicher Schatz sein könnte als Anregung für neue Wege und neue Gedanken. Um der Botschaft noch Nachdruck zu verleihen, ließen sie bunte Luftballons in den Himmel steigen.
Der Bochinger Musikverein hatte den Auftakt in der Kirche begleitet und setzte auch während der Prozession sehr dynamische Zeichen. Auch die Fahnenabordnungen von Musikverein, Spielvereinigung und Turnverein unterstrichen die Buntheit der Gemeinschaft, die dann auch das schöne Miteinander beim anschließenden Gemeindefest genoss.