Mit Einschränkungen
: Trotz Großbaustelle - So feiert Nagold in diesem Jahr sein Keltenfest

Die gute Nachricht: Trotz Großbaustelle Kleb, steigt in Nagold am 19. und 20. Juli das Keltenfest. Die schlechte Nachricht: Es gibt Einschränkungen.
Von
Heiko Hofmann
Oberndorf
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Die Highland-Games sind fester Bestandteil des Keltenfests in Nagold.

Tetzner/avmediafactory

Wobei das mit den Einschränkungen relativ ist. Im Stadtpark Kleb ist derzeit eh schon nichts mehr von der Großbaustelle zu sehen. Die pausiert, erst im Herbst geht es wieder los. Dort kann also uneingeschränkt wie eh und je gefeiert werden.

Und auch die Einschränkungen auf der anderen Flussseite, im Krautbühlpark, werden sich in Grenzen halten. Für den Besucher heißt das: Er wird im Optimalfall gar nichts von der Baustelle mitbekommen.

Dabei ist die Baustelle im Krautbühlpark eigentlich noch nicht beendet. Und wer aktuell einen Blick auf sie wirft, kann sich nur schwer vorstellen, dass dort in gut einer Woche das Keltenfest gefeiert wird.

Im Pressegespräch aber versicherte Nagolds Oberbürgermeister: Die Baustelle wird zum Festbeginn extra zurückgebaut und das Gelände geschottert. So kann also am keltischen Grabhügel – dem Krautbühl – auch der Living-History-Bereich aufgebaut werden.

Eine faszinierende Zeitreise

Ramona Winkler als Organisatorin des Festes informiert: Living-History-Gruppen schlagen dort ihre Lager auf und nehmen die Gäste mit auf eine faszinierende Zeitreise zu den Kelten, Römern und Alemannen. Ob Töpfern, Glasperlenherstellung, Grünholzschnitt oder die Darstellung antiker Gewänder – das authentische Lagerleben soll Geschichte greifbar und lebendig machen.

Die größte Einschränkung für das Keltenfest bringt die abgelassene Nagold mit sich. In dem flachen Gewässer ist das traditionelle „Battle on the Water“ – eigentlich der Publikumsmagnet schlechthin – in diesem Jahr nicht möglich. Doch die schwäbischen Highland-Games wird es wieder geben. Sie beginnen am Samstag mit dem Einzug der Clans und erstrecken sich bis Sonntagnachmittag, wenn gegen 16.30 Uhr die Siegerehrung ansteht. Nagolds Tourismuschef Frank Lemmer versichert: „Wir haben uns attraktive Spiele als Alternative überlegt.“

Teams aus den Partnerstädten

Neun Teams, also Clans, haben sich für die Highland-Games gemeldet. Darunter auch zwei Teams aus der Partnerstadt Jesenice und eines aus der Partnerstadt Longwy. Über diese internationalen Gruppen freut sich besonders Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann. „Auch die Bürgermeister aus beiden Städten kommen“, sagt Großmann. Und er verrät weiter, dass sich alle drei Stadtoberhäupter historisch passend kleiden wollen. So steht das Thema Kelten ein stückweit ja auch für gemeinsame europäische Geschichte.

Das Programm ist voll auf Familienfreundlichkeit ausgelegt. Am Samstag und Sonntag werden tagsüber eine Harfenistin und ein Barde für musikalische Unterhaltung auf dem Fest sorgen. Samstagabend ab 18.30 Uhr bringt die Folk-Band Dhalia’s Lane irisch-schottisches Flair nach Nagold.

Der Abend gipfelt in einem Schaukampf um 21 Uhr in der Arena, gefolgt von einer Feuershow mit Ellylldan um 21.45 Uhr.

Das Keltenfest ist auch ein Fest für die Kleinen. In den Kreativwerkstätten im Stadtpark Kleb können Kinder und Jugendliche beim Angebot der Jugendkunstschule an beiden Tagen keltischen Schmuck, Schilde, Schwerter und Tattoos gestalten. Auch Leder und Metall punzieren kann bei „Thomy dem Weltenbummler“ ausprobiert werden.

Keltenfest Nagold

Öffnungszeiten
Krautbühlpark: Samstag 13 – 20 Uhr, Sonntag 11.30 – 18 Uhr; Stadtpark Kleb: Samstag 13 – 22.30 Uhr, Sonntag 11.30 – 18 Uhr.

Eintrittspreise
Tageskarte 7 Euro, 4 Euro ermäßigt; Abendkarte (ab 17 Uhr, Samstag) 5 Euro, 3 Euro ermäßigt. Kinder bis einschließlich elf Jahre in Begleitung eines Erziehungsberechtigten erhalten freien Eintritt. Ermäßigt für Schüler, Auszubildende, Studierende, Bundesfreiwillige, Nagoldpass-Inhaber.

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