Endlich schuldenfrei: Musikverein Mötzingen löst Kredit für Musikerheim ab

Das Musikerheim des Musikvereins Mötzingen.
MV Mötzingen- Musikverein Mötzingen ist schuldenfrei – Kredite für Musikerheim sind abbezahlt.
- Das Heim wurde mit viel Eigenleistung gebaut, Baukosten lagen bei 507.000 Mark.
- Corona-Einschränkungen belasteten die Finanzen, Spenden halfen durch die Krise.
- Jährliche Raten von 7000 Euro liefen bis zuletzt, nun beginnt ein neues Kapitel.
- Verein plant Investitionen in Instrumente und Sanierung von Fassade und Heizung.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Nach mehr als 25 Jahren, in denen der Bau und die Finanzierung des eigenen Vereinsheims eine große Herausforderung dargestellt hätten, seien nun sämtliche Darlehen zurückbezahlt, teilte der Vorsitzende des MV Mötzingen, Benjamin Gärtner, in einer Pressemitteilung mit. „Für den Verein ist das ein bedeutender Meilenstein und das Ergebnis jahrzehntelanger gemeinsamer Arbeit.“
Bis zuletzt liefen noch zwei Kredite. Nachdem einer der beiden Kredite regulär ausgelaufen und vollständig getilgt gewesen sei, habe man sich die Frage gestellt, ob auch das verbliebene KfW-Darlehen vorzeitig zurückbezahlt werden könnte, erklärt Gärtner. Dies war möglich. Somit sei der Musikverein nach ziemlich genau 25 Jahren endlich schuldenfrei.

Das Musikerheim in Mötzingen in der Bauphase.
MV MötzingenVor mehr als einem Vierteljahrhundert entschied sich der Musikverein zum Bau seines eigenen Musikerheims, nachdem man zuvor mit anderen Nutzern im alten Feuerwehrhaus untergebracht war. Durch eine Umnutzung brauchte es Alternativen. Der Bau selbst sei nur durch eine enorme Eigenleistung der Mitglieder möglich gewesen, zeigt Gärtner auf. Viele Samstage seien auf der Baustelle verbracht worden. Dennoch musste ein großer Kredit aufgenommen werden – seinerzeit noch knapp in D‑Mark-Zeiten. Unterlagen von damals zeigen, dass 507.000 Mark für den Bau vonnöten waren. Wobei damals auch eine Förderung der Gemeinde einfloss. Die Summe lässt sich auf die Schnelle nicht nachvollziehen, es dürften aber rund 100.000 Mark gewesen sein.
Große finanzielle Herausforderung
Die Kreditschulden waren für den Verein eine starke Belastung. In manchen Jahren mehr als sonst. „In den ersten Jahren war es sehr eng“, räumt Gärnbter ein. Damals seien die Zinsen auch recht hoch gewesen. Ein nachhaltiger Einschnitt für die Vereine – und so auch die Mötzinger Musiker – waren die Einschränkungen durch die verhängten Corona-Maßnahmen. Das habe den Verein vor eine seiner größten finanziellen Herausforderungen gestellt. Immerhin waren bis zuletzt jährliche Raten von 7000 Euro an die Banken zu überweisen.
„Laufende Kosten standen plötzlich ausbleibenden Einnahmen gegenüber. In dieser schwierigen Zeit war der Verein besonders auf zahlreiche Spenden angewiesen. Nur durch diese Unterstützung konnte der Musikverein die Krise überstehen.“ Dafür zeigen sich die Musiker auch heute noch dankbar.
Anpacken, um Einnahmen zu generieren
Freilich musste der Verein selbst ordentlich anpacken, um Einnahmen zu generieren. Mit gut organisierten Festen und Veranstaltungen habe der Verein Einnahmen erwirtschaftet, die dringend benötigt worden seien, um die laufenden Verpflichtungen zu erfüllen. „Ich möchte mich bei allen Mitgliedern bedanken, die in den vergangenen 25 Jahren unglaublich viel geleistet haben. Ob beim Bau unseres Vereinsheims oder bei unzähligen Arbeitseinsätzen – wir haben das alles gemeinsam gestemmt“, betont der Vorsitzende Benjamin Gärtner.
Die Schuldenfreiheit sei schon eine echte Befreiung, sagt Gärtner. Sie ermögliche es jetzt auch, sich auf andere Dinge zu konzentrieren. So wolle man in die musikalische Ausstattung investieren. Instrumente seien teure Anschaffungen. Eine Tuba könne so 12.000 bis 15.000 Euro kosten.
Instrumente und Sanierung im Blick
Und dann geht es teilweise an den Ausgangspunkt zurück: Das Musikerheim selbst ist nun eben auch in die Jahre gekommen. So stehen Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten an. Auch wenn man in den vergangenen Jahren immer wieder in Instandhaltungsarbeiten investiert habe, müsse man so die Fassade richten. Und auch mit der Heizung muss sich der Verein beschäftigen.
Doch das eigene Vereinsheim sei für den Musikverein weit mehr als nur ein Gebäude. „Es ist ein zentraler Treffpunkt für die Musikerinnen und Musiker, ein Ort für Proben, Veranstaltungen und gemeinschaftliches Vereinsleben – und nicht zuletzt ein Stück Vereinsgeschichte, das durch den Einsatz vieler Generationen entstanden ist.“