Kaum eingeweiht, schon zerstört
: Unwetter richtet auf Hochdorfer Vereinsgelände verheerende Schäden an

Einen schweren Rückschlag muss der junge Verein „Naturreich“ aus Hochdorf bei Nagold verkraften. Ein heftiges Unwetter hat vor wenigen Tagen auf dem Vereinsgelände verheerende Schäden angerichtet. Das Gelände war erst wenige Wochen zuvor eingeweiht worden.
Von
Heiko Hofmann
Nagold-Hochdorf
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Das Unwetter richtete auf dem Vereinsgelände von „Naturreich“ in Nagold-Hochdorf schwere Schäden an.

Schwab / Naturreich
  • Unwetter zerstörte das neu eingeweihte Gelände des Vereins „Naturreich“ in Nagold-Hochdorf.
  • Das Veranstaltungszelt ging vollständig kaputt – Tauschschrank und Gartenbibliothek unbrauchbar.
  • Das Gelände ist inklusiv angelegt und dient Kursen, Workshops und Naturbildung für alle Altersgruppen.
  • Der Verein startet eine Spendenkampagne: Ein Gewächshaus soll als wetterfester Lernort entstehen.
  • Unterstützung wird erbeten, auch in Form von Material, Arbeitsleistung und fachlicher Hilfe.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Voller Optimismus ist der junge Verein „Naturreich e.V.“ in den Sommer gestartet. Vor gut einem Monat erst weihten die Vereinsmitglieder stolz ihr neu eingerichtetes Vereinsgelände ein und blickten hoffnungsvoll in die Zukunft.

Und nun das: In der vergangenen Woche wütete ein Unwetter über Nagold. Mit am stärksten betroffen war der Stadtteil Hochdorf. Das mit so viel Liebe und Engagement gestaltete Vereinsgelände von „Naturreich“ wurde davon kräftig in Mitleidenschaft gezogen.

Das Veranstaltungszelt ist vollständig zerstört

Das Unwetter hat das Gelände schwer getroffen. „Das Veranstaltungszelt, in dem Kräuterkurse, Naturworkshops und inklusive Bildungsangebote stattfanden, wurde vollständig zerstört“, teilt der Verein mit.  Auch der Tauschschrank und die Gartenbibliothek seien so stark beschädigt, dass sie nicht mehr genutzt werden können.

Dabei kommt dem Gelände von „Naturreich“ eine tragende Bedeutung bei der Vereinsarbeit zu. Das etwa 1000 Quadratmeter große Grundstück wurde bewusst inklusiv gestaltet und sollte „Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Voraussetzungen einen Ort der Begegnung, des Lernens und des Naturerlebens bieten“.

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Zu den besonderen Angeboten gehören laut Vereinsangaben ein Schulgarten, ein kleiner Barfußpfad sowie verschiedene naturnahe Bereiche, die zum Entdecken, Mitmachen und Verweilen einladen.

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Optimismus herrschte bei der Eröffnung des Vereinsgeländes Anfang Juni 2026.

Uwe Priestersbach

Der Verein verfolgt das Ziel, Naturbildung, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft in der Region zu fördern. Das Gelände bot entsprechend Platz für Kurse, Workshops und Mitmachangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Anfang Juni erst war das Gelände eingeweiht worden – unter großer Anteilnahme der Bevölkerung. Uns nun dieser Dämpfer. „Für den noch jungen Verein ist dies ein schmerzhafter Rückschlag. Schließlich stecken hinter dem Gelände unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit, viel persönlicher Einsatz und die Unterstützung zahlreicher Helferinnen und Helfer aus der Region“, teilt der Verein mit.

Ein Gewächshaus soll das Zelt ersetzen

Dennoch, aufgeben ist nicht. Der Verein will nach vorn blicken. Unter dem Motto „Aus der Krise wächst Neues“ sei eine Spendenkampagne ins Leben gerufen worden. „Ziel ist es, die Schäden nicht einfach zu ersetzen, sondern den Lernort nachhaltig weiterzuentwickeln“, heißt es.

Anstelle eines neuen Festzeltes soll künftig ein Gewächshaus stehen. Dieses könnte dann ganzjährig als wettergeschützter Veranstaltungsort dienen und Raum für Kräuterkurse, Naturpädagogik, Ferienprogramme sowie inklusive Bildungsangebote bieten. Zudem will man den  Tauschschrank und die Gartenbibliothek wieder aufbauen.

„Natürlich waren wir im ersten Moment geschockt, als wir die Schäden gesehen haben“, erklärt Vereinsgründerin Lena Schwab. „Doch wir möchten uns nicht entmutigen lassen. Das Unwetter hat uns gezeigt, dass wir einen dauerhaften und wetterfesten Ort brauchen. Mit einem Gewächshaus können wir unsere Angebote langfristig sichern und sogar erweitern.“

Der Verein bittet um Unterstützung

Das Naturreich hat sich ihrer Meinung nach in kurzer Zeit zu einem Treffpunkt für Familien, Kinder und Naturinteressierte entwickelt. Dort werde gemeinsam gegärtnert, gelernt und die Natur mit allen Sinnen erlebt. Besonders die inklusiven Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung sollen weiter ausgebaut werden.

Um diesen Neustart verwirklichen zu können, bittet der Verein um Unterstützung. Jede Spende fließe direkt in den Aufbau des Gewächshauses sowie in den Wiederaufbau der zerstörten Einrichtungen. Neben finanziellen Beiträgen freut man sich auch über Unternehmen, Handwerksbetriebe und Privatpersonen, die „Material, Arbeitsleistung oder fachliche Unterstützung“ beisteuern möchten.

Lena Schwab ergänzt: „Als wir unser Gelände im Juni eröffnet haben, war die Freude riesig. Dass wir nur wenige Wochen später um Unterstützung für den Wiederaufbau bitten müssen, hätten wir uns niemals vorstellen können.“ Umso mehr hoffe man auf den Zusammenhalt in der Region. Sie ist überzeugt: „Gemeinsam können wir aus diesem Rückschlag etwas Bleibendes entstehen lassen.“

Weitere Informationen zur Spendenaktion sowie zur Arbeit des Vereins gibt es über die Social-Media-Kanäle von Naturreich. E-Mail: kontakt@naturreich-nagold.de.