Insolvenzverfahren in Sulz
: Sülzle Gruppe kauft Gelände von Kitzlinger Haus

Nach 130 Jahren endete im Sommer eine Ära: Kitzlinger Haus aus Sulz stellte den Geschäftsbetrieb ein. Jetzt hat sich die Sülzle Gruppe das Grundstück und Immobilien gesichert.
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(jc/pm)
Oberndorf
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Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wurden Gebäude und Grundstücke des Unternehmens vermarktet.

Sülzle Gruppe

Die Firma Kitzlinger Haus war weit über die Region hinaus für den Bau ökologischer und energieeffizienter Häuser aus Holz bekannt. Das Unternehmen wurde bereits 1895 als eingetragener Zimmereibetrieb gegründet und hatte sich seither stetig weiterentwickelt. Im Februar dann der Paukenschlag: Insolvenz.

Als Gründe wurden damals unter anderem eine schwache Nachfrage und eine mangelnde Investitionsbereitschaft der Kunden nach Energiekrise, explodierende Kosten und hohen Bauzinsen angeführt. Der Versuch, das Vermögen zu sichern und zu erhalten, scheiterte. Die verbliebenen Aufträge sicherten die Beschäftigung bis zum Sommer.

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wurden Gebäude und Grundstücke des Unternehmens vermarktet. Jetzt meldet sich die Sülzle Gruppe und teilt mit: Im Oktober habe die Sülzle Holding GmbH & Co. KG das Grundstück und die bestehenden Immobilien der Firma Kitzlinger Haus GmbH & Co. KG in der Meboldstraße im Gewerbegebiet Kastell in Sulz im Rahmen eines Insolvenzverfahrens erworben.

„Die Sülzle Gruppe, mit ihrem Unternehmen Sülzle Kopf aus Sulz-Bergfelden, investiert in die Zukunft des Anlagenbaus“, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. „Der Immobilienerwerb setzt ein klares Zeichen für Wachstum und die Zukunft unserer Firmengruppe“, erklären die geschäftsführenden Gesellschafter Heinrich und Andreas Sülzle.

„Damit schaffen wir die Basis für die geplante Expansion im Anlagenbau und stärken gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft von Sülzle Kopf. Die gute Infrastruktur und Lage im Gewerbegebiet Kastell bieten ideale Voraussetzungen für effiziente Projektabwicklungen und den Transport schwerer Anlagegüter“, erläutert Heinrich Sülzle. „Gleichzeitig entstehen moderne Arbeitsplätze und neue Perspektiven für unsere Mitarbeitenden“, ergänzt Andreas Sülzle.

Ausbau der Gebäudetechnik

Die Investition ermögliche die Weiterentwicklung des Anlagenbaus, insbesondere im Anlagen-, Apparate- und Behälterbau für Industrie und Kommunen. Dazu zählten auch innovative Lösungen für eine nachhaltige Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung, heißt es in der Pressemitteilung.

Die freiwerdenden Flächen in Bergfelden werden von Sülzle Kopf für den Ausbau der Gebäudetechnik genutzt – „ein zukunftsweisender Schritt, der Abläufe verbessert, Ressourcen bündelt und neue Arbeitsplätze schafft“, schreibt das Unternehmen.

Die Sülzle Gruppe

Sülzle Kopf ist mit Standorten in Sulz, Rottweil und Crailsheim in der Region verwurzelt. Das Leistungsspektrum umfasst Gebäudetechnik, Anlagen- und Behälterbau sowie innovative Lösungen für Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung für Industrie und Kommunen.

Die Sülzle Gruppe mit Hauptsitz in Rosenfeld ist ein international agierendes Familienunternehmen, das in vierter Generation geführt wird und auf 145 Jahre Erfahrung und Tradition blickt. Insgesamt beschäftigt Sülzle rund 1000 Mitarbeiter an 31 Standorten in Deutschland und Frankreich.

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