Neueröffnung in Schiltach: Dieses neue Geschäft kommt an den Marktplatz

Keevin Aroco (links) und Sven Hübner wagen am Marktplatz 13 in Schiltach den Schritt in den stationären Einzelhandel.
Niklas OrtmannDie Corona-Pandemie als Treiber des Einzelhandels? Was nach einem Widerspruch klingt, trifft zumindest in Schiltach ein Stück weit zu – denn ohne das Virus würde es das bald eröffnende Geschäft am Marktplatz wohl nicht geben.
Als sich die Republik von Lockdown zu Lockdown hangelte, machte Sven Hübner das, was viele Menschen zu dieser Zeit machten: Er nähte Masken. Die sollten aber nicht nur vor Viren schützen, sondern auch gut aussehen, weshalb sich Hübner eine kombinierte Näh- und Stickmaschine kaufte. „Die Masken haben den Leuten so gut gefallen, dass ich mir eine größere Maschine angeschafft habe“, erzählt Hübner. Doch dann schlug die Pandemie in ihrer Unberechenbarkeit zu: Stoffmasken waren plötzlich nicht mehr als Schutz zulässig.
Unter dem Namen „Mützenfritze“ haben sich Hübner und Partner Keevin Aroco in ihrem Wohnort Schenkenzell seither darauf spezialisiert, Caps und Mützen individuell zu besticken, die in einem Online-Shop und auch direkt an Vereine vertrieben werden. Auch Tassen, Schlüsselanhänger und Schwarzwaldartikel wie eine Quietscheente mit Bollenhut oder ein Bierdeckel-Memoryspiel bieten die beiden an.
Schiltach-Vesperbrett und -Flaschenöffner
Neu im Sortiment sind ein Schiltach-Schlüsselanhänger oder auch Vesperbrett und Flaschenöffner mit Schiltach-Laserung – Indizien für die anstehende Neueröffnung. Denn in ihr Geschäft wollen Hübner und Aroco neben Einheimischen auch Touristen locken, die dort Souvenirs der Flößerstadt kaufen können. Mit den Räumen im städtischen Gebäude Marktplatz 13 haben die beiden dafür den perfekten Standort gefunden, wie sie betonen.
Er sei über die Stadtnachrichten darauf aufmerksam geworden, dass die Stadt einen Mieter suche und habe es einfach mal probiert, sagt Hübner, der aus Schiltach stammt. Mit Erfolg: Hübner und Aroco wagen nun den Schritt in den stationären Einzelhandel. Auf den 50 Quadratmetern werden neben der Verkaufsfläche auch Maschinen unterkommen, wo die Produkte direkt vor Ort bedruckt und bestickt werden. So sind die beiden auch ein Ansprechpartner, was individuelle Geschenke angeht.
Wann die beiden ihr Geschäft eröffnen wollen
Spätestens am 1. November wollen Hübner und Aroco mit ihrem Geschäft starten. „Wir hoffen aber, dass wir zum Bauernmarkt am 19. Oktober eröffnen können“, kündigt Hübner an. Ob das klappt, hängt auch von den Handwerkern ab, die die Räume derzeit herrichten – Hübner zeigt sich aber zuversichtlich: „Im Moment sieht alles ganz gut aus.“