Neues vom Apfelgut in Sulz
: „Wir geben nicht auf“ – Fernsehköche Martina und Moritz geben Einblick

Eigentlich wollten die beliebten Fernsehköche Martina und Moritz ihr Apfelgut längst verkauft haben und es ruhiger angehen lassen. Stattdessen stecken sie inmitten jeder Menge Arbeit.
Von
Corinne Otto
Sulz-Hopfau
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Martina und Moritz haben immer noch was zu tun (Archiv-Foto).

Martina und Moritz auf der Terrasse ihres großen Apfelguts (Archiv-Foto)

Schneider
  • Martina Meuth und Moritz Neuner-Duttenhofer wollen ihr Apfelgut verkaufen, finden aber keinen Käufer.
  • Sie arbeiten weiter und sind mitten in der Apfel- und Birnenernte – die Natur fordere vollen Einsatz.
  • Das Gartenjahr fiel gemischt aus: Gurken versagten, Tomaten litten, Chilis und Paprika gediehen gut.
  • Vorräte sind gefüllt mit Gelees, Konfitüren sowie Pomme-Apéro und Pomme-Pure aus eigener Ernte.
  • Für 2027 planen sie Reisen als kulinarische Begleiter, das Anwesen wird über Sotheby’s angeboten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist ein beeindruckendes Anwesen, in dem Martina Meuth und Moritz „Bernd“ Neuner-Duttenhofer seit Jahrzehnten leben und wirken.

In der großen Küche sind viele Fernsehsendungen entstanden, die heute noch deutschlandweit über die Bildschirme flimmern und die Menschen begeistern, die dazugehörige Apfelplantage ist riesig, der Garten groß. Im Juni vergangenen Jahres wurde dann bekannt: Sie wollen das Apfelgut verkaufen. Denn das ist nicht nur wunderschön, sondern bedeutet auch viel Arbeit. Und das Alter, so ließen sie im Gespräch mit unserer Redaktion damals anklingen, fordert seinen Tribut. Sie sind, auch wenn man es ihnen nicht ansieht, 77 und 83 Jahre alt.

Doch wie sie jetzt berichten, hat sich mit dem Verkauf weiterhin noch nichts getan – auch wenn es durchaus Interessenten gebe. Und so machen sie weiter, arbeiten viel und stecken derzeit mitten in der herausfordernden Apfelernte.

Die Natur ist unerbittlich

„Wir geben nicht auf“, meinen sie in einem Schreiben an die Freunde des Apfelguts. „Die Natur ruht nicht, ist unerbittlich und fordert unseren ganzen Einsatz.“  Die Äpfel und Birnen beginnen zu fallen, die Kürbisse leuchten in orangener Pracht, die Einmach-Saison geht langsam zu Ende, berichten sie. „Die Schränke und Vorratskisten sind gut gefüllt und warten auf Bestellungen“, freuen sie sich.

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So war das Gartenjahr der Fernsehköche

Denn auf dem Apfelgut wachsen nicht nur die Äpfel – es wächst so ziemlich alles, was man sich auch nur vorstellen kann. Schließlich sind die Fernsehköche bekannt dafür, in ihren Rezepten viele Produkte aus eigener Herstellung zu verwenden.

Himbeeren, Mirabellen, Feigen, Gemüse aller Art – der Garten hat viel zu bieten. Auch wenn die Trockenheit sich in diesem Jahr deutlich bemerkbar macht, wie sie berichten.

Im Gemüsegarten, den sie dank eigener Quelle bewässern konnten, sei die Ernte unterschiedlich ausgefallen: Die Gurken ertrugen die trockene Hitze nicht, gingen reihenweise ein. „Es gab nicht ein einziges Gläschen Cornichons“, bedauern sie.

Und wer glaubt, es müsse ein gutes Tomatenjahr geworden sein, der irre. „Die Pflanzen gerieten früh in Stress, konnten nicht schnell genug ausreichend Wurzeln bilden, um sich gut versorgen zu können. Außerdem fielen die meisten Blüten unbefruchtet ab, weil die Pollen bei weit über 30 Grad verklebten. Nur all die verschiedenen Sorten von Chilis, Paprikas, Auberginen und Basilikum-Varianten sowie den Zwiebeln gefiel es prächtig.

Die Äpfel und Birnen wurden und werden nun  geerntet und verarbeitet – je nach Sorte  zu Gelee, Konfitüre und Pomme-Apéro und Pomme-Pure.

Als Ausgleich planen sie für 2027, wenn Plantage und Garten es wieder zulassen, weitere Reisen: als kulinarische Begleiter auf einer Schiffsreise von Köln in die Niederlande  und eine Bus-Reise in die Wachau und die angrenzenden Weinbaugebiete.

Derweil wartet das imposante Apfelgut – Gebäude und Plantage wurden allerdings angesichts der Dimensionen getrennt – auf einen neuen Besitzer, der das Anwesen einer weiteren, guten Nutzung zuführt. Das einstige „Rittergut Neunthausen“ aus dem Familienbesitz von Moritz wird sogar auf der Edel-Immobilien-Plattform Sotheby's angeboten. Als Landhaus „mit Geschichte und Charme“.