Wenn’s in der Werkstatt brennt
: Nagolder Südwehren sind voll gefordert

Das Szenario war so realistisch wie möglich: Eine eindrucksvolle Hauptübung absolvierten die Feuerwehrabteilungen Vollmaringen und Hochdorf in der Werkstatt von Weiß & Nesch.
Von
(ds/pm)
Oberndorf
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Das Übungsobjekt: Die Halle des Busunternehmens Weiß & Nesch in Vollmaringen.

Daniela Steinrode

Ein realistisches Einsatzszenario, viele Zuschauer und eine starke Gemeinschaftsleistung: Die diesjährige Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Nagold, Abteilung Vollmaringen und Abteilung Hochdorf, fand auf dem Gelände der Firma Weiss & Nesch in Vollmaringen statt.

Angenommen wurde ein Brand in der Werkstatt mit mehreren vermissten und verletzten Personen – eine anspruchsvolle Lage, die rasch ein großes Aufgebot an Einsatzkräften auf den Plan rief.

Unter der Leitung von Timo Müßigmann, Abteilungskommandant der Feuerwehr Vollmaringen, und unterstützt von den Kameradinnen und Kameraden aus Hochdorf sowie der Abteilung Stadt mit der Drehleiter, rückten die Einsatzkräfte an. Insgesamt waren 55 Feuerwehrangehörige mit mehreren Löschfahrzeugen, Mannschaftstransportwagen (MTWs) und der Drehleiter im Einsatz.

Das DRK Nagold kümmert sich um die drei „Verletzten“

Parallel dazu kümmerte sich das DRK Nagold mit einem Krankentransportwagen um die Versorgung der drei „Verletzten“, die in der Übungsannahme in der Werkstatt eingeschlossen waren.

Schon kurz nach Übungsbeginn versammelten sich zahlreiche Zuschauer rund um das Übungsgelände. Sie konnten eindrucksvoll miterleben, wie die Feuerwehrkräfte unter Atemschutz vorgingen, die Wasserversorgung aufbauten und die Menschenrettung koordinierten.

Jeder Handgriff muss sitzen.

Foto: Daniela Steinrode

Nach rund einer Stunde konnte Übungsleiter Timo Müssigmann „Feuer aus“ melden. Im Anschluss trafen sich die Einsatzkräfte, das DRK-Team und die Gäste zur Übungskritik im Feuerwehrmagazin in Vollmaringen. Dort zog Müssigmann ein positives Fazit: „Im Großen und Ganzen war ich sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit hat gut funktioniert, die Wasserversorgung war top, und alle haben konzentriert gearbeitet.“

Nur beim Funkverkehr gibt es noch Probleme

Lediglich beim Funkverkehr gebe es – wie so oft bei Hauptübungen – noch Verbesserungspotenzial. Müssigmann dankte auch dem DRK für die erste gemeinsame Übung: „damit wird das Übungsszenario noch realistischer.“

Auch Stadtbrandmeister Jörg Burghardt würdigte den Einsatz und ging in seiner Ansprache auf Details des Übungsverlaufs ein. Er hob hervor, dass die Übungsannahme realistisch gewählt war und die Abteilungen eine starke Schlagkraft bewiesen hätten:

„So eine Hauptübung zeigt, was unsere Feuerwehr leisten kann. Im Ernstfall stehen in Nagold, Hochdorf und Vollmaringen engagierte Ehrenamtliche bereit, die wissen, was zu tun ist.“

Menschenrettung als realistisches Szenario.

Foto: Daniela Steinrode

Von Seiten der Stadtteile waren Ortsvorsteherin Bianca Katz (Hochdorf) und Ortsvorsteher Daniel Steinrode (Vollmaringen) anwesend.

Daniel Steinrode dankte im Namen der beiden Stadtteile den Einsatzkräften und dem DRK für ihr Engagement: „Es ist beeindruckend, mit welcher Professionalität und welchem Teamgeist hier geübt wird. Das ist kein Hobby, das ist Einsatz für die Sicherheit anderer – und dafür gebührt allen Beteiligten großer Respekt.“

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