Bürgerball in Beffendorf: Narren feiern mit himmlischem Vergnügen

Der Gesangverein ist im Himmel auf Besuch. Da gibt es zwar ganz viele Gloria – aber kein einziges Bier.
LaubleViele gut gelaunte Menschen konnte man beim traditionellen Rentner- und Bürgerball in der Beffendorfer Turn- und Festhalle antreffen. Ein imposantes Bild boten Garden, Elferrat und Narren, angeführt von der Schantlekapelle, als sie in die Beffendorfer Turn- und Festhalle einmarschierten.
Die Halle war voll und Präsident Patrick Knöpfle hieß die Besucher mit den Worten „Ich grüß dia Gäst in dieser Hall, endlich isch wieder Bürgerball“, herzlich willkommen. Moderator „Schnecke“ alias Daniel Born moderierte den Abend auf humorvolle Weise.
Der liebliche Engelschor
Der Fackelumzug und Bürgerball liegen in diesem Jahr so nahe beieinander, so Daniel Born, dass ihm einfach kein Motto einfallen wollte. Dafür konnte er aber zwischendurch so manche lustige Begebenheit von der Bürgerschaft einflechten. Gleich zu Beginn präsentierte sich die Kindergarde mit ihrem Gardemarsch und zeigte dem Publikum, dass sie mit ihrem Können den Großen in nichts nachstehen.
Rentner Franz Kern geht gerne auf Dorf- und andere Feste, genießt sein Bier und erzählt so manche, nicht ganz ernstzunehmende Weisheiten. Der Gesangverein war im vergangenen Jahr mit seinem Weihnachtsprojekt so beschäftigt, dass aus einem einst kernigen Männerchor mit kräftiger Bruststimme ein lieblich göttlicher Engelschor wurde, der außer Gloria und Halleluja nichts anderes mehr singen konnte.
„Fernsehreife“ Darbietung
Seither fühlen sich die Sänger bei jeder Probe wie im Himmel. Bei einem Besuch dort oben gab es erstaunliches zu beobachten. Allerdings gibt es im Himmel nur göttliches Manna und, so die einhellige Meinung Aller, bleiben wir lieber unten, denn da gibt es Bier.
Die Beffendorfer Garden – Kinder, Teeniegarde sowie Zunftgarde – verzauberten das Publikum gleichermaßen. Sowohl der Gardemarsch als auch die Showtänze waren ein wahrer Augenschmaus und beeindruckten mit „fernsehreifen“ Darbietungen.
Schwarzwürste en masse
Rebecca, „Infaulenzerin“ alias Präsident Patrick Knöpfle, war im letzten Jahr so begeistert von den Beffendorfern. Seitdem hatte sie Followerzahlen, die durch die Decke schießen, so dass sie in diesem Jahr unbedingt nochmals reinschauen musste. Sie philosophierte über Fußball und den Klimawandel und stellte fest, dass der Klimawandel doch gar nicht so schlecht sei. Dadurch, dass der Meeresspiegel steigt, kommt das Meer irgendwann nach Beffendorf und man braucht dann nicht mehr in den Urlaub fliegen.
Die Hansel schließlich haben im Gegensatz zu ihren Kollegen immer gute Laune. Sie haben ein schönes Gesicht und eine wunderbare Frisur. Die Gardemädchen aber frieren, die Schantle haben Warzen im Gesicht und beklagen sich, weil sie aufgrund der vielen Vegetarier ihre Schwarzwürste nicht mehr loswerden.
Muskulöse Junghägen
Die Hägen müssen an die Kette, Elferrat und Musiker beklagen sich über das Einerlei beim Umzug. Im nächsten Jahr, so die Hansel, solle man ein Kleidle von ihnen ausleihen, dann sind beim Fackelumzug die ersten Hansel schon an der Halle, wenn die letzten am Rathaus losspringen.
Der Elferratsanhang beklagt sich, dass der Schuppenbau nicht vorangeht und legen kurzerhand selbst Hand an. Zehn Jahre geballte Muskelkraft, Rhythmus und Akrobatik feierten die Junghägen und rissen das Publikum mit ihrem Tanz zu wahren Begeisterungsstürmen hin.
Wer kennt nicht WhatsApp. Der Sportverein inszenierte die Organisation für einen Hallenspieltag der Jugend in einer WhatsApp-Gruppe und dem dazugehörigen Chatverlauf. Wer hat sich da wohl wiedergefunden? Das Programm beendete traditionell die Zunftgarde mit ihrem Showtanz, bevor dann „Guste“ mit einer Polonaise die lange Partynacht eröffnete.