Fasnet in Sulz
: Bunter Farbenrausch in der Halle 16

In der Halle 16 feierte man „Eine etwas andere Faschingsparty“. Dabei blieb nichts, wie es ursprünglich einmal war.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die Teilnehmer sind alle farbenfroh ausstaffiert.

Halle 16

Woher kommt die Tradition von Fasnet, Faschings oder Karneval? Dafür gibt einige Erklärungen Das heidnisch verankerte Austreiben des kalten Winters durch Angst einflößende Gestalten ist eine davon. Ein andere Erklärung bietet das Christentum, in dem die Fasnet das Einläuten der Fastenzeit bedeutet.

Auch gilt bei Forschern die Annahme, dass der Vorläufer der Fasnet bereits in Mesopotamien vor 5000 Jahren zu finden ist: Bei den Feierlichkeiten der damaligen Kultur wurden durch Verkleidung für kurze Zeit die Standesunterschiede der Menschen aufgehoben. Die Rollen wurden vertauscht und verwischt.

Pirat oder Hexe?

Dieses Prinzip der Verwandlung in eine andere Person oder Gestalt ist bis heute geblieben: Die Psychologie spricht davon, durch Kostümierung in eine andere Identitäten zu schlüpfen. Durch die Verkleidung geschützt können andere Verhaltensweisen ausprobiert werden. Für kurze Zeit kann man aus dem normalen Leben aussteigen und Alltagskonventionen hinter sich lassen.

Die Verkleidung wird ständig erweitert.

Foto: Halle 16

Verkleidung hat aber auch Wirkung auf das Befinden der Menschen. So konnte nachgewiesen werden, wie bestimmte Kostüme unser Befinden, Emotionen und Kreativität beeinflussen. Je nachdem, ob Pirat oder Hexe, haben wir andere Gefühle.

Tee, Gebäck und Kreppapier

Dem ging man in Halle 16 nach. Dort fand „Eine etwas andere Faschingsparty“ statt. Die DanseVita-Tanztherapeutin Katja Plocher führte 30 Tänzer durch ein facettenreiches Tanz- und Verkleidungsprogramm.

Bewegung, Musik und Tanz stehen im Mittelpunkt.

Foto: Halle 16

Zu Beginn kamen alle Teilnehmer unverkleidet an, hatten aber Kostüme und Kreppapier im Gepäck. Bei Tee und Gebäck gab es viel abwechslungsreiche Musik und natürlich Tanz.

Jeder wird farbenfroh ausstaffiert

Im ersten Teil des Abends wurde mit buntem Krepppapier-Fetzen fantasievolle Kostüme gezaubert. So konnte entdeckt werden, wie viel spielerische Kreativität in jeden steckt.

Es gibt farbenfrohe und fantasievolle Kostüme.

Foto: Halle 16

Im zweiten Teil kamen die mitgebrachten Kostüme ins Spiel. Doch bevor sich jeder selbst etwas aus der großen „Verkleidungsbar“ aussuchen durfte, wurde er erstmals von den anderen Tänzern verkleidet. Die Accessoires dazu tauschte man reihum aus.

Die Freude und das Entzücken über die so immer wieder neu entstehende Kostüm-Kombinationen war groß und das freudvolle Gelächter der narrischen Tänze hallte weit über die Halle 16 hinaus.

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