Tradition in Ebhausen
: Clout-Schießen trifft Bogen-Golf - so geht Bogensport abseits der Norm

24 Bogenschützen des SV Ebhausen trafen sich in Monhardt zum traditionellen Clout-Schießen und Bogen-Golf. Diese ungewöhnliche Mischung begeistert Jung und Alt.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die Bogner versammeln sich nach dem Wettkampf um den Clout

Conrad Züffle

Die Bogenschützen aus Ebhausen üben manchmal ihre „Künste“ auch in Wettkämpfen, die ihren Ursprung im Mittelalter haben – wie das Clout-Schießen.

Mit den mittelalterlichen Langbögen wurden feindliche Krieger in größeren Entfernungen mit einem Pfeilhagel eingedeckt. Um das zu üben, gab es das Clout-Schießen – Clout steht für Lappen oder Fähnchen. Dabei wird nicht auf Scheiben, sondern auf im Gras markierte Kreise geschossen. In der Kreismitte steckt eine Fahne, der Clout.

Die Bogenabteilung des Schützenvereins Ebhausen richtet schon seit vielen Jahren so ein internes Clout-Schießen aus, traditionsgemäß natürlich mit Bögen ohne Visier. Die „Bogner“ haben ihre Freude daran, die Pfeile richtig weit fliegen zu lassen. Das klappt besonders gut auf einer ganz großen Wiese im Nachbarort Monhardt, die dankenswerterweise Landwirt Rolf Kirn zur Verfügung stellt.

Es siegte Thorsten Brunner vor Andelko Grgic und Albrecht Meyer

24 Aktive von jung bis alt waren diesmal bei kühlem, aber trockenem Wetter am Start. Nach zwei Proberunden landeten dann immer mehr Pfeile im Kreis rund um die Fahne. Nach fünf Durchgängen zu je sechs Pfeilen wurden die Punkte addiert. Es siegte Thorsten Brunner mit 62 Punkten vor Andelko Grgic (55) und Albrecht Meyer (52).

Zur Einstimmung haben die SVE-Sportler eine Runde Bogen-Golf mit fünf Bahnen geschossen. Beim Bogen-Golf nimmt man statt Golfball und Schläger einfach Pfeil und Bogen. Ansonsten sind die Regeln und die Entfernungen ziemlich gleich. Am Ende muss nicht der Ball ins Loch, sondern der Pfeil in eine kleine zylinderförmige Scheibe treffen. Sieger ist, wer die wenigsten Schüsse benötigt hat.

Der Sieger beim Bogen-Golf benötigt 16 Schuss

Wenn es gut läuft, kann der Treffer schon beim zweiten Schuss gelingen, meistens braucht man aber drei oder vier Schüsse. Da siegte Jürgen Niemand mit insgesamt nur 16 Schüssen vor Jochen Züffle und Holger Runft mit jeweils 17 benötigten Pfeilen.

Zudem wurde auch noch der „Kombinations-Sieger Golf und Clout“ ermittelt. Der dafür ausgesetzte Wanderpreis ging mit 16 Punkten wie im Vorjahr an Andelko Grgic. Dahinter landeten Jochen Züffle und Thorsten Brunner mit je 14 Punkten. Der Preis für die beste Jungschützin ging an Jamie Skowronski und Robin Lutz siegte bei den Schülern.

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