Weltunternehmen aus Nagold: Neues Werk eröffnet – Häfele hat in Indien noch viel vor

Michael Distl, Frank Schloeder und Boris Katic zusammen mit weiteren Mitgliedern des Häfele-Führungsteams während der Einweihungsfeier der lokalen Produktionsstätte von Häfele in Indien.
HäfeleIn einer Pressemitteilung informierte das Nagolder Unternehmen: „Mit dem Aufbau der lokalen Fertigung und der Stärkung seines Lieferantennetzwerks entwickelt Häfele den Wachstumsmarkt Indien zunehmend zu einer zusätzlichen Beschaffungsregion für die globale Gruppe.“
Dazu muss man wissen: Das globale Fertigungs- und Lieferkettennetzwerk von Häfele umfasst bisher Produktionsstätten in ganz Europa. „Die Produktionsinitiative in Indien baut auf dieser etablierten Basis auf und erweitert die Kapazitäten des Unternehmens in einem seiner strategisch wichtigsten Wachstumsmärkte“, teilt das Unternehmen mit.
Die neue Produktionsstätte umfasst 4500 Quadratmeter
Angesichts anspruchsvoller wirtschaftlicher, geo- und handelspolitischer Rahmenbedingungen stärke man damit die Widerstandsfähigkeit seiner Lieferkette und treibe die Diversifizierung über mehrere Regionen hinweg voran.

Die Führungskräfte von Häfele feiern die Inbetriebnahme der neuen lokalen Produktionsstätte des Unternehmens in Indien
Foto: HäfeleIn der Anfangsphase hat Häfele in dem neuen Werk in Maharashtra in Indien mit der Produktion der so genannten „Matrix Box Premium+ Schubladensysteme“ begonnen – einer Lösung, die die Funktionalität und Langlebigkeit moderner Küchen verbessere.
Die Fertigungsstrategie von Häfele in Indien sieht aber vor, im Laufe der Zeit schrittweise weitere Produkte und Kategorien hinzuzufügen, die auf die Marktbedürfnisse und langfristigen Lokalisierungspläne abgestimmt sein sollen.
Auf Nachfrage der Redaktion erörterte das Familienunternehmen: „Die nun in Betrieb genommene Fertigung umfasst 4500 Quadratmeter, Erweiterungen sind möglich.“ Für den avisierten Ausbau der Fertigungskapazitäten werde Häfele eine deutlich größere Anlage einrichten.

Die lokale Produktionsstätte von Häfele in Indien, die ihren Betrieb aufgenommen hat, markiert einen bedeutenden Meilenstein auf dem Weg des Unternehmens zur Erweiterung seiner Kapazitäten in einem seiner wichtigsten Wachstumsmärkte.
Foto: HäfeleDieser Ausbau wird sich dann auch bei der Mitarbeiterzahl bemerkbar machen. Hierzu teilt Häfele der Redaktion mit: „Die Mitarbeiterzahl wird mit der schrittweisen Steigerung der Produktion dieses Jahr auf rund 200 Mitarbeitende steigen.“ Und: „Wenn wir die Fertigung von der Matrix Box Premium auf weitere Produkte ausweiten, wird sie weiter steigen.“
Häfele will den Fertigungsstandort noch vergrößern
Dieser erste Produktionsstandort in Indien soll dem Unternehmen einen „frühen Start der lokalen Fertigung“ ermöglichen, während Häfele gleichzeitig einen größeren Fertigungsstandort aufbauen will, um das zukünftige Wachstum und die Expansion in Indien zu unterstützen.
Michael Distl, Geschäftsführender Direktor Finanzen, Personal, Recht, Facility Management und IT der Häfele-Gruppe, sieht in dem Schritt einen Meilenstein: „Die Stärkung unseres globalen Produktionsnetzwerks erfordert strategische Investitionen in wichtige Wachstumsmärkte wie Indien.“

Frank Schloeder, Geschäftsführer von Häfele South Asia, Michael Distl, Geschäftsführender Direktor Finanzen, Personal, Recht, Facility Management und IT der Häfele Gruppe, Carmen Mutz, Stabschefin der Häfele Gruppe, und Boris Katic, Chief Operating Officer der Häfele Gruppe, während der feierlichen Lampenzeremonie bei der Einweihung der lokalen Produktionsstätte in Indien.
Foto: HäfeleBoris Katic, Chief Operating Officer der Häfele-Gruppe, betont die operative Bedeutung: „Diese Initiative ist Teil unserer umfassenderen Vision, globale Lieferketten zu dezentralisieren, indem wir strategische Beschaffungs- und Produktionszentren in Schlüsselregionen schaffen, entsprechend unserem Selbstverständnis als verlässlicher Handelspartner.“
„Wir bringen unsere Produktionspräsenz näher an die Märkte, die wir bedienen“
Weiter wird Katic in der Pressemitteilung des Unternehmens zitiert: „Wir bringen unsere Produktionspräsenz näher an die Märkte, die wir bedienen.“ Er ist überzeugt: In diesem Zusammenhang werde Indien eine zentrale Rolle spielen, indem es nicht nur die heimische Nachfrage bediene, sondern sich in den kommenden Jahren auch zu einem Zentrum entwickle, das die globalen Märkte unterstützt.
Frank Schloeder, Geschäftsführer von Häfele South Asia, bekräftigt in diesem Zusammenhang Häfeles Engagement für die „Make in India”-Initiative der indischen Regierung: „Dies ist ein entscheidender Schritt vorwärts in unserer ‚Make in India‘-Strategie. Sie ermöglicht es uns, vor Ort Fertigungskapazitäten aufzubauen, Talente zu fördern und schneller auf die Bedürfnisse des indischen Marktes zu reagieren.“
Indien sei für Häfele weiterhin ein strategischer Wachstumsmarkt, und dieser Meilenstein unterstreiche Häfeles langfristiges Engagement für lokale Wertschöpfung und operative Exzellenz.
Häfele Gruppe
Die Unternehmensgruppe
wird seit Januar 2023 von Gregor Riekena geführt. Sibylle Thierer ist Vorsitzende des Verwaltungsrats und Gesellschafterin des 100-prozentigen Familienunternehmens. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Häfele-Gruppe einen Umsatz von 1,72 Milliarden Euro bei einem Exportanteil von 82 Prozent.
In einer Pressemitteilung
schreibt Häfele über sich selbst: „Lebenswerte, nachhaltige Raumkonzepte für die Wohn- und Arbeitswelten von morgen zu entwickeln, diesem Ziel hat sich Häfele verschrieben. Gemeinsam mit seinen Partnern schafft Häfele ressourcenschonende, multifunktionale Lösungen bei höchstem Komfort.“ Weiter ist zu lesen: „Der 1923 gegründete, global agierende Spezialist für intelligente Beschlagtechnik, elektronische Schließsysteme sowie Beleuchtung und Vernetzung bietet seinen Kunden aus über 150 Ländern eine einzigartige 360°-Kompetenz. (…) Über 8.000 Mitarbeitende sowie 39 Tochterunternehmen und zahlreiche weitere Vertretungen in aller Welt bilden das Team des Global Players mit Hauptsitz in Nagold im Schwarzwald.“
