Oldtimer in Fluorn-Winzeln: Spektakuläre Flüge und gekonnte Landungen

Beeindruckende Modelle und Vorführungen sorgen für Staunen.
ModellflugvereinSeit bereits 14 Jahren veranstalten die Modellflieger des MFG Schwarzwald ihr so genanntes Warbird- beziehungsweise Oldtimertreffen. Kürzlich war es wieder soweit: Modellbauer und Modellflugpiloten trafen sich auf dem vereinseigenen Modellflugplatz zwischen Fluorn-Winzeln und Hochmössingen. Das Wetter war wechselhaft, und es wehte zeitweise ein strammer Wind. Dennoch wurden immer wieder spektakuläre Flüge und gekonnte Landungen vorgeführt.
Einige Vorführungen waren bereits am Boden und am Himmel genauso platziert, als würde man das Original sehen. Kein Wunder, auch zwei ehemalige Deutsche Meister im Scale-Modellflug waren hier mit ihren wertvollen Modellen dabei.
Wie ein Originalflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg
Meist sind diese sehr vorbildgetreuen Flugmodelle im Maßstab 1:4 nachgebaut, und einige davon sehen genauso aus wie ein Originalflugzeug, das im Zweiten Weltkrieg flog und zum Teil heute noch in flugfähigem Zustand ist.
Zu sehen waren sehr detailgetreue Modelle die nicht nur von außen, sondern auch im Cockpitbereich ziemlich genau nachgebaut wurden.

Zu sehen waren sehr detailgetreue Modelle.
Foto: ModellflugvereinDiese Warbirds (Kriegsflugzeuge) werden meist mit ein- oder mehrzylindrigen Motoren mit zum Teil mehr als 100 Kubikmetern Hubraum angetrieben.
Inzwischen gibt es auch vermehrt elektrisch angetriebene Modelle wie zum Beispiel eine nachgebildete Spitfire mit einem Fluggewicht von 14 Kilogramm, die mit Elektroantrieb kraftvolle Flüge zeigte.
Weiterhin waren noch zwei Modelle elektrisch angetrieben, eine Messerschmitt Me262 und eine zweimotorige Tigercat. Die leeren Flugakkus konnten anschließend ganz angenehm an der vereinseigenen Photovoltaik-Anlage wieder aufgeladen werden.
Gekonnte Flugvorführungen
Eine weitere Antriebsart, die Strahlturbine, wurde in einem „Düsenjäger“ mit gekonnten Flugvorführungen von einem Vereinsmitglied demonstriert. Dabei handelt es sich um eine Messerschmitt Me 163 Komet – mit Spitznamen „Kraftei“. Sie war ein deutscher Abfangjäger mit Raketenantrieb und war das schnellste Flugzeug der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.
Im Oktober 1941 überschritt sie mit 1003,67 Kilometern pro Stunde als erstes Flugzeug die 1000-Kilometer-pro-Stunde-Marke. Das Modell im Maßstab 1:3 hat ebenso beeindruckende Abmessungen wie Flugleistungen. Ausgerüstet mit einer Turbine von 25 Kilopond Schub ist die „163“ stark motorisiert und erreicht damit Geschwindigkeiten von mehr als 300 Kilometern pro Stunde.
Das Interessante bei diesen Modellen ist die zum Teil anspruchsvolle Technik, die eingesetzt wird. So wird es nie langweilig, denn es muss regelmäßig gewartet, geprüft und repariert werden. Das macht dieses Hobby sehr lehrreich.
Weitere Informationen gibt es unter www.mfg-schwarzwald.de