In Fluorn-Winzeln machen Bürger Druck
: Verkehr auf der L415 sorgt für Zündstoff

Wie steht es um die Kläranlage, die Straßen, neue Baugebiete und die Windkraft? Beim Bürgermeister-Stammtisch im Gasthaus Krone in Winzeln stellte sich Rainer Betschner den Fragen der Bevölkerung.
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red/pm
Fluorn-Winzeln
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Beim Bürgermeister-Stammtisch in Fluorn-Winzeln erhitzte das Verkehrsthema die Gemüter.

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  • Verkehr auf der L415 dominiert den Stammtisch: Bürger fordern Tempo 30 und Blitzer.
  • Bürgermeister Betschner verweist auf Zuständigkeit des Landkreises, kündigt Einsatz an.
  • Kläranlage braucht Sanierung, marode Straßen werden abschnittsweise erneuert.
  • Lärmaktionsplan und mehr Verkehrssicherheit stehen im Fokus – Kontakt zur Abgeordneten geplant.
  • Baugebiete, Radweg nach Peterzell und weniger Flüchtlinge: weitere Themen im Gasthaus Krone.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Vor allem auf der L415 sehen die Fluorn-Winzeler dringenden Handlungsbedarf: Beim Bürgermeister-Stammtisch forderten Bürger ein Tempolimit, eine stationäre Radarkontrolle und mehr Einsatz für die Verkehrssicherheit. Bürgermeister Rainer Betschner verwies auf die Zuständigkeit des Landkreises, versprach aber, sich weiter für Verbesserungen einzusetzen. Auch zahlreiche weitere kommunalpolitische Themen kamen im Gasthaus Krone in Winzeln zur Sprache.

Zum Bürgermeister-Stammtisch hatte Rathauschef Rainer Betschner die Bevölkerung ins Gasthaus Krone eingeladen. Dabei berichtete er von zahlreichen Projekten, die in der Gemeinde zufriedenstellend umgesetzt werden konnten. Zugleich machte er deutlich, dass insbesondere die Kläranlage einer Sanierung bedarf. Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wolle man dennoch „mit vorsichtigem Optimismus“ in die Zukunft schauen.

Die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Anliegen vorzubringen, nutzten die Gäste rege. So kamen unter anderem die Anstauung des Wassers an einem Bach sowie Straßenlaternen zur Sprache, die von Bäumen überwuchert seien. Betschner sagte zu, sich um die angesprochenen Probleme zu kümmern.

Konkrete Maßnahmen

Für die mit Abstand intensivste Diskussion sorgte jedoch die Verkehrssituation. Insbesondere das Verkehrsaufkommen auf der L415 beschäftigt die Anwohner. Um diesem gerecht zu werden, brauche es dringend ein Tempolimit – zumindest in Teilbereichen. Dabei stehe weniger der Lärmschutz als vielmehr die Verkehrssicherheit im Vordergrund, machten die Teilnehmer deutlich.

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Betschner verwies darauf, dass das Verkehrsaufkommen in Fluorn-Winzeln nicht mit dem in Waldmössingen oder Seedorf vergleichbar sei und dort höher liege. Dieser Einschätzung wollten die Anwesenden allerdings nicht folgen. Sie schilderten eine zunehmende Verkehrsbelastung und forderten mehr Handlungsbereitschaft. Als mögliche Maßnahme brachten sie sogar eine stationäre Radarkontrolle ins Spiel.

Eine solche liege allerdings in der Zuständigkeit des Landkreises, erklärte der Bürgermeister. Er selbst habe sich bereits dafür eingesetzt, dass den Kommunen bei entsprechenden Entscheidungen mehr Mitspracherecht eingeräumt werde. Die Gäste forderten ihn dennoch auf, mehr Druck zu machen und sich für einen Lärmaktionsplan einzusetzen. Dabei betonten sie, dass die Sicherheit im Straßenverkehr höher zu gewichten sei als die Kosten möglicher Maßnahmen. Betschner sagte zu, die Landtagsabgeordnete zu kontaktieren. Den Teilnehmern ging es allerdings vor allem um zeitnahe Verbesserungen. Eine langfristige Diskussion über Zuständigkeiten reiche ihnen angesichts der empfundenen Verkehrsbelastung nicht aus.

Radweg nach Peterzell

Neben der Verkehrssituation wurden weitere kommunale Themen angesprochen. Mit Blick auf mögliche Baugebiete berichtete Betschner, dass ein Notartermin mit dem Investor anstehe. Auch der Zustand maroder Straßen beschäftigte die Teilnehmer. Hier konnte der Bürgermeister eine positive Nachricht überbringen: Einige Teilstücke bestimmter Straßen sollen erneuert werden. Die Finanzierung könne über das Sondervermögen des Bundes erfolgen.

Ein besonderes Anliegen eines Diskussionsteilnehmers war zudem die Erneuerung des Radweges nach Peterzell. Dafür sei allerdings das „Mitziehen“ weiterer betroffener Gemeinden erforderlich, erklärte Betschner.

Weniger Flüchtlinge

Auf Nachfrage zur Flüchtlingssituation berichtete der Rathauschef, dass die Zahl der Flüchtlinge in der Gemeinde verringert werden konnte. Auch die Windkraft wurde thematisiert. Betschner erläuterte, dass sich das Bürgerbegehren gegen Windräder auf Gemeindeflächen gerichtet habe. Nun setze man auf private Gemarkungsflächen.

Trotz der teils deutlichen und kontroversen Wortmeldungen, insbesondere beim Thema Verkehr, endete der Bürgermeister-Stammtisch nicht ohne humorvolle Bemerkungen zur Situation. Anschließend ließen die Teilnehmer den Abend bei Speis und Trank ausklingen.