Handwerker-Event in Nagold
: Die Nacht der Werkstätten ist wichtiger denn je

Mit der fünften „Nacht der Werkstätten“ gaben die beteiligten Handwerker interessante Einblicke in ihre Betriebe und Gewerke. Das aufwendige Format kommt gut an.
Von
Uwe Priestersbach
Oberndorf
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In der „Nacht der Werkstätten“ stellten Nagolder Handwerker sich und ihre Berufe vor.

Thomas Fritsch

„Wir hatten eine sehr gute Resonanz und die Handwerker haben sich toll präsentiert“, lobte Gewerbevereins-Chef Ralf Benz das Engagement der 22 Betriebe an 17 Standorten. Und er wusste, dass vor allem die Betriebe mit starken Besucherzahlen belohnt wurden, die aus der „Nacht der Werkstätten“ ein Event gemacht hatten.

Froh war Ralf Benz aber ebenfalls über die gute Unterstützung des Cityvereins bei der Organisation der fünften „Nacht der Werkstätten“, die mit Blick auf den großen Aufwand allerdings weiterhin eher im dreijährigen Rhythmus stattfinden soll.

Für den Gewerbevereinsvorsitzenden ist es wichtig, dass die Handwerker ihre Gewerke und Ausbildungsmöglichkeiten einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Veranstaltungen wie diese würden aber auch die Mitglieder der Handwerkergruppe zusammenschweißen.

Viele interessante Gespräche

Patrick Guhse zeigte sich als Vorsitzender der Handwerker-Gruppe im Gewerbeverein ebenfalls mit der Frequenz zufrieden. Vor allem die zweite Hälfte des Abends sorgte für einen echten Besucherstrom – „und es entwickelten sich viele interessante Gespräche“. In seinen Augen ist es wichtiger denn je, dass sich die Handwerker präsentieren und ihre vielfältigen Aufgaben demonstrieren. Und vor diesem Hintergrund sei die „Nacht der Werkstätten“ eben auch ein sehr gutes Format.

Das sieht man auch beim Maler- und Stuckateurgeschäft von Zecir Gashi so. „Unsere Auftragsbücher für die nächsten zwei Jahre sind voll, aber wir sind immer auf der Suche nach Mitarbeitern“, erklärte Zecir Gashi, der sich vor allem auf das Thema Altbausanierung spezialisiert hat. Er könnte beispielsweise in diesem Jahr noch zwei Auszubildende als Maler und Lackierer einstellen. Gashi betont: „Arbeit gibt es genug und auch als Handwerker verdient man mittlerweile gutes Geld“.

Handwerker-Chef Patrick Guhse und seine Schreiner Auszubildende Jana Großmann

Foto: Uwe Priestersbach

Wie Patrick Guhse in diesem Zusammenhang anmerkte, sei eine Ausbildung im Handwerk für Hauptschüler auch deshalb interessant, weil nach Hauptschulabschluss und erfolgreicher Ausbildung die mittlere Reife winkt.

Die Besucher konnten bei der „Nacht der Werkstätten“ mit dem eigens eingerichteten und kostenlosen Busshuttle-Service eine Rundtour zu den doch recht dezentral liegenden Werkstätten unternehmen. Davon profitierten unter anderem auch der Eisberg und der Wolfsberg. So staunte Ralf Benz beispielsweise über den großen Andrang bei einem „neuen Player“ – dem Abbundzentrum im ING-Park auf dem Eisberg, während Korbmachermeister Siegfried Katz auf dem Wolfsberg angenehm überrascht war, dass er viele Familien mit Kindern begrüßen konnte.

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