Haiterbacher Wasserversorgung
: Absicherung gegen den Ausfall von Tiefbrunnen

Auch wenn Tiefbrunnen ausfallen sollten, ist die Wasserversorgung in Haiterbach sicher. Mit dem Lückenschluss, einer Leitung von Beihingen nach Oberschwandorf, wird jetzt begonnen.
Von
Markus Katzmaier
Oberndorf
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Stadtverwaltung, Planer und Bauunternehmen trafen sich jetzt zum Spatenstich für die Verbindungsleitung oberhalb des Beihinger Friedhofes.

Katzmaier

Als Meilenstein bezeichnete Bürgermeisterin Kerstin Brenner den letzten Schritt von mehreren Maßnahmen der vergangenen Jahre, um die Versorgungssicherheit in Haiterbach zu erhöhen. Mit einem Spatenstich von Stadt, planendem Büro und ausführendem Bauunternehmen wurde der offizielle Startschuss für den Bau der Verbindungsleitung von Beihingen nach Oberschwandorf gegeben.

Erste Überlegungen und Planungen begannen vermutlich im Jahr 2005, wie Klaus Dezember vom Ingenieurbüro Eppler aus Dornstetten erklärte. Dezember ist das Thema als früherer Bauamtsleiter der Stadt Haiterbach gut vertraut – und er hatte auch Anteil, das manche Dinge eingeleitet wurden, die heute einen wesentlich höheren Genehmigungsaufwand erfordern würden. Schon damals habe man sich überlegt, wie die Wasserversorgung auch gegen Ausfall von Tiefbrunnen abgesichert werden könnte. Heute würden solche Untersuchungen laufend erstellt., sagte Dezember.

Erster Schritt war Anschluss an Kleine Kinzig

Erster Schritt sei der Anschluss an die Wasserversorgung Kleine Kinzig über den Hochbehälter Rufäcker zum Hochbehälter Altheimer Berg (oberhalb des Industriegebiets) gewesen, zeigte Dezember auf.

2007 seien Spülbohrungen unter der Waldach erstellt worden. Dies erfolgte im Zuge der Stromversorgung durch die heutige Netze-BW.

In den Jahren 2010/11 erfolgte der Anschluss von Beihingen mit einer Verbindungsleitung vom Altheimer Berg zum Schellenbühl mit rund 5,1 Kilometern Länge.

Mit den jetzigen Arbeiten gehe man das letzte Stück von Beihingen zum Pumpwerk Rodt an. Die Leitung wird eine Länge von 2,1 Kilometern haben. Zur Verlegung ist ein Aushub von 3000 Kubikmetern vonnöten, wobei laut Dezemberg ökologische Vorgaben zu berücksichtigen seien. Das ausführende Unternehmen ist die in Haiterbach ansässige Firma Rath.

Kosten von 400 000 Euro

Die Gesamtkosten bezifferte Dezember auf netto 400 000 Euro. Wobei es dafür eine 80-prozentige Förderung durch das Land Baden-Württemberg aus einem Programm zur Sicherstellung der Wasserversorgung gibt.

Bei der Bauzeit wird mit einer Fertigstellung in etwa sechs Monaten gerechnet.

Haiterbachs Wassermeister Andreas Klenk erklärte auf Nachfrage, dass die Leitung quasi als Backup diene und nicht für den laufenden Betrieb. Betrieben werden muss sie aber zumindest durch Spülungen, um eine Verkeimung und Probleme zu verhindern.

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