Unternehmen im Kreis Calw
: Zukunftsfirma kehrt in die Heimat zurück

Die in Altensteig ansässige Boysen-Gruppe treibt ihre strategische Transformation weiter voran und übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung am Stuttgarter KI-Energieoptimierer Olmatic.
Von
Sebastian Bernklau
Nagold/Altensteig
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Zurück zu den Wurzeln von Olmatic: Die Brüder (von links) Patrick, Tobias und Christian Olma vor dem neuen Unternehmenssitz in Nagold.

Zurück zu den Wurzeln von Olmatic: Die Brüder (von links) Patrick, Tobias und Christian Olma vor dem neuen Unternehmenssitz in Nagold.

Kern/Boysen
  • Boysen übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung am KI-Energieoptimierer Olmatic.
  • Olmatic verlagert den Firmensitz im Oktober ins BIN Boysen Innovationszentrum Nagold.
  • Die KI‑Plattform „visions“ steuert Energieflüsse in Echtzeit und setzt Beratung um.
  • Ziele sind geringere Stromkosten sowie Fortschritte bei der Dekarbonisierung in der Industrie.
  • Olmatic plant Wachstum unter Boysen – Rückkehr nach Nagold mit Ausbau der 20-köpfigen Belegschaft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das 2016 von der Familie Olma gegründete Unternehmen gilt als einer der technologischen Vorreiter für KI-gestützte Energieoptimierung in der Industrie. „Olmatic hilft Industrieunternehmen und Großgewerben, ihre Stromkosten signifikant zu reduzieren und gleichzeitig die Dekarbonisierung wesentlich voranzutreiben, was heute und in Zukunft einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil eröffnet“, so der Boysen-Aufsichtsratsvorsitzende Rolf Geisel, der Olmatic bereits in seiner Zeit als Geschäftsführer der Unternehmensgruppe in den Fokus genommen hat: „Wir sprechen hier von einer Schlüsseltechnologie, in der Deutschland weltweit führend ist und die energieintensive Produktion der Zukunft maßgeblich prägen wird.“

Im Zentrum der Partnerschaft steht die von Olmatic entwickelte KI‑Plattform „visions“, die fundierte Energieberatung mit einer durchgängigen technischen Umsetzung verbindet. Die Software setzt im laufenden Betrieb automatisiert um, was die Energieberater zuvor als Effizienzpotenzial identifiziert haben.

„Mit Boysen gewinnen wir einen erfahrenen Partner und Global Player, der Industrie versteht und langfristig denkt.“
Patrick Olma
Olmatic-CEO

„Von der dynamischen Strombeschaffung an den Börsen über das intelligente Lastmanagement in der Produktion bis hin zur optimalen Steuerung von Batteriespeichern und eigenerzeugter Energie regelt visions die Energieflüsse in Echtzeit“, verspricht Olmatic-CEO Patrick Olma. Unter dem neuen Dach der Boysen-Gruppe setzt Olma auf schnelles Wachstum: „Mit Boysen gewinnen wir einen erfahrenen Partner und Global Player, der Industrie versteht und langfristig denkt. Unter dem neuen Dach eröffnet sich uns die Chance, KI-gestützte Energieoptimierung in eine neue Größenordnung zu bringen – technologisch, wirtschaftlich und vor allem in der Reichweite.“

Im Zuge der neuen Partnerschaft wird die Olmatic GmbH ihren Firmensitz zum kommenden Oktober von Stuttgart aus ins BIN Boysen Innovationszentrum Nagold verlagern, was die Wege der Zusammenarbeit entscheidend verkürzt und ausreichend Kapazitäten für den Ausbau der aktuell 20-köpfigen Olmatic Belegschaft bietet.

Umzug bedeutet zugleich eine Rückkehr zu den Ursprüngen

Für Patrick Olma und seine Brüder Christian und Tobias bedeutet der Umzug zugleich eine Rückkehr zu den Ursprüngen. „Wir haben unser Unternehmen 2016 in Nagold gegründet und kehren nun – mit einem starken Industriepartner an unserer Seite – in die Region zurück, in der die ersten technologischen Grundlagen unserer Vision gelegt wurden.“

In diesem Kontext stellt Boysen-Aufsichtsrats-Chef Rolf Geisel klar: „Wir sehen in Olmatic ein eigenständiges, starkes Standbein für die Zukunft unserer Unternehmensgruppe“, so Geisel, der ergänzt: „Energieoptimierung ist für nahezu alle Unternehmen zu einem der Top-Themen geworden. Olmatic bietet die intelligente Steuerungsebene, die alle Energieprojekte orchestriert, optimiert und maximal wirtschaftlich macht. Das ist ein Geschäftsfeld mit enormem Zukunftspotenzial. Und wir werden alles daransetzen, damit Olmatic dieses Potenzial voll ausschöpft und entsprechend wachsen wird.“