Freude über eigenen Saft: Grundschüler genießen Früchte der Streuobstwiese

Die Walddorfer Erstklässler beschäftigen sich mit dem Lebensraum Streuobstwiese. Da gehört die Verarbeitung der Apfelernte natürlich dazu.
André Brenner- Walddorfer Erstklässler stellen eigenen Apfelsaft her – er lagert im 50-Liter-Fass im Klassenzimmer.
- Das Bildungshaus startete mit dem Schuljahr 2026/27 ein erweitertes Streuobst-Konzept.
- Neue Module folgen der Vegetationsperiode, ein Schulgarten ist in Planung.
- Im November pflanzen die Kinder zwei Bäume, später schneiden sie und legen Baumscheiben an.
- Winterprogramm: Backen im Backhaus und Bau von Nistkästen, im Sommer Heu machen und Ballen pressen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Mit dem Schuljahr 2026/27 startete das Walddorfer Bildungshaus ein erweitertes Konzept mit praktischen Inhalten rund um das Thema Streuobst. Zu den bereits vorhandenen Lernfeldern wird es nun spezifische Module passend zur Vegetationsperiode und den anstehenden Tätigkeiten in diesem Lebensraum geben. Passend dazu ist die Planung für einen eigenen Schulgarten ebenfalls auf der Zielgeraden.
Der Fokus dieses Gesamtkonzepts liegt nicht nur auf den praktischen Erfahrungen, sondern es sollen dabei auch pädagogisch die Zusammenhänge sowie ein Bewusstsein für die Artenvielfalt in der Natur vermittelt werden.
„Gemüsewaschmaschine“ steht hoch im Kurs
Passend zur Ernte konnten die Schülerinnen und Schüler der ersten Klasse nun ihren eigenen Apfelsaft herstellen. Besonders beliebt war die alte „Gemüsewaschmaschine“, dicht gefolgt von der Spindelpresse. Das anstrengende Kurbeln an der Obstmühle fiel hier deutlich hinten ab, ist aber eben auch erforderlich. Für besonders große Freude sorgte das eigene 50-Liter-Edelstahlfass, in welchem der Saft nun im Klassenzimmer aufbewahrt und getrunken wird.
Im November steht bereits das nächste Modul an. In einer nahegelegenen Streuobstwiese pflanzen die Grundschüler gemeinsam zwei Bäume , an denen dann ab dem Frühjahr weitere Tätigkeiten anstehen, beispielsweise das Anlegen einer Baumscheibe und das Schneiden.
Auch im Winter gibt's genug zu tun
Da sich über den Winter die praktischen Aufgaben auf der Wiese in Grenzen halten, werden dann sowohl die Verwertung als auch der Erhalt der Streuobstwiesen aufgegriffen. Konkret bedeutet dies: Backen im Walddorfer Backhaus und Bauen von Nistkästen, die dann im zeitigen Frühjahr an ausgewählten Stellen aufgehängt werden.
Den Abschluss im Sommer wird die Unternutzung bilden, bei der die Kinder selbst Heu herstellen und kleine Ballen pressen werden.
Geplant und durchgeführt werden die Lerninhalte von André Brenner, Fachwart und Streuobstpädagoge aus Walddorf. Für ihn stehen die Vielfalt und das Verständnis für den Lebensraum Streuobstwiese an erster Stelle, denn „es gibt dort mehr als nur Pink Lady und Gras“.
