Jettinger Kindergärten
: Mittelfristig werden wohl Gruppen abgebaut

Der Blick in die Jettinger Kindergärten zeigt ein unterschiedliches Bild: Einerseits gibt es Wartelisten – gleichzeitig wird reduziert.
Von
Markus Katzmaier
Oberndorf
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Im Kindergarten Heubergring ist um eine halbe Gruppe reduziert worden.

Aleksandar Mitrevski

Der Gemeinderat kam in seiner jüngsten Sitzung der Verpflichtung nach, sich mit der Bedarfsplanung für die Kindertageseinrichtungen zu befassen. In Jettingen gibt es zum 1. August dieses Jahres (Beginn Kindergartenjahr 2025/26) in sieben Kitas insgesamt 24,5 Betreuungsgruppen für Kinder ab einem Jahr bis zum Schuleintritt, in denen bis zu 490 Kinder betreut werden können.

In den Kindergärten in der Schulstraße und in der Breite gibt es Wartelisten für über Dreijährige, im Maria-Haarer-Kindergarten für unter Dreijährige. Da sich die Situation inzwischen entspanne, beruhigte Burkhardt und sagte den Eltern zu, dass jeder einen Platz bekommen werde.

Die Wartelisten ergeben sich laut Verwaltung, weil Eltern einen Platz in einem Wunschkindergarten haben wollen. Insgesamt stehen aber ausreichend Plätze zur Verfügung.

Nach den vorliegenden Anmeldungen im nächsten Kindergartenjahr sind laut Bürgermeister Hans Michael Burkhardt von den 430 Plätzen für über Dreijährige nur 405 belegt und bei den unter Dreijährigen von 60 Plätzen nur 52.

Rückläufige Anmeldezahlen

Nachdem man in mehreren Jahren mit jeweils über 100 Anmeldungen die Kapazitäten ausgebaut habe, habe man sie nun für das laufende und das nächste Kindergartenjahr im Kindergarten Heubergring um eine halbe Gruppe reduziert. Auslöser sei ein Rückgang in der Geburtenrate. Weiterer Faktor seien rückläufige Flüchtlingszahlen, wodurch weniger Kinder von außen nach Jettingen kommen würden.

Mittel- bis langfristig werde man nach und nach fünf bis sechs Gruppen schließen können, erklärte Sachbearbeiterin Anna-Lisa Kellner den Gemeinderäten.

Aktuell gibt es allerdings noch Ungewissheit was die Zahl bei den U3-Kindern angeht. Laut Burkhardt sind nur 40 Prozent dieser Kinder angemeldet. Da könnte es also noch zu Verschiebungen kommen. Eine Notlage erwartet Burkhardt aber selbst bei überraschend vielen Mehranmeldungen nicht, da man noch Platz für zwei weitere Gruppen habe.

Entspannte Personalsituation

Vergleichsweise entspannt ist auch die Personalsituation in den Jettinger Kindergärten. Im vergangenen Jahr habe man nur eine Öffnungsstunde kürzen müssen. Jettingen profitiert offenbar von seiner Randlage im Landkreis Böblingen. So würde rund die Hälfte der Erzieherinnen auf den Kreisen Calw und Freudenstadt kommen.

Da man viele junge Mitarbeiterinnen habe, könne es durch Schwangerschaften potenziell aber zu mehreren Ausfällen kommen. Trotz der hohen Personalkosten seien die Elternbeiträge keineswegs besonders hoch, betonte Anna-Lisa Kellner. „Wir liegen bei den Ü3-Kindern um 30 Prozent und bei den U3-Kindern um 60 Prozent unter den Empfehlungssätzen“, sagte Burkhardt.

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