Ferienwerkstatt in Beihingen: Auch der Opa kann ein Superheld sein

Die Teilnehmer der Ferienwerkstatt basteln ihre Helden.
KatzmaierVon den Helden ist am Montagvormittag noch nicht ganz so viel zu sehen. Das einwöchige Angebot hat auch erst vor zwei Stunden begonnen. Die 18 Kinder sitzen an der Biergarnitur im Schuppen des Heimatmuseums. Vor ihnen steht jeweils ein Holzklötzchen, auf dem eine Drahtfigur befestigt ist. Also das Grundgerüst dessen, was mal ihr Held oder ihre Heldin sein wird. Wenn dann mal Pappmache und Füllmaterial die Form geben – und auch dank Kleidungsstücken und allen möglichen Teile wie Knöpfe das Äußere feststeht.
Dabei haben die Kinder zunächst einmal die Grundlage gelernt, wie man die Proportionen eines menschlichen Körpers richtig auf das Modell überträgt.

Der Schuppen des Heimatmuseums Beihingen ist Veranstaltungsort der Ferienwerkstatt.
Foto: Katzmaier„Wir haben zunächst über Helden gesprochen“, erzählt Regine Martin, die zusammen mit Muriel Shah – beide Dozentinnen der Jugendkunstschule – die Kinder anleitet. Ergebnis: Ein Held muss nicht gleich in der Kategorie Supermann spielen – auch der Opa, der immer helfe und alles erledige, könne der Held sein.
Sheldon Cooper ist Elins Held
Die Wahl von Elin überrascht dann aber doch. „Doktor Sheldon Cooper“, antwortet sie auf die Frage, welchen Helden sie gestalten wird. Dabei handelt es sich um den fiktiven Charakter eines sehr eigenen Wissenschaftlers aus der Serie „The Big Bang Theory“. Für sie sei es einfach der beste Wissenschaftler, erklärt die aufgeweckte Achtjährige ihre Wahl.
Der siebenjährige Lion ist in dieser Phase noch flexibel. „Einfach irgendeinen Superhelden“ will er gestalten.
Batiken macht immer Spaß
Der Dienstag beginnt dann mit einem beliebten Punkt der Ferienwerkstatt: Batiken. „Das ist mittlerweile fester Bestandteil, weil es den Kindern immer sehr viel Spaß macht“, sagt Shah.
Dazwischen gibt es ein Kennenlernen und Spielen mit Frauen aus dem „Peer2Peer-Projekt“ des Mehrgenerationenhauses Haiterbach.
Wie in den Vorjahren ist in die Ferienwerkstatt eine Begegnung der Generationen eingebaut. Am Dienstag und am Donnerstag besuchen die Teilnehmer die Bewohner des Seniorenzentrums Emmaus. Auch dort wird natürlich gemeinsam gebastelt. Auf Holzbrettchen wird zentral ein Spiegel geklebt und drumherum mit Mosaik ausgestaltet.
Mittwoch wird zum Bootsbautag
Am Mittwoch konzentriert sich dann alles auf den Bau von Booten und Flöße. Die Waldach, die direkt am Heimatmuseum vorbeifließt, könnte dem einen oder andern Versuch herhalten, ob sich das Boot auch tatsächlich auf dem Wasser hält.
Am Freitag werden die Superhelden schließlich noch bemalt und eingekleidet. Und dann wir alles, was im Laufe der Woche in der Ferienwerkstatt geschaffen wurde, zu einer Ausstellung aufgebaut. Denn ab 13 Uhr gibt es wie immer einen gemeinsamen Abschluss, bei dem Eltern, Angehörige und Freunde die Werke bewundern können.
Die Kinder sind im Alter zwischen vier und elf Jahre. Mit 18 Anmeldungen wurde wieder eine passende Zahl erreicht, nachdem die Ferienwerkstatt im vergangenen Jahr erstmals mangels Anmeldungen abgesagt werden musste.