Feuerwehr doppelt gefordert
: Brandalarm bei Heckler & Koch in Oberndorf und in einem Wohnhaus

Gerade noch rechtzeitig ist die Feuerwehr am Montag in der Oberndorfer Erlenstraße. Fünf Minuten später hätte man einen Vollbrand gehabt, sagt der Stadtbrandmeister.
Von
(bos)
Oberndorf
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Die Polizei hat das Gebäude bereits evakuiert, als die Feuerwehr eintrifft.

Heidepriem

Die Drehleiter hat in der Erlenstraße Position bezogen, Einsatzfahrzeuge aus Oberndorf und Aistaig deuten auf ein größeres Szenario hin – und es hätte eins werden können.„Fünf Minuten später hätte wir sicher einen Vollbrand gehabt“, sagt Stadtbrandmeister Manuel Suhr.

Dabei ging es am Montagmittag „nur“ um den Klassiker: Essen auf dem Herd. Als Suhr am Einsatzort eintraf, war dieses allerdings längst ein Problemfall. Und nicht nur das. Gemeldet war ein Wohnungsbrand in der Erlenstraße. Nur exakt eine Minute zuvor hatte ein Brandmelder bei Heckler und Koch auf dem Lindenhof Alarm ausgelöst.

Zwei Einsätze gleichzeitig an zwei unterschiedlichen Ecken der Stadt am helllichten Tag – das ist für eine freiwillige Feuerwehr schon eine Herausforderung.

Welches Fahrzeug wohin?

Für Suhr stellte sich innerhalb weniger Augenblicke die Frage: Welches Fahrzeug wohin zu beordern sei. Er entschied sich zudem, eine zweite Drehleiter in Marsch zu setzen – die Kollegen aus Sulz wurden Teil des Teams, das den Brandmelderalarm auf dem Lindenhof abarbeitete.

Die Wasserbereitstellung funktioniert.

Foto: Heidepriem

In der Erlenstraße ging es derweil heißer her. Auf der Rückseite des Gebäudes drang Qualm aus einem Fenster, als der Stadtbrandmeister eintraf. Immerhin: Das Treppenhaus war noch rauchfrei. Und das sollte es idealerweise auch bleiben, ist es in so einem Fall doch der Hauptfluchtweg. Deshalb schloss Suhr die Tür zur Wohnung.

Bereits zuvor hatte die Polizei das Gebäude evakuiert. Absolut richtig, wie er erklärt und die Beamten für ihr umsichtiges Handeln lobt. So konnte sich die Feuerwehr auf das Brandszenario konzentrieren. Zwei Atemschutztrupps betraten die Wohnung. „Essen auf dem Herd“, wurde als Ursache schnell ausgemacht.

Die „stark zerstörte Küche“ wurde anschließend mit der Wärmebildkamera auf etwaige Glutnester abgeprüft, die Wohnung belüftet. Entwarnung inzwischen auch vom Lindenhof: Heckler und Koch war keine Einsatzlage.

Suhr hofft unterdessen, dass die Häufung der Einsätze kein schlechtes Omen sind. Bereits der Montag in der Vorwoche hatte für die Oberndorfer Wehr mit einem Doppeleinsatz begonnen. Und nimmt man die Großbrände in Hochmössingen, Boll und in der Sulzbachstraße innerhalb weniger Monate hinzu, kann man schon von einer außergewöhnlichen Beanspruchung der Truppe reden.

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