MVZ-Plan liegt auf Eis: Sorge wegen Ärztemangel – SPD startet Unterschriftenaktion

Der Ärztemangel und die drohende Unterversorgung treiben nicht nur die Patienten um. (Symbolfoto)
Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dp„Die SPD Oberndorf möchte in Anbetracht der Tatsache, dass sich der Kreis Rottweil aus dem Projekt MVZ-Genossenschaft zurückgezogen hat, nicht noch länger warten“, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Ball liege nun wieder direkt bei den Kommunen selbst, meint die Oberndorfer SPD.
Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg würde gerade Kommunen im ländlichen Raum bei der Einrichtung eines MVZ finanziell fördern. Der Anstoß dafür müsse dabei von der Kommune kommen, meint die SPD Oberndorf. Deshalb will sie die Bürger der Gesamtstadt über ihre eigene Einschätzung und Erfahrung mit der Versorgung durch Hausärzte (kassenärztlich) und Fachärzten, hier speziell Kinderärzte, befragen.
Die derzeitige Versorgung durch Hausärzte liege laut Statistik derzeit im Kreis noch bei 70 Prozent, Tendenz sinkend. Bei den Kinderärzten sei die Bilanz noch schlechter, nämlich mittlerweile bei 62,5 Prozent.
Stadt soll sich mit dem Thema befassen
Des Weiteren bittet sie die Bürger, sich an einer Unterschriftenaktion zu beteiligen. Ziel soll sein, dass sich die Stadt Oberndorf intensiv mit dem Thema Absicherung der der Gesundheitsversorgung durch Hausärzte (kassenärztlich) im Raum Oberndorf befasst. Dabei soll sie öffentlich darstellen, welche Lösung sie, alternativ zu einem genossenschaftlich organisiertem MVZ, anbietet.
„Die SPD ist von einer Lösung durch private Investoren nicht überzeugt, solange bei dieser Lösung nicht auch die Versorgung von Pflichtversicherten, also nicht nur Priavtversicherten, berücksichtig wird“, heißt es weiter in der Pressemitteilung. „Auch würden wir gerne erfahren, ob die Stadtverwaltung hierfür schon einen Zeitplan hat.“
Die SPD werde die Umfrage- und Unterschriftenaktion nach den Osterferien starten..