Feiern in Beihingen: Backhausfest lockt wieder zwei Tage

Auf die Helfer beim Backhaus wartet wieder viel Arbeit. Die Aufnahme entstand beim Backhaus fest im Jahr 2022.
Thomas FritschDie Vorbereitungen für das Beihinger Backhausfest sind im Hintergrund schon lange angelaufen. Mehr als 20 Personen seien an der Planung und Vorbereitung des zweitägigen Festes in der Beihinger Ortsmitte zwischen Backhaus und Festplatz beteiligt, erklärt Lennart Gaiser, beim VfR Beihingen für Pressearbeit zuständiges Vorstandsmitglied.
Weit mehr Personal ist dann für den eigentlichen Festbetrieb erforderlich. „An den beiden Festtagen werden uns circa 250 Personen bei der Umsetzung unterstützen“, so Gaiser.
Auftakt mit Fassanstich
Auftakt des Festes ist am Samstag, 31. August, um 15 Uhr mit dem Fassanstich.
Ab 20 Uhr steht dann wieder die „Dirndl- und Lederhos’n-Party“ auf dem Programm. Einlass dazu ist ab 18 Uhr. Für musikalische Unterhaltung sorgt die Gruppe „Die Lausbuba“.
Auftakt am Sonntag ist um 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst, an den sich Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen anschließen. An beiden Tagen gibt es ofenfrischen Schlabber sowie Zwiebelkuchen aus dem Backhaus.
Für die Stimmung sind ab 14 Uhr dann die Nagoldtalmusikanten zuständig.
Für 18 Uhr steht dann wie gewohnt die Verlosung der Tombola-Preise auf dem Programm.
Mittlerweile 45-jährige Geschichte
Das Beihinger Backhausfest hat eine mittlerweile 45-jährige Geschichte. Laut der vom VfR niedergeschriebenen Historie war wohl Ende der 70er-Jahre in Beihingen der Wunsch groß, ein Fest oder eine Hocketse auszurichten. Das Beihinger Backhaus war damals schon Dreh-und Angelpunkt der Planungen. Heute wie damals sind die original Beihinger Schlabber aus dem Beihinger Backhaus Anziehungspunkt für viele Gäste nicht nur aus der Umgebung.
Große Tradition hat auch die Begrüßung am Sonntagnachmittag der Alt-Beihinger, die jahrzehntelang eingeladen wurden und auch aus den entferntesten Ecken nach Beihingen kamen. Damals, als dann das erste Backhaus-und Brunnenfest aus der Taufe gehoben wurde, dies war im September 1979, war der Beihinger Brunnen nahe der Molke der zweite Namensgeber des ursprünglichen Festes, nämlich die Brunnenschenke mit einer Art Bar, beziehungsweise Weinlaube. Lange Zeit war auch das „Krabbanescht“ als Rückzugsort für einen leckeres Vesper der Geheimtipp. Im September 2022 fassten die Organisatoren auf dem neu gestalteten Dorfplatz die Idee neu auf, mit einer Weinlaube direkt an der Waldach.
Ernst Stöhr war Hauptinitiator
Hauptinitiator des Ganzen war in den 70er-Jahren Ernst Stöhr, ehemaliger Feuerwehrkommandant, Sponsor und Ehrenmitglied beim VfR. Er war mit Unterstützung einiger anderen derjenige der das Ganze auf den Weg brachte,auch das Zusammen veranstalten des Festes mit der Freiwilligen Feuerwehr aus Beihingen und dem VfR. Nachdem nicht zu erwartenden Erfolg – schon am Samstag war alles ausverkauft – mussten viele im Dorf am Sonntag Kartoffeln kochen und Zwiebel schneiden damit es am Sonntag auch noch Schlabber und Zwiebelkuchen gab.
Über viele Jahre war das „Bach na fahra“ mit selber gebauten Floßen auf der Waldach die Attraktion des Festes. Die Waldach wurde dann renaturiert, somit war danach keine Waldachfahrten mehr möglich. Dazwischen fanden noch mit sehr großem Aufwand die „Waldach Games“ in und um die Waldach statt.