500.000 Euro Schaden
: Familie verliert bei Brand in Weiden ihr Zuhause

Am Tag nach dem Feuer steht fest: Das Haus in dem Teilort von Dornhan ist einsturzgefährdet. Der massive Einsatz der Feuerwehr konnte das Gebäude nicht retten.
Von
(kl/pm)
Oberndorf
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Die Feuerwehr ist mit zahlreichen Kräften in Weiden im Einsatz.

Barowka/Kreisfeuerwehrverband

Alarm in der Nacht auf Freitag in Weiden: Gegen 22.30 Uhr brach aus bislang unbekannter Ursache in einer Doppelhaushälfte in der Höhwandelstraße ein Feuer aus. 89 Feuerwehrleute waren im Einsatz, mit den Einsatzkräften des DRK summiert sich die Zahl auf über 100 Personen.

„Wir waren innerhalb von weniger als fünf Minuten bei der Einsatzstelle. Das Dachgeschoss des Hauses stand da schon im Vollbrand“, berichtet Dornhans Feuerwehrkommandant Frank Pfau.

Brand greift über

Im weiteren Verlauf griff der Brand auch auf die zweite Doppelhaushälfte über. Alle Bewohner des Doppelhauses konnten das Gebäude selbstständig verlassen. Der 46-jährige Hauseigentümer hatte aber schwere Verletzungen erlitten und musste durch den Rettungsdienst in ein Klinikum nach Tübingen gebracht werden.

Die anderen Hausbewohner fanden zunächst Unterkunft bei Nachbarn und Bekannten. Wie Bürgermeister Markus Huber auf Nachfrage sagt, kläre die Gemeinde derzeit, ob eine weitere Unterbringung erforderlich und welche Unterstützung notwendig ist.

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Gebäude ist zerstört

Trotz des Großaufgebots der Freiwilligen Feuerwehr wurden beide Haushälften vollständig zerstört. Insgesamt 20 Atemschutzträger kamen bei den Löscharbeiten zum Einsatz.

Gegen 1 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, berichtet die Feuerwehr. Einzelne Flammen loderten jedoch immer wieder auf. Auch ein Stromversorger war vor Ort und hat das Ganze per Drohne überflogen.

Kurz nach 3 Uhr konnten die Löscharbeiten abgeschlossen werden. Unterstützt wurde die Feuerwehr Dornhan von der gesamten Führungsgruppe Nord – sprich auch durch die Feuerwehren von Sulz und Oberndorf.

Großeinsatz

Ein Großtankfahrzeug aus Oberndorf und zusätzliche Materialunterstützung vor allem in Sachen Atemschutz aus der zentralen Feuerwehrwerkstatt des Landkreises in Sulgen unterstützten die Einsatzkräfte die Nacht hindurch, ehe die ersten Kräfte gegen 6 Uhr morgens entlassen wurden. Die Brandwache blieb bis 11 Uhr.

Noch knapp 18 Stunden nach Ausbruch des Brandes war die Feuerwehr gefordert: „Nach der Löschung haben sich im Dachstuhl weitere Glutnester gebildet, die sich nachts ausgebreitet haben.“ Deshalb sei es nachmittags nochmals notwendig gewesen, dort für für Löscharbeiten bereit zu sein, resümiert Pfau.

500 000 Euro Sachschaden

Den finanziellen Schaden konnte Dornhans Feuerwehrkommandant nicht einschätzen, Polizei-Pressesprecher Frank Herkommer nennt eine Summe: „Das Gebäude ist einsturzgefährdet und nicht mehr bewohnbar. Der Schaden beläuft sich auf etwa 500 000 Euro. Die Kriminalpolizei Rottweil hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.“

Noch in der Nacht wurde eine Crowdfunding-Aktion gestartet: Unter dem Stichwort „Großbrand in Weiden“ wird auf der Online-Plattform „Gofundme“ für die fünfköpfige Familie und den Vermieter gesammelt, die „innerhalb von wenigen Stunden alles verloren haben“. Um 17.30 Uhr am Freitag waren bereits 5455 Euro des angestrebten Betrags von 6500 Euro eingegangen.