Sicherheit für Kinder
: Schluss mit Elterntaxis? Nagold weitet Schulstraßen aus

Im Kampf gegen Elterntaxis setzt die Stadt Nagold verstärkt auf Schulstraßen. Die bisher gesammelten Erfahrungen sind gut. Nun folgt der nächste Schulstandort.
Von
Heiko Hofmann
Oberndorf
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Viele Kinder werden von ihren Eltern zur Schule gefahren oder wieder abgeholt. Um gefährliche Situationen zu vermeiden, wird in Nagold eine weitere Schulstraße ausgewiesen.

dpa/Ralf Hirschberger

Ob am frühen Morgen zu Schulbeginn oder zur Mittagszeit: Oft spielen sich an Schulen und Kindergärten zu diesen Stoßzeiten wilde und gefährliche Szenen ab.

Der Grund: Zum normalen Betrieb, der rund um eine Schule durch die ankommenden Schüler eh schon herrscht, gesellen sich oft auch noch sogenannte Elterntaxis.

Hol- und Bring-Service von Eltern

„Dieser Hol- und Bring-Service von Eltern führt, zusammen mit dem geballten Aufkommen von Kindern, die zu Fuß oder mit dem Rad in die Schule kommen, häufig zu unübersichtlichen, gefährlichen Situationen vor Schulen“, begründete das Landes-Verkehrsministerium im vergangenen Jahr seinen Erlass, der die Einrichtung von Schulstraßen als Schutzmaßnahme empfiehlt. In solchen Schulstraßen ist zu festgelegten Uhrzeiten die Einfahrt verboten worden.

Zwei Schulstraßen hat Nagold bereits ausgewiesen: Umgesetzt werden die temporären Fahrverbote seit Oktober vergangenen Jahres in der Hauffstraße und der Hölderlinstraße auf dem Lemberg, um für mehr Sicherheit an der Lembergschule und an der Christiane-Herzog-Realschule zu sorgen.

Die Rosenstraße ist eine Sackgasse im Kernen. Am Rand gibt es Parkplätze für Mitarbeiter der Schule und der Kita.

Foto: Heiko Hofmann

In einer Pressemitteilung gab die Stadt nun bekannt: „Nach der erfolgreichen Einführung der Schulstraßen in der Hauffstraße und Hölderlinstraße wird nun auch die Rosenstraße als Schulstraße eingerichtet.“

Von 7 bis 9 und von 12 bis 13.30 Uhr für den Autoverkehr gesperrt

In und an der Rosenstraße im Kernen befindet sich der Schulhof der Kernenschule (Außenstelle Wiestalschule) und zudem der katholische Kindergarten St. Michael. Die Straße ist eine Sackgasse.

Am Donnerstag war die Beschilderung zwar noch nicht angebracht, doch nach Angaben der Stadt Nagold wird die Rosenstraße künftig werktags in der Zeit von 7 bis 9 sowie von 12 bis 13.30 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. „Ausgenommen sind Anwohnerinnen und Anwohner sowie Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher“, teilt die Stadt weiter mit.

Mit dieser Maßnahme sollen „gefährliche Verkehrssituationen reduziert werden, die insbesondere durch erhöhtes Verkehrsaufkommen und Haltevorgänge zu Schulbeginn und Schulende entstehen können“. Ziel sei es, den Schulweg für die Kinder sicherer zu gestalten.

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