Röte III und IV in Vollmaringen
: Das Neubaugebiet lässt weiter auf sich Warten

In Vollmaringen soll neues Bauland entstehen. Ortschaftsrat, Verwaltung, Gemeinderat - alle sind sich einig. Und dennoch geht es mit der „Röte III und IV“ nicht voran. Woran liegt’s?
Von
Heiko Hofmann
Oberndorf
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Die Röte III (oben) und IV in Vollmaringen (Archivbild).

Thomas Fritsch

Bereits vor vier Jahren brachte Nagolds Gemeinderat das Bebauungsplanverfahren für das Neubaugebiet Röte III und IV in Vollmaringen an den Start. Doch Fortschritte gab es – wenn überhaupt – nur hinter den Kulissen. Von einer Erschließung oder gar Grundsteinlegungen war man jedenfalls noch weit entfernt.

Nach Ausführungen von Nagolds oberstem Stadtplaner Ralf Fuhrländer hakt es zum Teil an der Bereitschaft von Eigentümern, ihre Flächen zu verkaufen. Die Folge: Das Gebiet wird nun aufgeteilt. Der Schwerpunkt liegt fortan auf dem südlichen Teil, der „Röte IV“.

Planungsrechtlich werden fortan die Verfahren für die Röte III und die Röte IV getrennt, und für die Röte IV muss ein erneuter Aufstellungsbeschluss für ein Bebauungsplanverfahren gefasst werden. Damit beginnt das Plan-Procedere – mit der erneuten frühzeitigen vorgeschriebenen Beteiligung.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Vorgehen zu, denn nur so ist absehbar, dass wenigstens ein Teil des anvisierten Neubaugebiets am Vollmaringer Ortsrand realisiert werden kann. Im Gegensatz zur nördlichen Röte III scheinen die Verkaufsverhandlungen in der Röte IV nämlich auf einem besseren Weg zu sein. „Im südlichen Teil sieht es eher nach einer Einigung aus“, sagte Fuhrländer. Also soll der südliche Teil nun vorgezogen werden.

Das heißt aber nicht, dass die Röte III im Norden ganz aufgegeben wird. „Wir werden es zurückstellen aber nicht aufgeben“, sagte Fuhrländer. Das war auch Vollmaringens Ortsvorsteher und SPD-Fraktionschef Daniel Steinrode wichtig: “Das ist eine gute Vorgehensweise“, sagte er. Die Umsetzung des Neubaugebiets sei für Vollmaringen wichtig, daher sollte auch der nördliche Teil nicht ganz aufgegeben werden. „Manchmal ändern sich Dinge.“

Das ist geplant

In der bisherigen städtebaulichen Konzeption für beide Gebiete gingen die Planer auf einem 5,4 Hektar großen Gebiet von Wohnraum für etwa 380 Einwohner aus. 56 Einfamilienhäuser und Einliegerwohnungen hätten in der Röte III und IV entstehen sollen, sowie zehn Doppelhaushälften, 20 Reihenhäuser und neun Mehrfamilienhäuser.

Im neuen Bebauungsplanentwurf nur für das Gebiet Röte IV ist von Wohnraum für 224 Einwohner die Rede. Dieser umfasst 24 Einfamilienhäuser, 16 Reihen- und Kettenhäuser und fünf Mehrfamilienhäuser. Zusammen sollen so 112 Wohneinheiten entstehen, die Planungsfläche umfasst 2,8 Hektar.

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