Zehn Jahre Sportheim des 1. FC Egenhausen: Ein Abend voller Erinnerungen, Emotionen und Anerkennung

Das Bild zeigt (von links) Benjamin Teurer, DFB-Vize Matthias Schöck, Benjamin Finis und Tino Petzeo.
Marcia Seiferling- 1. FC Egenhausen feierte zehn Jahre wiederaufgebautes Sportheim – Festakt mit Ehrengästen.
- DFB-Vize Matthias Schöck nannte den Verein „Musterverein“ und lobte die ehrenamtliche Bewirtung.
- Rückblick auf Brand vom 20. Februar 2015 und den Wiederaufbau bis zur Einweihung im Oktober 2016.
- Mitglieder leisteten über 7300 Ehrenamtsstunden; breite Hilfe durch Vereine, Unternehmen und Politik.
- Tag der offenen Tür: Flur zeigt Vereinsgeschichte von 1921 bis heute mit Tabellen und Mannschaftsbildern.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Es gibt Bilder, die auch nach vielen Jahren nichts von ihrer Wirkung verlieren. Die Flammen, die am 20. Februar 2015 das Sportheim des 1. FC Egenhausen zerstörten, gehören zweifellos dazu. Beim Festakt zum zehnjährigen Bestehen des wiederaufgebauten Sportheims am Samstagabend wurde deutlich, wie tief dieses Ereignis bis heute in der Vereinsgeschichte verankert ist. Gleichzeitig war der Abend geprägt von Stolz, Dankbarkeit und der Erinnerung an eine außergewöhnliche Gemeinschaftsleistung, heißt es in der Pressemitteilung des Vereins.
Der Einladung des Vereins waren zahlreiche Wegbegleiter gefolgt. Unter den Festgästen befanden sich Ehrenmitglieder, besonders engagierte Helfer aus der damaligen Bauphase sowie Unternehmer, die mit ihrer Bandenwerbung einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Stabilität des Vereins leisten. Auch Vertreter des Egenhäuser Gemeinderats sowie Funktionäre aus Fußballbezirk, Sportkreis und Schiedsrichtergruppe waren vertreten.

Bürgermeister Sven Holder überreicht ein Geschenk an Benjamin Finis.
Marcia SeiferlingIm Mittelpunkt des Abends stand eine Bilderpräsentation, die den Weg von den ersten Planungen über den ursprünglichen Um- und Anbau, die Brandkatastrophe und den anschließenden Wiederaufbau bis zur Einweihung im Oktober 2016 nachzeichnete. Vereinsvorsitzender Benjamin Finis machte in seiner Rede deutlich, wie sehr ihn die Erinnerungen noch immer bewegen. Der Moment, in dem er vor dem Gebäude gestanden und dessen Zerstörung mitansehen musste, habe sich tief in sein Gedächtnis eingebrannt.
Die Unsicherheit über die Finanzierung, schwierige Verhandlungen mit der Versicherung und die Aussicht, nach unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit noch einmal von vorn beginnen zu müssen, hätten den Verein vor große Herausforderungen gestellt, so Finis.
Eine Gemeinschaftsleistung, die bis heute beeindruckt
Insgesamt leisteten die Vereinsmitglieder mehr als 7300 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Zahlreiche Helfer investierten ihre Freizeit, übernahmen Verantwortung und sorgten dafür, dass der Wiederaufbau gelingen konnte. „Wir haben damals erfahren, wie stark dieser Verein wirklich ist“, fasste der Vorsitzende eine zentrale Erkenntnis aus jener Zeit zusammen.
Benachbarte Sportvereine, darunter langjährige sportliche Rivalen, unterstützten den Wiederaufbau ebenso wie örtliche musiktreibende Vereine, Unternehmen und die Kommunalpolitik.
Besondere Anerkennung erhielten Architekt Frieder Großmann, der sich mit großem persönlichem Engagement für das Projekt eingesetzt hatte und später zum Ehrenmitglied ernannt wurde, sowie Projektleiter Achim Gauß, der in beiden Bauphasen die Arbeiten und zahlreiche Helfer vor Ort koordinierte. Ihr außergewöhnlicher Einsatz wurde von den Festgästen mit großem Applaus gewürdigt.
Während sich die aktiven Fußballer über Monate hinweg in provisorischen Containern umziehen und duschen mussten, gelang der Mannschaft in der Saison 2015/2016 dennoch der Gewinn der Meisterschaft.
Große Anerkennung durch Gemeinde und Fußballverband
Egenhausens Bürgermeister Sven Holder lobte das große ehrenamtliche Engagement und überbrachte den Dank und die Anerkennung der Gemeinde Egenhausen. Das Sportheim stehe beispielhaft für die Bereitschaft vieler Menschen, sich mit ihrer Zeit und ihrer Arbeitskraft für die örtliche Gemeinschaft einzusetzen.
Matthias Schöck, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Präsident des Württembergischen Fußballverbandes (WFV), bezeichnete den 1. FC Egenhausen als „Musterverein“. Dabei hob er besonders hervor, dass der Verein sein Sportheim bis heute vollständig ehrenamtlich bewirtschaftet. Dieses kontinuierliche Engagement verdiene ebenso große Anerkennung wie die außergewöhnliche Aufbauleistung vor zehn Jahren.
Tag der offenen Tür mit Blick in die Vereinsgeschichte
Am Sonntag öffnete der 1. FC Egenhausen sein Sportheim für die Öffentlichkeit: Zahlreiche Besucher aus nah und fern nutzten den Tag der offenen Tür, um das Vereinsheim zu besichtigen und bei guter Bewirtung einige gesellige Stunden zu verbringen.
Ein besonderes Highlight war der neu gestaltete Flur im Untergeschoss zwischen den Sportlerkabinen. Dort wird die Vereinsgeschichte von 1921 bis heute auf eindrucksvolle Weise lebendig: Abschlusstabellen der ersten Mannschaft aus den einzelnen Spielzeiten und zahlreiche Mannschaftsbilder aus mehr als 100 Jahren laden dazu ein, in Erinnerungen zu schwelgen, frühere Weggefährten wiederzuentdecken und sich vor Augen zu führen, was beim 1. FC Egenhausen über Generationen hinweg erlebt und geleistet wurde. Damit fand das Jubiläumswochenende einen passenden Abschluss.

